12.01.2020 16:02 Uhr - DHB-Pokal - Andrea Müller, Flames und red

"Haben gemerkt, dass wir dichter dran sind": Bensheim/Auerbach nimmt Positives aus Pokalniederlage in Metzingen mit

Heike AhlgrimmHeike Ahlgrimm
Quelle: Andrea Müller, Flames
Es war der erwartete Pokalfight, am Ende blieb aber die Überraschung aus und der stärker besetzte Favorit konnte sich doch durchsetzen. So besiegte die TuS Metzingen in einem spannenden und umkämpften Pokalviertelfinale die Flames der HSG Bensheim/Auerbach mit 32:27(18:15) und steht im OLYPMP Final4 am 23./24.05.2020 in Stuttgart. Für die Flames geht es in der Liga am 18.01.2020 beim Buxtehuder SV weiter. Das nächste Heimspiel ist am Mittwoch, 22.01.2020 gegen den Deutschen Meister SG BBM Bietigheim.

Für die Flames ist damit der Traum von der ersten Finalteilnahme seit 2011 geplatzt, für den Gastgeber hingegen ist es die vierte Teilnahme hintereinander. Auch wenn erst einmal die Enttäuschung überwiegt, so konnten die Flames trotzdem die Ösch-Sporthalle erhobenen Hauptes verlassen.

"Das war ein hopp oder top Spiel und wir können uns heute gar keinen Vorwurf machen. Wir haben heute alles, was wir können, in die Waagschale geworfen und haben in meinen Augen sogar ein gutes Spiel gemacht. Aber so ist es nun mal im Sport. Metzingen war heute einfach besser und das muss man auch anerkennen. So bitter, das auch ist, aber wir hätten heute über uns hinauswachsen müssen", resümierte nach dem Spiel eine über den verpassten Finaleinzug enttäuschte, aber auf ihr Team stolze, Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Ahlgrimm: "Am Ende sind es zwei bis drei Tore zu viel"




Die Flames gingen als Außenseiter in das Spiel, wollten aber alles dafür tun, um sich ihren Traum von der Finalteilnahme zu erfüllen. Flames-Coach Heike Ahlgrimm hatte ihr Team glänzend auf den Gegner eingestellt. Vor allem in der ersten Viertelstunde hatte Metzingen große Probleme mit dem Angriffsspiel der Flames und bekam Caroline Hettinger am Kreis überhaupt nicht in Griff. Die Abwehr stand und so konnten die Flames 25 Minuten, bis zum 12:12, das Spiel völlig ausgeglichen gestalten. "In der ersten Halbzeit haben wir sehr viel richtig gemacht, geraten aber bis zur Pause mit drei Toren ins Hintertreffen", so Ahlgrimm, auch wenn ihr Team zum Ende der ersten dreißig Minuten noch zum 17:14-Halbzeitstand etwas abreißen lassen musste.

Metzingen gelang es dann in der 2. Halbzeit die Flames nicht näher, wie auf 2 Tore heranzulassen. Nach dem 26:24 (50.) Anschlusstreffer durch Christin Kühlborn konnte Metzingen den Abstand auf 5 Tore erhöhen ? Marlene Zapf per Siebenmeter zum 29:24 (55.). Aus dem Spiel kann man viel Positives für den weiteren Saisonverlauf herausziehen, wie auch Trainerin Heike Ahlgrimm findet: "Am Ende sind es zwei bis drei Tore zu viel, weil wir nochmal alles riskieren und aufmachen mussten. Metzingen macht dann drei schnelle Tore."

Heike Ahlgrimm ist dennoch optimistisch für den weiteren Saisonverlauf in der Handball Bundesliga Frauen, wo die Flames mit ausgeglichenem Punktekonto gut positioniert sind. "Ich bin wegen der Niederlage natürlich wahnsinnig enttäuscht, aber ich bin auch stolz auf unsere Leistung, weil wir uns nicht versteckt haben. Wir haben gemerkt, dass wir dichter dran sind an den Mannschaften, die oben stehen, aber auch, dass es da vielleicht noch nicht reicht. Von daher werden wir weiter arbeiten und die vielen positiven Sachen, die wir gemacht haben, mitnehmen. Dann werden wir diese Saison sicher noch für die ein oder andere Überraschung sorgen."