28.12.2019 08:50 Uhr - 1. Bundesliga - Martin Holzheier, Thüringer HC

Thüringer HC: Erst Vertragsverlängerung der Trainer dann zwei Punkte

Herbert MüllerHerbert Müller
Quelle: Marco Wolf
Im ersten Spiel nach der Weltmeisterschaftspause trennten sich der Thüringer HC und die Kurpfalz Bären Ketsch mit 34:21 (17:12). Vor der Partie wurde die spanische Vizeweltmeisterin Almudena Rodriguez, mit einem Blumenstrauß überrascht. Zudem gaben der Vorstand, Helmut Peter und Robert Böhm, die Vertragsverlängerung von Trainer Herbert Müller und Co-Trainer Helfried Müller für zwei weitere Jahre bekannt. "Das hier ist etwas ganz besonderes", sagte der 57-Jährige, der seit 2010 beim THC angestellt ist.

Den ersten Treffer der Partie erzielte Elena Fabritz, nach einem Stellungsfehler mit Ballverlust im THC-Angriff, für die Gäste. Erst im vierten Angriffsversuch war dann auch der Thüringer HC erfolgreich: Iveta Koresova glich zum 1:1 in der dritten Minute aus. Eine Minute später erhielt Sina Michels aufseiten der Gäste die erste Zeitstrafe. Das Überzahlspiel nutzten die Thüringerinnen, um nach einem Doppelschlag durch Lydia Jakubisova, auf 4:1 zu erhöhen.

Die Kurpfalz Bären kamen in der 9. Minute durch einen verwandelten Strafwurf von Lara Eckhardt zu ihrem zweiten Treffer (6:2). Beide Mannschaften nutzten jetzt die sich ergebenden Chancen im Angriff besser, sodass Mitte der ersten Spielhälfte ein 9:5 für die Gastgeberinnen auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Nach dem 11:5-Treffer durch Lydia Jakubisova, nahm Gästetrainerin Katrin Schneider in der 17. Spielminute ihre erste Auszeit.

Weitere zwei Minuten später kassierte der Thüringer HC die erste Zeitstrafe, Iveta Koresova musste auf der Bank Platz nehmen. Die Gäste nutzten die Überzahl und verkürzten durch drei Treffer in Folge zum 12:9 in der 21. Minute. Herbert Müller bat nun seine Frauen an die Seitenlinie zum Gespräch. Den ersten Strafwurf für den THC verwandelte Iveta Koresova sechs Minuten vor dem Pausenpfiff sicher zum 14:9 - für das Foul an der erfolgreichen Schützin erhielt Lena Feiniler eine von insgesamt sieben Zeitstrafen gegen die Gäste. Kurz vor dem Halbzeitpfiff scheiterte Iveta Koresova von der Strafwurflinie im direkten Duelle gegen Bärentorfrau Leonie Moormann, sodass es mit einem 17:12 in die Kabinen ging.



Mit dem Tor zum 18:12 eröffnete Emily Bölk die zweite Halbzeit. Marie Davidsen, jetzt im THC-Tor, zeigte gleich zu Beginn ihres Einsatzes starke Paraden und ließ den gegnerischen Schützinnen keine Chance. Zurecht holte sie sich nach dem Spiel das Lob des Trainers ab. Nach 35 gespielten Minuten und einem verwandelten Strafwurf durch Iveta Koresova hatten sich die Gastgeberinnen mit neun Toren abgesetzt (22:13). Den ersten Zehn-Tore-Vorsprung der Partie netzte Emily Bölk mit ihrem Treffer zum 23:13 ein.

Beim Stand von 24:13 nahm Katrin Schneider die zweite Auszeit für die Kurpfalz Bären - nur ein Treffer in zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff war ihr eindeutig zu wenig. Nach zwölf Minuten gelang Anna Michl der zweite Treffer nach der Pause. Der THC fand besser ins Spiel und erhöhte den Angriffsdruck. Mit einem Doppelschlag erhöhte Almudena Rodriguez in der 46. Minute auf 28:16. Der Strafwurftreffer der Gäste zum 29:17 brachte die Thüringerinnen nicht aus dem Konzept. In der 51. Minute, beim Stand von 31:17, legte die Gästetrainerin ihre letzte grüne Karte.

Kurz nach der Auszeit der Gäste wehrte Marie Davidsen einen Strafwurf auf ihr Tor ab und wurde, mit bis dahin elf Paraden in nur 22 Minuten, zur besten Spielerin auf der Platte. Herbert Müller nahm jetzt im Unterzahlspiel auch seine zweite Auszeit, um seine Damen daran zu erinnern, dass man etwas für die Tordifferenz tun sollte. Mit ihrem fünften Treffer im Spiel konnte Beate Scheffknecht in der 56. Minute auf 33:19 erhöhen. Ihren ersten Einsatz in einem Bundesligaspiel erhielt nun Klara Schlegel, die in der Abwehr eine solide Leistung zeigte. Am Ende gab es einen deutlichen 34:21 Sieg des Tabellenvierten über die Gäste aus Ketsch, die weiterhin auf einem Abstiegsrang verbleiben.

Stimmen zum Spiel:




Herbert Müller (THC):
Ich freue mich sehr, dass wir so viele Fans in der Halle begrüßen konnten. Ich habe immer großen Respekt vor Teams, die fighten und heute war es so. Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme, da hatten wir unsere Hochs und Tiefs in der Abwehr. In der zweiten Halbzeit haben wir unseren Rhythmus gefunden. Hervorheben möchte ich Marie Davidsen im Tor und den sehr guten Auftritt von Mariana Lopes.

Katrin Schneider (TSG Ketsch):
Glückwunsch für die verdienten Punkte. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Chancen nicht optimal verwertet. Ich bin mit meiner Mannschaft trotzdem sehr zufrieden, wir haben uns gut präsentiert.

Thüringer HC - Kurpfalz Bären 34 : 21 (17:12)

Thüringer HC:
Maria Skurtveit Davidsen, Ann-Cathrin Giegerich
Mariana Ferreira Lopes 2, Beate Scheffknecht 5, Alexandra Mazzucco 1, Almudena Rodriguez 6, Jovana Sazdovska 2, Meike Schmelzer 1, Iveta Koresova 6/2, Emily Bölk 3, Ina Großmann 1, Mia Biltoft 1, Klara Schlegel, Lydia Jakubisova 6.

Kurpfalz Bären:
Leonie Moormann, Johanna Wiethoff
Sina Michels 4, Lena Feiniler 1, Jule Haupt, Sophia Sommerrock, Lea Marmodee, Verena Oßwald 4, Cara Reuthal, Amelie Möllmann, Elena Fabritz 4/1, Anna Michl, Carmen Moser 1, Rebecca Engelhardt 3, Lara Eckhardt 4/2.

Zuschauer: 1317.
Schiedsrichter: Fabian Friedel / Rick Hermann.
Strafwürfe: 2/3 - 3/4.
Zeitstrafen: 4 - 7.

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