11.01.2020 11:08 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HL Buchholz 08-Rosengarten will TG Nürtingen "ins Positionsspiel zwingen"

Schwer zu stoppen: Sarolta SelmeciSchwer zu stoppen: Sarolta Selmeci
Quelle: Marco Schultz
Wie David gegen Goliath so steht die TG Nürtingen vor der samstäglichen Mammutaufgabe gegen den Tabellenzweiten und Meisterschaftsmitfavoriten Buchholz-Rosengarten. Trotz ihrer kleinen Erfolgsserie mit drei Siegen in den letzten drei Spielen ist die TG Nürtingen am Samstag ab 19.30 Uhr nur Außenseiter, wenn die Partie in der Theodor-Eisenlohr-Sporthalle angepfiffen wird.

Beeindruckend ist die Serie an Erfolgen, die die Handballluchse aus Buchholz-Rosengarten in dieser Saison hinlegten. Eine Vielzahl an deutlichen Siegen sprechen Bände für die Favoritenstellung der Handballluchse aus der Nordheide. Dennoch zeigte sich dieser auch verwundbar. Kann die Niederlage gegen den Meisterschaftskonkurrenten Halle-Neustadt noch als im Rahmen der Erwartungen gesehen werden, so überraschte die Heimniederlage gegen Zwickau umso mehr. Nach diesen beiden Strauchlern präsentierten sich die Luchse aber wieder von ihrer besten Seite und fegten die nachfolgenden Gegner förmlich aus der Halle. Nur die Füchse Berlin konnten da noch mithalten, mussten sich aber auch der Übermacht beugen.

Die Schützlinge von Trainer Stefan Eidt sind mit fünf Niederlagen in Folge sehr schlecht in die neue Saison 2019/20 gestartet und der erste doppelte Punktgewinn gelang den Schwäbinnen erst am 6. Spieltag gegen den Neuling HSG Freiburg, aber die letzten drei Spiele konnten sie erfolgreich gestalten. Der 32:19 Sieg am letzten Wochenende über den Tabellenletzten HSV Solingen-Gräfrath 76 war trotz des Ausfalls von Sarolta Selmeci sehr deutlich. Auch im Derby gegen die "Kuties" aus Herrenberg verteidigten sie ihren Heimnimbus in der brisanten Partie.

Prelcec: "Eine ähnliche Herausforderung wie in Herrenberg"




Ein weiterer Coup gelang den Süddeutschen beim knappen Auswärtssieg gegen die "Nordfrauen" aus Harrislee. Die TG Nürtingen wird vor heimischer Kulisse bestrebt sein, den Aufwärtstrend ebenfalls gegen den amtierenden Meister fortzusetzen. Auch wenn die Bilanz der Schwäbinnen mit fünf Niederlagen und einem Sieg gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten negativ ausfällt, haben sie mit ihrem starken Rückraum durchaus die Mittel, um die Luchse vor erhebliche Probleme zu stellen.

"Es ist eine ähnliche Herausforderung wie bei unserem Auswärtssieg in Herrenberg. Wir müssen sofort hellwach sein und zu unserem Spiel finden. Für mich ist es sehr entscheidend, dass unsere Abwehr konzentriert und sehr bissig agiert, um zu Ballgewinnen zu kommen oder die TG ins Positionsspiel zu zwingen und so unter Druck zu setzen. Voraussetzung ist dabei ein erfolgreiches Zusammenwirken aller Beteiligten, einschließlich unserer Torhüterinnen, was vollen Einsatz und geistige Frische erfordert", warnt Dubravko Prelcec, der Trainer der Luchse.

"Gut verkaufen, selbstbewusst an die Aufgabe rangehen und sechzig Minuten mannschaftlich geschlossen kämpfen bis zum Schluss," gibt Stefan Eidt deshalb als Devise für die TG Nürtingen aus, um eventuell doch eine kleine Chance zu nutzen. Dass sie das kann, hat sie in den letzten Partien bewiesen. Eine wesentliche Rolle bei diesem Unterfangen wird dabei sicher auch der Heimvorteil spielen, denn die TG Nürtingen weiß seit Dezember wieder ein zahlreiches und begeisterungsfähiges Publikum hinter sich, das auch dieses Mal wieder auf eine ansprechende Partie freuen darf.