13.01.2020 13:21 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HL Buchholz 08-Rosengarten hat bei Sieg in Nürtingen "noch Luft nach oben"

Marleen KadenbachMarleen Kadenbach
Quelle: Marco Schultz
Obwohl sie gegen den Tabellenzweiten Buchholz-Rosengarten kaum eine Siegchance hatte, verkaufte sich die TG Nürtingen am Samstag in der Theodor-Eisenlohr-Halle gut gegen die Handball-Luchse. Mit 17:25 unterlag die Turngemeinde am Ende schließlich klar den favorisierten Niedersächsinnen. Bei den Luchsen war Marleen Kadenbach mit sechs Treffern am erfolgreichsten und bei der TG Nürtingen Nina Fischer mit fünf Toren.

Der amtierende Meister festigte mit 24:4 Punkten den 2. Platz in der aktuellen Tabelle hinter dem noch unbesiegten Spitzenreiter SV Union Halle-Neustadt, zumal die unmittelbaren Verfolger BSV Sachsen Zwickau und HC Rödertal sich in ihrem Spitzenspiel beim 17:17 die Punkte teilten. Die TG Nürtingen verbleibt trotz der Niederlage gegen die Norddeutschen mit 10:18 Zählern auf dem 11. Rang der Tabelle und muss aber weiterhin um den Verbleib in der 2. Liga bangen.

Höchst ungünstige Vorzeichen gab es für die TG Nürtingen vor der Partie gegen die Handball-Luchse. Trainer Stefan Eidt musste erneut auf Sarolta Selmeci verzichten und zudem noch auf Lenya Treusch. Buchholz-Rosengarten dagegen konnte aus dem Vollen schöpfen und in Bestbesetzung antreten. Dennoch ließ sich die Partie für die TG Nürtingen ganz gut an. Zehn Minuten lang hielt Eidts Mannschaft Anschluss zum Meisterschaftskandidaten.

Handball-Luchse ziehen davon




In der 11. Minute konnten sich die Gäste durch einen 3:0-Lauf zum 4:7 absetzen als Evelyn Schulz, Julia Herbst und Alexia Hauf ihre Chancen sicher verwandelten. In der 16. Minute nahm Nürtingens Trainer Stefan Eidt die erste Auszeit als die Luchse ihren Vorsprung auf fünf Tore (5:10) erhöhten. Zwar schafften die Hausherrinne es die Torflaute zu durchbrechen, aber bis zur 27. Minute gelang den Norddeutschen ein erneuter 3:0-Lauf und der Vorsprung konnte auf sieben Tore ausgebaut werden.

Mit hoher Einsatzbereitschaft kompensierten Eidts Schützlinge athletische Nachteile und boten den Luchsen unterstützt von der wieder bestens aufgelegten Christine Hesel im Tor heftig Paroli. Beim 9:14 wurden dann die Seiten gewechselt.

Der zweite Durchgang war geprägt von vielen Konzentrationsmängeln beider Mannschaften. Klare Tormöglichkeiten wurden vergeben oder man scheiterte unglücklich am Aluminium. So verwalteten die Luchse ihre Führung und die TG kam niemals in Schlagdistanz, denn die 5:1-Abwehr der Gäste stand sicher.

Prelcec: "Art und Weise war nicht überragend"




Aufopferungsvoll kämpfte die TG Nürtingen gegen eine drohende Schlappe an, konnte aber nicht verhindern, dass die Handball- Luchse weiterhin einen deutlichen Vorsprung behielten. "Wir haben uns gut verkauft, hatten aber keine Aussicht auf den Sieg", räumte Christine Hesel ein. Da beide Mannschaften neben guten Torhüterleistungen auch noch eine ziemlich hohe Anzahl an Aluminiumtreffern zu verzeichnen hatten, blieben die Torerfolge auf beiden Seiten beim Ergebnis von 17:25 auf ungewohnt niedrigem Niveau.

"Mit dem Ergebnis sind wir zwar sehr zufrieden, aber die Art und Weise war jedoch nicht überragend. Besonders im Tempospiel sowie mit der Chancenverwertung hatten wir noch Luft nach oben", kritisiert Dubravko Prelcec der Trainer der HL Buchholz 08-Rosengarten die Leistung seiner Mannschaft.

Dennoch sollte man auch nicht verkennen, dass sein Team taktisch ausgezeichnet auf den Gegner eingestellt war und die starke Abwehr nur schwer zu überwinden war. Tatsache ist aber auch, dass die eigentliche Stärke der Luchse, wie das Tempospiel in der Begegnung nicht etabliert werden konnte. Heraus kam ein letztlich ungefährdeter Arbeitssieg, der aufgrund des breiten Kaders und der variableren Möglichkeiten auch verdient war, denn 10 der 11 eingesetzten Feldspielerinnen konnten sich mit mindestens zwei Toren in die Torschützenliste eintragen.

Matthias Steinkamp vom Trainer-Team der HL Buchholz 08-Rosengarten: "Positiv hat besonders Julia Herbst defensiv sowie auch offensiv überzeugen können. Außerdem stand über 60 Minuten unsere 5:1-Abwehr sehr stabil. Zusätzlich war auf Mareike Vogel und auch Sophie Löbig im Tor Verlass."



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