13.01.2020 12:41 Uhr - EHF-Pokal - THC, red

Thüringer HC im EHF-Cup mit weißer Weste, Jana Krause mit Comeback

Jana KrauseJana Krause
Quelle: Marco Schultz
Der Thüringer HC gewinnt in eigener Halle gegen Kastamonu Belediyesi GSK mit 27:24 (16:12). Mit diesem Sieg gegen das türkische Team, konnte der Thüringer Handball Club die nächsten Punkte im EHF-Cup sichern und die Tabellenführung verteidigen. Beim 27:24 Erfolg trafen aufseiten der Gäste Asli Iskit mit acht Mal. Für den THC waren Beate Scheffknecht, Iveta Koresova und Emily Bölk mit je fünf Toren erfolgreich. Punktgleich ist der ungarische Topclub DVSC Debrecenm der den DHK Banik Most mit 36:29 besiegte.

Die Anfangsphase war geprägt von technischen Fehlern und Abtasten auf beiden Seiten. Meike Schmelzer netzte in der 11. Minute vom Kreis zum 5:3 ein und Ann-Cathrin Giegerich parierte den Wurf der Gegnerinnen auf ihr Gehäuse. Mit einem sehenswerten Treffer aus spitzem Winkel erhöhte Lydia Jakubisova zum Zwischenstand von 6:3. Den ersten Siebenmeter der Gäste, fischte sich Ann-Cathrin Giegerich und verhinderte so das Gegentor.

Mitte der 1. Halbzeit zog das Tempo im Spiel merklich an und auf der Anzeigetafel stand ein 9:4 für den THC. Ann-Cathrin Giegerich zeigte sich hellwach und zeigte eine von insgesamt 12 Paraden. Ina Großmann traf im Tempogegenstoß zur 12:6-Führung. Mit einem Herausdrehen aus dem Griff ihrer Gegenspielerin traf Alexandra Mazzucco zum 13:7 und brachte die Thüringerinnen mit sechs Toren nach vorne.

Kastamonu agierte in dieser Phase offensiv in Abwehr und Angriff, um sich im Spiel zu halten. Dennoch gaben sie immer wieder Bälle im Angriffsspiel aus der Hand. Einiges nahm auch Ann-Cathrin Giegerich weg und so stand es vier Minuten vor der Pause 14:8. Ceren Coskun beendete eine torlose Phase des türkischen Vertreters zum 14:9. Die Halbzeitsirene war bereits ertönt, da trat Serpil Iskenderoglu an die Strafwurflinie und verwandelte zum 16:12-Halbzeitstand.

THC-Chancenverwertung bringt Kastamonu zurück ins Spiel




Nach Wiederanpfiff verpuffte der erste Angriff der Gäste in der Abwehr des Deutschen Vizemeisters. Yeliz Özel musste in der 33. Spielminute auf die Strafbank und Beate Scheffknecht netzte von der Siebenmeterlinie zum 17:13 ein. Eine Minute später verwandelte sie ihren nächsten Siebenmeter zum 18:13.

Nach neun Minuten in der 2. Halbzeit spielte der Thüringer HC seinen Angriff geduldig aus und Emily Bölk schloss erfolgreich ab. Die Damen des THC stellten klar, dass sie die nächsten Punkte im Wettbewerb um den EHF Cup einfahren wollten. Mit einem Doppelschlag stellte Kastamonu den Zwischenstand von 22:17 her.

Die Partie wurde etwas fahriger und auf beiden Seiten häuften sich die technischen Fehler und Fouls. Yeliz Özel verkürzte in der 48. Minute zum 22:20, da der Thüringer HC seine eigenen Würfe nicht im gegnerischen Netz unterbringen konnte. Alexandra Mazzucco startete zum Gegenstoß und netzte zum 24:20 ein. Sieben Minuten vor dem Ende, setzte sich Yana Uskova durch und traf von der Außenposition zum 24:22.

Nach einem weiteren Ballverlust aufseiten der Gastgeberinnen machte sich Torfrau Ann-Cathrin Giegerich im Tor groß und pflückte den Ball herunter. Meike Schmelzer brachte ihren Wurf vom Kreis im Tor der türkischen Gäste unter, nachdem Trainer Herbert Müller ein weiteres Team Timeout genommen hatte (52. Minute). Kastamonu kämpfte verbissen um jeden Ball und jedes Tor, der Vorsprung des Thüringer HC war zusammen geschmolzen. Serpil Iskenderoglu verkürzte von der Strafwurflinie zum 25:23.

Noch zwei Minuten waren in der Wiedigsburghalle zu absolvieren, als Emily Bölk bei angezeigtem passiven Spiel, aus dem Rückraum zum 26:23 einnetzte. Jovana Sazdovska erhöhte keine 30 Sekunden danach auf 27 Tore für ihre Mannschaft und der erneuten Vier-Tore-Führung. Zwei Minuten vor Spielende parierte Ann-Cathrin Giegerich einen weiteren Wurf auf ihr Tor, bevor Ceren Coskun zum 27:24-Endstand einnetzen konnte.

Stimmen zum Spiel und Statistik




Hakan Günal (Kastamonu GSK): Eigentlich sind wir hierher gekommen, um zu gewinnen. Aber gegen einen starken THC ist das heute nicht gelungen. Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Fehler gemacht und ich war mit einigen Schiedsrichterentscheidungen nicht zufrieden. In der zweiten Halbzeit haben wir nochmal den Kampf gesucht, aber die Gegnerinnen hatten immer eine Antwort auf unsere Tore.

Herbert Müller (Thüringer HC): Die erste Halbzeit haben wir eigentlich sehr gut gespielt aber zu wenig Tore geworfen, um uns schon deutlich abzusetzen. Bis zu 22:15 war auch in der zweiten Halbzeit die Welt noch in Ordnung, aber dann haben wir die Türkinnen noch mal kommen lassen und in der Abwehr und im Angriff zu viele Fehler gemacht. Wir müssen einfach konstanter über 60 Minuten spielen.

Thüringer HC: Jana Krause, Ann-Cathrin Giegerich;
Mariana Ferreira Lopes, Beate Scheffknecht 5/4, Alexandra Mazzucco 3, Almudena Rodriguez Rodriguez 1, Jovana Sazdovska 2, Meike Schmelzer 2, Alicia Stolle, Iveta Koresova 5/3, Emily Bölk 5, Ina Großmann 1, Mia Biltoft, Lydia Jakubisova 3

Kastamonu Belediyesi GSK: Anca Mihaela Rombescu, Amra Pandzic;
Yasemin Güler 1, Andrea Seric, Yeliz Özel 1, Asli Iskit 8, Elif Sila Aydin 3, Serpil Iskenderoglu 5/2, Yana Uskova 1, Betül Yilmaz, Beyza Irem Türkoglu, Birgül Tuzsuz, Renata Kayumova, Ceren Coskun 4, Joanna Woloszyk 1, Olha Vashchuk

Siebenmeter: 7/8 ; 2/3
Strafminuten: 0/8
Zuschauer: 1500
Schiedsrichter: Maria Bennani/Safia Bennani (SWE)
EHF Delegierter: Beat Nagel (SUI)





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