16.01.2020 10:26 Uhr - 1. Bundesliga - PM THC, red

Thüringer HC gewinnt "temporeiches und von beiden Seiten mit großem Kampf geführtes Spiel"

Die THC-Abwehr konnte zu Begin Petra Adamkova nicht kontrollierenDie THC-Abwehr konnte zu Begin Petra Adamkova nicht kontrollieren
Quelle: Roger Bürke, FAG
Der Thüringer HC hat das Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen klar mit 34:23 (20:14) gewonnen. Nach einer guten ersten Halbzeit hatte der THC zu Beginn der 2. Spielhälfte Mühe ins Spiel zu kommen. Erst in der Schlussphase bauten die Gastgeberinnen die Führung deutlich aus. Beste Werferinnen beim Thüringer HC waren Beate Scheffknecht mit neun und Meike Schmelzer mit acht Tore. Für Frisch Auf Göppingen erzielten Annika Blanke und Petra Adamkova je fünf Treffer. Lydia Jakubisova wurde nach dem Spiel für ihr 250. Bundesligaspiel für den Thüringer HC geehrt.

Die ersten beiden Tore im Spiel gelangen den Gastgeberinnen - Emily Bölk und Beate Scheffknecht konnten in den ersten Minuten des Spiels mit ihren Treffern vorlegen. Die Gäste aus Göppingen wollten unbedingt einen Turbostart verhindern und verkürzten nach vier Minuten auf 3:2. Almudena Rodriguez erhöhte in der 8. Minute mit zwei Toren in Folge auf 7:4.

Über die gesamte Spielzeit stellte Ann-Cathrin Giegerich einen starken Rückhalt für ihr Team dar und glänzte mit einigen starken Paraden. Göppingen ließ nicht locker und agierte, mit Erfolg, offensiv in der Abwehr. In der 14. Minute nahm Herbert Müller beim Stand von 9:7 sein erstes Team-Timeout, nachdem Petra Adamkova wiederholt durch Anspiel an den Kreis einnetzte.

Thüringer HC muss in Abwehr nachjustieren




Die Ansprache schien zunächst zu fruchten - Emily Bölk erhöhte in der 15. Spielminute auf 11:7. Johanna Schindler musste nach 18 Minuten auf der Bank Platz nehmen hinnehmen. Daraufhin nahm der Gästetrainer Aleksandar Knezevic seine erste Auszeit. Die Frisch Auf-Frauen spielten mit zusätzlicher Feldspielerin, um die Unterzahl auszugleichen. Nach tollem Zuspiel von Emily Bölk auf Alexandra Mazzucco, erzielte diese in der 22. Minute die erste Fünf-Tore-Führung für den THC.

Göppingen erwies sich trotz der THC-Führung als der erwartet kämpferische Gegner. Fünf Minuten vor Ende der ersten Hälfte musste Romy Morf-Bachmann nach einem Foulspiel für zwei Minuten vom Spielfeld. Eine Minute später traf es Emily Bölk, die auf THC-Seite mit einer Zeitstrafe belangt wurde. Die Gastgeberinnen setzten daraufhin auf die Empty-Goal-Taktik, die Mariana Ferreira Lopes erfolgreich zum Tor zum 18:13 nutzte. Eine Minute vor dem Pausenpfiff kam Torhüterin Greta Köster, aus der zweiten Mannschaft des Thüringer HC, zu ihrem Bundesliga-Debüt und wurde für einen Siebenmeter der Gäste eingewechselt. In die Kabinen verabschiedeten sich die Teams beim Stand von 20:14.

Die ersten Angriffe in der 2. Halbzeit verliefen für beide Mannschaften torlos. Entweder gingen die Bälle verloren oder landeten am Pfosten. Erst Meike Schmelzer konnte die gegnerische Torhüterin Jasmina Jankovic, mit dem Treffer zum 21:14 überwinden. Emily Bölk netzte in der sechs Minute nach Wiederanpfiff zum 22:15 ein, musste kurz darauf bereits zum zweiten Mal eine Zeitstrafe auf der Bank absitzen. Die Frisch Auf-Frauen machten sich den Ballverlust der Thüringerinnen zunutze und erzielten das Tor zum 22:17. In der 40. Minute nahm Herbert Müller eine Auszeit, nachdem die Gäste wieder auf vier Tore herankamen. Beate Scheffknecht zeigte keine Nerven und traf mit ihrem siebten Tor zum 24:19 vom Strich.

Schlussphase ohne Bölk




In der 42. Minute musste Emily Bölk ihre dritte Zeitstrafe hinnehmen und nach roter Karte das Spielfeld vorzeitig verlassen. Fans und Mannschaft reagierten auf die Rote Karte zunächst nervös, die Gäste nutzten die Unruhe für sich und verkürzten auf 25:21. Ann-Cathrin Giegerich ließ sich nicht beirren und zeigte nach 46 Minuten bei einem Wurf von Annika Blanke eine weitere Glanzparade.

Der amtierende deutsche Pokalsieger kam jetzt besser ins Spiel, obwohl die Würfe aufs Tor der Gäste immer noch hart erarbeitet werden mussten. Beim Stand von 27:21 nahmen die Gäste eine Auszeit - Branka Zec wurde zur Stabilisierung der Abwehr eingewechselt. Dies brachte nicht den gewünschten Erfolg und so erhöhte Mariana Ferreira Lopes zehn Minuten vor Spielende auf 29:21. Die erste Zehn-Tore-Führung machte schließlich Jovana Sazdovska mit einem Tempogegenstoß klar - 31:21.

Noch sechs Minuten waren zu spielen, als Herbert Müller seine Mannschaft an die Seitenlinie bestellte und auf die Schlussphase einschwörte. Es wurde noch einmal das Spiel mit zusätzlicher Feldspielerin versiert. Drei Minuten vor dem Spielende gelang Meike Schmelzer ihr achtes Tor im Spiel zum 33:22. Nach einem Ballverlust auf Thüringer Seite gelang der Gäste-Torhüterin Branka Zec ein direktes Tor aus dem eigenen Torraum. Am Ende verbuchte der THC einen verdienten 34:23-Heimsieg auf seinem Konto.

"Wir haben heute das Bestmögliche im Spiel gegeben. Meine Mannschaft hat großen Kampfgeist gezeigt, was sie leider nicht zählbar umsetzen konnten", so Göppingens Trainer Aleksandar Knezevic und THC-Coach Herbert Müller betonte: "Die Abwehr war besonders in der ersten Halbzeit sehr gut. Dennoch gab es deutlich zu viele Bodenpässe an den Kreis, was wir besser verteidigt hätten müssen. Es war ein temporeiches und von beiden Seiten mit großem Kampf geführtes Spiel. Wir haben es dann aber nach der Schwächephase vom 24:22 und der Roten Karte von Emily Bölk recht ordentlich zu Ende gespielt. Auch mit dem Hintergrund, dass unsere Verletztenbank nicht kleiner, sondern länger geworden ist."



cs