05.01.2020 10:05 Uhr - 1. Bundesliga - chs

Buxtehuder SV beendet Niederlagenserie mit Kantersieg bei Kurpfalz Bären

11 Tore: Annika Lott11 Tore: Annika Lott
Quelle: Kurpfalz Bären
Der Buxtehuder SV hat seine Niederlagenserie beendet. Nach fünf Bundesliga-Pleiten in Folge gewann das Team bei den Kurpfalz Bären Ketsch 30:19. Eine überragende Torfrau Lea Rühter und elf Tore von Annika Lott bildeten den Grundstein des Erfolges. Da störten auch die Roten Karten gegen Lisa Prior und Christina Haurum nicht. Zu fahrig wurden die Angriffe der Kurpfalz Bären vorgetragen, und gegen die aufmerksame 6:0-Abwehrreihe der Schützlinge von Dirk Leun fanden die Bären-Ladies nie ihren Rhythmus.

Von Beginn stand der BSV in der Abwehr stabil. Buxtehude zwang die Gastgeberinnen mehrmals, von den Außen zu werfen, doch Lea Rühter war ein ums andere Mal zur Stelle. Auch bei Würfen aus dem Rückraum setzte die Deckung die Gastgeberinnen unter Druck. Im Angriff waren die BSV-Spielerinnen hingegen nur per Foul zu stoppen. In der Anfangsphase bekam das Team vier Siebenmeter zugesprochen. Allerdings konnten nur zwei verwandelt werden. Dennoch setzte sich der BSV mit einem 4:0-Lauf und neun Minuten ohne Gegentreffer auf 6:2 ab.

Nach der Verletzung der sehr gehemmt wirkenden Lara Eckhardt kam Carmen Moser ins Spiel. Sie brachte ihr Team mit zwei tollen Würfen auf 4:6 heran, doch auch weiterhin drohte ständig das "Passivspiel". Obwohl Johanna Wiethoff im Bärentor - wie auch später Katrin Rüttinger - eine ordentliche Leistung zeigte, gelang den Gästen noch vor der Pause die Vorentscheidung. Die Deckung beim BSV ließ weiterhin wenig zu, das Leun-Team hatte auch nach 20 Minuten ein 10:6 zu Buche stehen. Einzig nach Ballverlusten in der Offensive kamen die Kurpfalz Bären mit Gegenstößen zu klaren Torgelegenheiten.

Leun: "Grundstein war stabile Deckung und überragende Lea Rühter"




Einen dieser Gegenstöße unterband Lisa Prior in der 24. Minute mit einem Foul gegen Rebecca Engelhardt. Diese hatte den Ball zuvor gegen Mieke Düvel erobert. Als Konsequenz für das Foul sah Prior die Rote Karte. Davon ließ sich Buxtehude nicht irritieren. Bis zur Pause ließ das Team nur einen weiteren Treffer zu. Auf der Gegenseite bauten Düvel mit zwei Toren und Lone Fischer die Führung bis zur Halbzeit auf 13:7 aus.

Im zweiten Abschnitt dauerte es nur einige Minuten, ehe der BSV die Partie endgültig für entschied. Mit einem 6:0-Lauf erhöhten Annika Lott mit vier Toren und Lynn Schneider mit zwei Siebenmetern zum 23:11. Selbst ein Pfiff aus dem Publikum vor dem 22:11 störte den BSV nicht. Lott traf trotz der Störung ins Tor. Die Rückraumspielerin war mit elf Treffern beste Torschützin der Partie.

Während Lott bei ihrem dritten Spiel nach ihrem Comeback im Angriff glänzte, galt selbiges für Lea Rühter im Tor. Bei ihrem ersten Einsatz über 60 Minuten seit ihrer Rückkehr auf das Feld wehrte sie 14 Bälle ab. Nach neun Minuten ohne Gegentor in Halbzeit eins, ließ sie im zweiten Abschnitt zeitweise zehn Minuten keinen Ball vorbei. Erst als Katrin Schneider die Bären-Abwehr öffnete und zwei Spielerinnen nach vorne schickte, kam so etwas wie Stimmung in die Mannschaft. Cara Reuthal per Siebenmeter konnte die Torfrau zum 23:12 wieder überwinden (48.). Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel bereits entschieden.

Mit der Gewissheit des Sieges ließ der BSV den Gastgeberinnen im Angriff mehr Platz. Ketsch nutzte die Räume für einige Tore. Auch die dritte Zeitstrafe und damit verbundene Rote Karte gegen Mannschaftsführerin Christina Haurum trübten die Stimmung nicht. Der 30:19-Sieg ist der erste Erfolg seit dem 09. Oktober 2019. Damals gewann der BSV 31:24 zuhause im Nord-Derby gegen Oldenburg.

BSV-Trainer Dirk Leun: "Wir sind alle erleichtert, dass wir das Spiel erfolgreich gestaltet haben. Der Grundstein waren eine stabile Deckung und eine überragende Lea Rühter im Tor. Wir hatten uns vorgenommen aus einer stabilen Deckung Sicherheit und Selbstvertrauen zu bekommen. Das ist uns in der ersten Halbzeit perfekt gelungen. Nach der Roten Karte für Lisa haben wir einen Moment gebraucht. Wir haben die Nerven und die Ruhe bewahrt, auch wenn wir einige leichte Ballverluste hatten. Überragend war auch Annika Lott. Sie hat im Angriff immer wieder Lösungen gefunden. Es ist ein wichtiges Erfolgserlebnis, auf dem wir aufbauen können."