30.12.2019 12:29 Uhr - 1. Bundesliga - PM THC, red

Zum Jahresabschluss zwei Punkte: Thüringer HC siegt gegen HSG Bensheim/Auerbach

Herbert MüllerHerbert Müller
Quelle: Marco Wolf
Im letzten Spiel des Jahres 2019 trafen der Thüringer HC und die HSG Bensheim/Auerbach aufeinander. Der Thüringer HC gewann die Begegnung mit 29:22 (16:6). Die meisten Tore für die Thüringerinnen erzielte Iveta Koresova mit sieben Treffern. Bei den Flames war Julia Maidhof fünf Mal erfolgreich.

In der mit 1600 Zuschauern ausverkauften Riethsporthalle hatte der THC-Anwurf und bekam wenige Sekunden nach dem Anpfiff den ersten Strafwurf zugesprochen, den Iveta Koresova nur am Pfosten platzierte. Das 1:0 erzielte Jovana Sazdovska, die einen Tempogegenstoß erfolgreich abschloss. Marie Davidsen knüpfte an ihre Leistung vom Freitag an und zeigte in den ersten fünf Minuten gleich drei Paraden.

Erst in der siebten Minute konnte Ines Ivancok die THC-Torfrau überwinden und netzte zum 3:2 ein. Mit dem ersten Strafwurf der Gäste scheiterte Julia Maidhof an der hervorragenden Marie Davidsen. Nach zwölf Minuten und einem Treffer von Almudena Rodriguez hatte sich der THC einen ersten Vier-Tore-Vorsprung erarbeitet. Eine starke Abwehr und die dahinter agierende Marie Davidsen ließen keinen Treffer der Flames zu. Iveta Koresova zeigte ungewohnte Abschlussschwächen von der Strafwurflinie und traf zum zweiten Mal nur das Holz. Nach 15 Minuten kam Liesa Friedberger zum dritten Treffer der Gäste (7:3).

In der 20. Minute waren die Flames beim Strafwurf erfolgreich, Julia Maidhof verkürzte den Rückstand auf fünf Tore (10:5). Sarah van Gulik bekam die erste Zeitstrafe und musste auf die Bank. Zum fälligen Strafwurf trat Beate Scheffknecht an und verwandelte sicher zum 11:5 (23. Minute). Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff erhöhte Alexandra Mazzucco mit sehenswertem Treffer auf 13:6.

Ann-Cathrin Giegerich wehrte einen Strafwurf der Gäste ab und konnte den Nachwurf der Gäste über die Torauslinie lenken. Alexandra Mazzucco musste für die Gastgeberinnen auf der Bank Platz nehmen, der für die Flames gegebene Strafwurf, war eine Beute von Marie Davidsen (28. Minute 15:6). Die Thüringerinnen drückten aufs Tempo und Emily Bölk erzielte kurz vor der Pause die erste zehn Tore Führung. Mit diesem 16:6 ging es auch in die Kabinen.


Isabell Hurst setzte den ersten Treffer der zweiten Halbzeit für die Flames. Iveta Koresova antwortete umgehend zum 17:7 (32. Minute). Den ersten Strafwurf in der 2. Halbzeit verwarf Beate Scheffknecht, ihr Heber ging knapp über die Latte. Im Angriff schlichen sich jetzt viele Fehler ein, THC-Trainer Herbert Müller zog nach sieben gespielten Minuten die grüne Karte (18:10).

Die HSG Bensheim/Auerbach nutzte die Schwächephase beim amtierenden Vizemeister und kam in der 39. Minute wieder auf sechs Tore heran (18:12). Nur dank Marie Davidsen die im Tor des THC wieder einen Strafwurf der Flames hielt, wurde der Torabstand nicht noch kleiner. Beide Mannschaften ließen in der Abwehr zu große Lücken, so das auf beiden Seiten Tore bei jedem Angriff erzielt wurden (22:15, 45. Minute). Nach dem 23. Treffer für die Thüringerinnen nahm die HSG-Trainerin Heike Ahlgrimm ihre zweite Auszeit in der 48. Spielminute.

Mit ihrem Treffer zum 25:17 konnte Lydia Jakubisova in der 53. Minute einen beruhigenden acht Tore Vorsprung herstellen. Fünf Minuten vor Spielende zeigte Marie Davidsen ihre 15 Parade. Herbert Müller nahm seine letztes Teamtime Out, da die Flames zu leicht zu weiteren Torerfolgen kamen (26:18).

Ina Großmann stellte vier Minuten vor Spielende den zehn Torevorsprung wieder her (28:18). Die Schiedsrichter sahen in der 58, Minute ein grobes Foul von Mariana Lopes und zeigten ihr die Rote Karte. Beide Mannschaften trennten sich nach dem letzten Strafwurf für den THC, den Iveta Koresova sicher verwandelte mit einem gerechten 29:22.

"Mit der ersten Halbzeit war ich absolut nicht zufrieden, wir haben nichts umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Ich bin dann in der Kabine sehr laut geworden, wie man sich denken kann", sagte Heike Ahlgrimm. "Ich habe den Mädchen gesagt, dass man hier verlieren kann aber nicht so, wie in der ersten Halbzeit. In Hälfte zwei haben wir dann gezeigt, dass wir kämpfen können und haben dem THC das Leben sichtbar schwer gemacht. Deshalb bin ich mit der Leistung der Mannschaft heute doch noch zufrieden."

"Nach einer wirklich überragenden ersten Halbzeit mit der ich sehr zufrieden war, wollten wir nicht den selben Fehler machen wie im letzten Spiel gegen die Flames vor einem Jahr und das Spiel hinter heraus spannend machen", erklärte THC-Trainer Herbert Müller. "Doch das Spiel lief ähnlich und ich bin absolut verärgert darüber. Wir müssen einfach lernen in der zweiten Hälfte mehr Mentalität zum Siegen zu zeigen. Um sich den Worten meiner Trainerkollegin anzuschließen, werde ich jetzt in der Kabine auch sehr laut werden. Trotzdem bin ich mit der Saison 2019 zufrieden. Wir tanzen auf drei Hochzeiten und wenn wir unsere Hausaufgaben machen ist viel möglich."