18.01.2020 12:01 Uhr - 2. Bundesliga - H2Ku

SG H2Ku Herrenberg will gegen Harrislee "schaffen, wieder zu unserem Spiel zurückzufinden"

Anika BisselAnika Bissel
Quelle: Tobias Baur, H2Ku
Nach dem unbefriedigenden Remis beim Schlusslicht der 2. Bundesliga in Solingen, sind die Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg am Samstagabend (19.30 Uhr) in der Markweghalle auf Wiedergutmachung aus. Zum Abschluss der Hinrunde ist der Tabellensiebte aus Nord Harrislee der Gegner. Nachdem die Gäste aus dem hohen Norden zu Beginn der Saison für einige Überraschungen auf den vorderen Rängen sorgten, hat sich die Mannschaft von Trainer Herluf "Shorty" Linde im Mittelfeld der Liga etabliert.

"Natürlich erwarten wir einen starken Gegner, aber wir wollen dieses Spiel nutzen, um uns auf uns selbst zu konzentrieren", erklärt Kuties-Coach Mike Leibssle. Die Videoaufarbeitung des vergangenen Wochenendes fiel im H2Ku-Lager ernüchternd aus. "Die Hauptfehlerquelle liegt schlichtweg bei uns", bilanziert Leibssle. Aus den zurückliegenden fünf Partien holte die Gäu-Sieben lediglich einen Punkt und ist auf Platz zehn abgerutscht. "Das ist nicht unser Anspruch. Wir müssen es schaffen, wieder zu unserem Spiel zurückzufinden."

Gegen die selbsternannten "Nordfrauen" fordert der Reutlinger, dass seine Schützlinge eine ordentliche Leistung ohne jegliche Schwankungen über die gesamte Spielzeit auf das Parkett bringen. "Das muss das Bestreben aller sein", redet er nicht um den heißen Brei herum. "Der TSV verfügt über eine kollektiv gute Mannschaft mit einem starken Rückraum, zudem kommt er mit viel Tempo aus der eigenen Hälfte, das gilt es zu unterbinden."

Sowohl TuS Lintfort als auch die SG 09 Kirchhof haben zuletzt die Qualitäten der Nordfrauen zu spüren bekommen. Mit Merle Carstensen und Janne-Lotta Woch gehören gleich zwei Spielerinnen des TSV zu den besten zehn Torschützinnen der 2. Liga. Kutie Lea Neubrander belegt in dieser Statistik aktuell Rang zwei. "Wir müssen ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag legen", verlangt Mike Leibssle, der auf einen vollen Kader zurückgreifen kann, "dazu gehört auch, dass wir im Angriff keine leichten Fehler produzieren, um die erste und zweite Welle von Nord Harrislee zu unterbinden."

Auch von der Hauptrunde der Handball-EM werden die Zuschauer in der Markweghalle nichts verpassen: Das Spiel der Deutschen gegen Kroatien um 20.30 Uhr wird live in der Mensa übertragen.