04.01.2020 09:07 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Buxtehuder SV bei Kurpfalz Bären unter Erfolgsdruck

Lara Eckhardt und die Kurpfalz Bären hoffen auf einen SiegLara Eckhardt und die Kurpfalz Bären hoffen auf einen Sieg
Quelle: Daniel Glaser, Kurpfalz Bären
Am Samstag ist der Buxtehuder SV ab 18 Uhr bei den Kurpfalz Bären Ketsch zu Gast. Beim Aufsteiger steht der BSV unter Zugzwang. Zuletzt verlor das Team fünf Bundesliga-Partien in Serie und rutschte auf Rang neun ab. Die Bären-Ladies mussten nach Weihnachten zwar zwei Niederlagen einstecken, doch insbesondere der starke Auftritt in Neckarsulm sollte das Team beflügeln - die Gastgeberinnen hoffen auf den zweiten Heimsieg.

Dieses Heimspiel findet nicht in der gewohnten Neurotthalle in Ketsch statt, sondern ein paar Kilometer weiter in der Schwetzinger Nordstadthalle. Katrin Schneider hofft, dass ihre Spielerinnen mittlerweile gut in der ersten Liga angekommen sind und dem Favoriten aus dem hohen Norden erfolgreich Paroli bieten können.

Samira Brand und Saskia Fackel stehen wieder im Kader der Gastgeberinnen, und auch Carmen Moser dürfte ihre Verletzung ausgeheilt haben. Für Kate Schneider bedeutet dies die Qual der Wahl, denn insbesondere Lara Eckhardt und Verena Oßwald spielten sich am vergangenen Sonntag in den Vordergrund. Die hoch aufgeschossene Lara markierte 13 Tore und rangiert mittlerweile auf dem 17. Platz der Scorer-Liste der Liga. Damit verfügt die Ketscher Trainerin über viele Optionen im Rückraum der Bären-Ladies, da auch Sina Michels zu überzeugen wusste.

Auch Buxtehude kann vermutlich auf den kompletten Kader zurückgreifen - mit Ausnahme der langzeitverletzten Liv Süchting. Mit der Leistung im Heimspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe war BSV-Trainer Dirk Leun nicht einverstanden. Er monierte die Leistungsbereitschaft und die mangelnde körperliche Gegenwehr. "Wir haben das Spiel analysiert und sind uns einig, dass wir mehr investieren müssen", sagt Leun.

Leun: "Wir brauchen den Erfolg für den Kopf"




Vor allem die Leistung in der Abwehr müsse besser werden. Bei den vergangenen fünf Bundesliga-Niederlagen kassierte das Team stets mehr als 30 Gegentore. "Wir machen es dem Gegner zu leicht. Wir verteidigen nicht mit voller Leidenschaft." In Ketsch fordert er deshalb eine andere Einstellung, um die aktuelle Niederlagenserie zu stoppen. "Wir müssen handballerisch, kämpferisch und physisch alles reinlegen."

Zwar sei der BSV gegen den Vorletzten favorisiert, einen Selbstläufer erwartet Leun allerdings nicht: "Wir dürfen nicht denken, dass wir dahin fahren und einfach die zwei Punkte holen. Ketsch ist eine sehr kampfstarke Mannschaft. Sie wissen, dass die Chance aktuell größer ist gegen uns zu punkten als normal." Für Leun steht das Erfolgserlebnis daher über der spielerischen Komponente. "Es ist unsere absolute Pflicht, mit allen Mitteln die zwei Punkte zu holen. Dabei ist es egal, ob wir spielerisch glänzen oder nicht."

Denn nach fünf Niederlagen nacheinander, wettbewerbsübergreifend sogar acht, wirken sich die Negativerlebnisse auch auf das Selbstvertrauen aus. "Wir brauchen den Erfolg für den Kopf. Je mehr Druck wir bekommen, desto schwieriger wird es, wieder herauszukommen", sagt Leun im Hinblick auf mögliche weitere Pleiten, "wir müssen die Serie in Ketsch durchbrechen".

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