11.01.2020 10:10 Uhr - DHB-Pokal - PM Metzingen, red

"Den Kopf nicht verloren": TuS Metzingen kämpft sich ins OLYMP Final4

Anika Niederwieser kämpft sich durchAnika Niederwieser kämpft sich durch
Quelle: Tobias Baur, TuS
In einem spannenden und umkämpften Pokalviertelfinale besiegte die TuS Metzingen die HSG Bensheim/Auerbach mit 32:27(18:15). Damit stehen die TusSies zum vierten Mal in Folge im Olymp-Final4.

Es war das erwartet enge Pokalspiel, dass die Ermstälerinnen am Ende doch für sich entscheiden konnten. Zu Beginn stotterte es jedoch im Defensivmotor der TusSies. Vor allem über den Kreis waren die Gäste gefährlich, Gästekreisläuferin Caroline Hettinger erzielte drei der ersten fünf Treffer für die Flames. Im Angriff hingegen lief es bei den Rott-Schützlingen, nach 13 Minuten und der ersten TuS-Auszeit konnte man bereits acht Treffer verbuchen.

Kurz vor der Halbzeit schafften es die TusSies sich über ein 13:12 auf ein 16:13 abzusetzen. Dieser Vorsprung konnte gehalten werden und es ging mit 18:15 zum Pausengetränk. "15 Gegentore zur Halbzeit sind natürlich viel zu viel", monierte TuS-Chefin Edina Rott.

Weigel: "Haben es nicht geschafft den Deckel drauf zu machen"




"Wir wussten, dass wir in der Abwehr zu viel zugelassen haben, das haben wir in der Pause angesprochen und in der zweiten Halbzeit gut umgesetzt", resümierte Kapitänin Marlene Zapf. Die Verbesserung in der Defensiv und gegen das Kreisspiel, lag mitunter an der jungen Laetitia Quist, die immer wieder Kreisanspiele verhinderte. Durch Paraden von Roth und Toren von Haggerty konnten die Pink Ladies sich auf 23:18 absetzten, ehe Gästetrainerin Heike Ahlgrimm genug gesehen hatte (40.).

Nach der Auszeit kämpften sich die Gäste wieder ran und verkürzten auf zwei Tore (24:22). Bensheims Ines Ivancok traf ein ums andere Mal aus dem Rückraum und hielt ihre Farben somit im Spiel. Für Maren Weigel lag es an den eigenen Unkonzentriertheiten: "Wir haben es nicht geschafft den Deckel drauf zu machen und haben Bensheim mit technischen Fehlern am Leben gehalten."

Dass die deutlichste Führung der Partie am Ende auf der Anzeigetafel stand lag mitunter daran, dass Bensheim in einer total offensiven Abwehr agierte und sich somit große Lücken bildeten. Ein anderer Grund hierfür war die Nervenstärke von TuS-Rechtsaußen Marlene Zapf, die beim Stand von 27:24 und 29:26 vom 7-Meter-Strich sicher blieb.

"Wir haben den Kopf nicht verloren, das war heute entscheidend für den Sieg", so Zapf. Ihre Trainerin Edina Rott war indes erleichtert: "Ich bin froh, dass wir gewonnen haben und freue mich sehr auf das Wochenende im Mai."

Im Pokal geht es dann für die TusSies am 23./24. Mai beim Final 4 in der Porsche-Arena weiter. Weitere Teilnehmer sind Borussia Dortmund sowie der Thüringer HC. Der letzte Halbfinalist wird am Sonntag zwischen Neckarsulm und Göppingen ausgespielt.

TuS Metzingen - Bensheim 32:27 (18:15)




Metzingen: Kohorst, Roth,
Zapf (6/3), Janiszewska, Pandza, Amega, Quist (2), van Wetering (3), Petersen (5/4), Kovacs (4), Niederwieser (3), Weigel (3), Hartstock, Hübner (2), Haggerty (2), Korsos (2)

Bensheim/Auerbach: Kockler, van Beurden,
Gerisch, Stuttfeld, Dekker (3), Hoekstra (1), Friedberger (5) Kühlborn (2), Hettinger (4), van Gulik (1), Maidhof (3), Ivancok (8)

Strafminuten: 2/8
Schiedsrichter: Kauth, Kolb
Zuschauer: 725
Disqualifikation: Dekker (3. Zeitstrafe)



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