05.01.2020 09:23 Uhr - 2. Bundesliga - Michael Schwartz, H2KU und PM HCL

Leipzig erwartet Herrenberg im Kampf um den einstelligen Tabellenplatz

Sandra Kussmaul spielt ab sofort auf eigenen Wunsch in der Oberliga und reist nicht mit nach LeipzigSandra Kussmaul spielt ab sofort auf eigenen Wunsch in der Oberliga und reist nicht mit nach Leipzig
Quelle: SG H2Ku Herrenberg
Mit einem Spiel wird am heutigen Sonntag der dreizehnte Spieltag in der 2. Handball Bundesliga der Frauen beschlossen, der HC Leipzig empfängt die SG H2KU Herrenberg. Ein Mittelfeldduell, Leipzig könnte mit einem Erfolg am Konkurrenten vorbei auf den neunten Tabellenplatz ziehen. Es wäre der dritte Sieg in Serie für den HCL.

Seit 14. Dezember, als sie zu Hause 27:28 gegen TuS Lintfort verloren, hatten die Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg spielfrei. Untätig waren sie freilich nicht. "Die Spielerinnen hatten individuelle Pläne zu bearbeiten", lässt Trainer Mike Leibssle durchblicken, "sie sollten Kraft und Kondition trainieren, damit wir aus der Pause wieder gut rauskommen." Das wird am heutigen Sonntag zum Jahresauftakt beim HC Leipzig auch nötig sein.

Ins gemeinsame Training sind die Kuties wieder am 27. Dezember eingestiegen. Und das hochmotiviert, wie der Coach mit Freude feststellte: "Sie haben gleich gezeigt, dass sie ihre Aufgaben erledigt und jetzt Bock auf den Rest der Saison haben." Über den Jahreswechsel war noch einmal kurz frei, bevor Leibssle mit seiner Truppe ordentlich angezogen hat. Das hat natürlich einen Hintergrund: "Wir werden viel Wert auf Tempo legen."

Das sei gegen den Aufsteiger auch nötig, denn dieser bezieht seine Stärke vor allem aus dem Kollektiv. "Man kann vor Leipzig nur warnen", hebt Mike Leibssle den Zeigefinger. Der Neuling und Tabellennachbar schlage sich außerordentlich gut, habe bereits den einen oder anderen Achtungserfolg eingefahren.

Was der H2Ku-Übungsleiter an den Zahlen ablesen kann: "Die Torgefahr verteilt sich auf viele Positionen, das heißt, wir können uns beim Verteidigen nicht nur auf eine konzentrieren." Allen voran treffen die Hummels-Schwestern Jacqueline (Rückraum) und Stefania (Kreis) recht häufig, "aber danach kommen viele weitere im hohen Torbereich".

Leipzigs Trainer Jacob Dietrich auf einen erfolgreichen Jahresauftakt: "Nach den wirklich guten Leistungen vor Weihnachten können wir mit viel Selbstvertrauen in das Spiel gegen Herrenberg gehen und freuen uns riesig auf das erste Heimspiel im neuen Jahr. Natürlich ist Herrenberg der Favorit, doch zusammen mit einer hoffentlich lautstarken Brüderstraße im Rücken wollen wir versuchen, uns möglichst lange eine Chance auf zwei Punkte zu erhalten."

Akute Verletzungssorgen gibt es aktuell nicht, allerdings melden sich mit Kapitän Jacqueline Hummel, Laura Majer und Sharleen Greschner gleich drei Spielerinnen krankheitsbedingt ab. "Inwiefern ein Einsatz der Drei am Sonntag möglich ist, entscheidet sich erst im Laufe der kommenden Tage", so der HC Leipzig in seiner Presseaussendung.

Herrenbergs Coach Mike Leibssle der komplette Kader zur Verfügung, alle sind verletzungsfrei und fit. Allerdings möchte Sandra Kussmaul auf eigenen Wunsch die Rückrunde in der zweiten SG-Mannschaft in der Württembergliga bestreiten. Ab dem 15. Januar ist sie dort spielberechtigt. "Ich finde es schade, aber ihre Gründe sind nachvollziehbar", sagt Trainer Mike Leibssle, der dem internen Wechsel zugestimmt hat.