16.01.2020 09:31 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Vipers feiern nach grandioser Leistung beeindruckenden Sieg in Oldenburg

Manuela BrütschManuela Brütsch
Quelle: malafo, Bad Wildungen Vipers
"Es geht doch" - Das war wohl der am häufigsten gedachte und gesagte Satz nach der Gala-Vorstellung der Nordhessinnen am gestrigen Abend in Oldenburg. Vor 815 Zuschauern in der EWE-Arena Oldenburg zeigten die Gäste aus der Kurstadt eine über 60 Minuten überzeugende Leistung, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff. Vor allem die überragende Defensive mit einer starken Manuela Brütsch dahinter legte den Grundstein für diesen Erfolg. Der sonst so wurfstarke Rückraum der Oldenburgerinnen kam durch das frühzeitige Unterbrechen der Vipers-Abwehrspielerinnen nur selten zum Zug.

Die Südwaldeckerinnen bestimmten von Minute eins an das Spielgeschehen und ließen auch über die gesamte Spielzeit keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie dieses Spiel gewinnen würden. Bereits nach sechs Zeigerumdrehungen, beim Stand von 1:4, nahm der Trainer der Gastgeber, Niels Bötel, seine erste Auszeit. Doch auch das konnte den Vipers-Express nicht aufhalten: Bei der ersten acht-Tore-Führung in der 23. Minute machte keiner im Oldenburger-Team mehr den Eindruck, als könnte man das Spiel noch drehen.

In Hälfte zwei bauten die Spielerinnen aus der Kurstadt teilweise durch sehenswerte Tore den Vorsprung weiter aus und ließen zu keinem Zeitpunkt der Partie nach. Bremmer schreibt diesen Erfolg dem gesamten Team zu: "Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, die zu diesem Ergebnis geführt hat. Jede Spielerin konnte ihre Qualität zeigen und die taktischen Vorgaben wurden vor allem am Anfang der Begegnung exzellent umgesetzt. Am meisten habe ich mich darüber gefreut, dass ich meine Mädels wieder mit einem Lächeln auf dem Spielfeld gesehen habe."

Auch das nächste Spiel der Vipers findet an einem Mittwoch statt. Am 22.01.2020 gastiert dann jedoch ein anderes Kaliber in der Ense-Halle: der Thüringer HC. Wenn die Mannschaft jedoch diese Euphorie gegen den Meisterschaftsanwärter aus Erfurt mit auf die Platte nehmen kann, traut Bremmer ihrer Mannschaft alles zu. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass die HSG eine Überraschung gegen den Favoriten landen könnte.

"Wir haben über 60 Minuten leider nicht gezeigt was man braucht, um ein Bundeligaspiel zu gewinnen. Bad Wildungen war von Anfang an heiß und sie haben gezeigt, dass sie die zwei Punkte deutlich mehr wollten als wir. Wir waren in der Abwehr zu passiv und ließen im Angriff zu viele Chancen liegen. Von daher ist auch die Höhe der Niederlage verdient. Wir müssen unsere Fehler aufarbeiten und abstellen. Es geht nicht um Schönspielerei, sondern darum, Punkte zu sammeln und das wollen wir machen", so Niels Bötel.



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