27.12.2019 16:53 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Ein Spiel geht über 60 Minuten, nicht nur über 20": Meenzer Dynamites mit klarer Niederlage bei TuS Metzingen

Elisa Burkholder wurde von Tamara Haggerty gestopptElisa Burkholder wurde von Tamara Haggerty gestoppt
Quelle: Tobias Baur, TuS
Die Meenzer Dynamites verlieren bei den Tussies aus Metzingen mit 14:32 (8:14). Die zweite Halbzeit, in der der Gegner lange bei zwei Gegentoren gehalten werden konnte, versöhnte für vieles. "Ein Spiel geht über 60 Minuten, nicht nur über 20. Ich glaube, man kann von einer ordentlichen Leistung sprechen", fasste Metzingens Spielführerin Marlene Zapf messerscharf zusammen.

"14 Tore sind natürlich bitter. Wir hatten einige freie Chancen, die wir nicht nutzen konnten, aber auch eine ganz schlechte Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit. Mit Halbzeit eins war ich weitestgehend zufrieden. Alles andere gilt es schnell zu vergessen", wusste Trainer Thomas Zeitz die Niederlage einzuordnen.

In einem zu Beginn zerfahrenen Spiel taten sich beide Mannschaften schwer mit dem ersten Treffer. In den ersten Minuten klappte gar nichts. Fünf teilweise unfassbare Fehlwürfe, Fehler technischer Natur in gleicher Anzahl, wobei die ganze Palette bedient wurde, die es in diesem Segment gibt. Danach folgten immer abwechselnd hüben wie drüben Tore. Bis zum 7:9 in der 21. Minute hielten die Dynamites ordentlich mit.

"Wir haben im Rückraum den Abstand zu den Gegnerinnen nicht gefunden", monierte Metzingens Trainerin Edina Rott, die derzeit aber 17 gesunde Spielerinnen im Kader hat, und deshalb auch auf alles reagieren kann, was sich in einem Spiel so ergibt. Danach folgte ein 1:5-Lauf aus Mainzer Sicht, der beide Teams mit einem 8:14 in die Halbzeit schickte.

Den Start in Halbzeit zwei verschliefen die Dynamites dann aber völlig. Den ersten Treffer erzielten die Mainzerinnen in der 42. Minute. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Tussies aus Metzingen mit einem 8:0-Lauf das Spiel schon entschieden. "Nur zwei Gegentreffer über einen langen Zeitraum, das ist schon sehr positiv", lobte Edina Rott. "Wir haben besser in die Abwehr gefunden, dann kann man auch besser halten", gab Madita Kohorst Einblick in das Befinden einer Torhüterin.

Immer wieder nutzen die schnellen und körperlich überlegenen Metzingerinnen die einfachen Fehler der Dynamites und zogen Tor um Tor davon. Es sollte sich in den Schlussminuten aber noch ganz Großes ereignen. Das 31:14 von der jungen Katarina Pandza war das Tor des Spiels. Ein Kempa wie gemalt, aufgelegt von Katarzyna Janiszewska.

Zeitz: "Abhaken und jetzt voller Fokus auf Göppingen"




Das Spiel plätscherte dann weiter so dahin und vor der beeindruckenden Kulisse von knapp 2000 Zuschauern - darunter auch gut 30 anwesende 05erinnen und 05er - gewannen die überlegenen Tussies am Ende verdient mit 32:14.

"Wir können den Ausfall von Alice (Alicia Soffel, Anm.) halt nicht kompensieren, erst Recht, wenn die anderen Leistungsträger nicht an ihre Form rankommen. Aber wie gesagt, abhaken und jetzt voller Fokus auf Göppingen. Da werden Alice und vielleicht auch Nina Reißberg wieder an Bord sein und wir werden sicherlich anders auftreten", so Zeitz.

Positiv stimmte den Mainzer Trainer der erste Auftritt von Alexandra Tinti in der Bundesliga nach ihrer langen Verletzungspause und der Einsatz zweier Youngster: "Tintis Rückkehr hat mir gut gefallen. Auch Anika Hampel (sie erzielte auch ihren ersten Bundesligatreffer) und Leah Schulze haben bei Ihrem Bundesliga Debüt einen guten Eindruck hinterlassen", so Zeitz abschließend.

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