27.12.2019 17:17 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Kämpferisch starke Leistung" reicht Buxtehuder SV bei der SG BBM Bietigheim nicht

Angela MalesteinAngela Malestein
Quelle: Marco Wolf
Im ersten Pflichtspiel nach der WM-Pause und gleichzeitig dem letzten Heimauftritt in diesem Jahr zeigte der amtierende Deutsche Meister vor 1655 Zuschauern in der Ludwigsburger MHP Arena beim souveränen 36:27-(21:13)-Heimerfolg gegen den Buxtehuder SV eine starke Leistung und fährt nun voller Selbstvertrauen zum Spitzenspiel zu Borussia Dortmund.

Vor dem Anpfiff überreichten Bietigheims Geschäftsführer Torsten Nick und Sportdirektor Gerit Winnen Blumensträuße an die insgesamt sieben WM-Teilnehmerinnen des Deutschen Meisters, darunter auch die beiden frischgebackenen niederländischen Weltmeisterinnen Laura van der Heijden und Angela Malestein.

Im Spiel gegen den Tabellenachten der Handball Bundesliga Frauen besorgte Kapitänin Kim Naidzinavicius nach rund drei Minuten die 1:0-Führung für die Gastgeberinnen gegen kämpferisch zu werke gehende Gäste. Buxtehude hielt lange Zeit dagegen und gestaltete die Begegnung ausgeglichen, ab der 8. Minute war der Deutsche Meister vor einer stimmungsvollen Kulisse besser im Spiel.

Rühter mit erstem Einsatz der Saison




Nach einem Doppelpack von Angela Malestein zum 10:5 für die SG BBM in der 13. Minute nahm Gästetrainer Dirk Leun seine erste Auszeit. Als die Weltmeisterin dann Mitte der ersten Hälfte das 12:6 erzielte, wechselte der BSV im Tor. Nach ihrer Meniskusverletzung kam Torfrau Lea Rühter zu ihrem ersten Einsatz in dieser Saison. Aber auch Rühter konnte trotz einiger Paraden nicht verhindern, dass sich Bietigheim kontinuierlich absetzte.

Bietigheim bestimmte weiter das Spielgeschehen, zeigte erfrischenden Handball und baute die Führung konsequent aus. Mit einem verdienten 21:13 ging es in die Halbzeitpause. Die sehr druckvolle Rückraumachse Kim Naidzinavicius und Laura van der Heijden legten zu Beginn des zweiten Durchganges gleich zwei Treffer für die SG BBM nach. Buxtehude steckte nicht auf, kam auf 25:18 heran, worauf SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen mit einer Auszeit reagierte. Erst nach fünf Minuten ohne Gegentor musste die wieder eingewechselte Katharina Filter den Ball wieder aus dem Netz des BSV holen.

Die Gäste zeigten sich weiter als unbequemer Gegner, sie kamen aber nicht mehr in direkte Schlagdistanz. Bietigheim spielte nun seine ganze Routine aus, hatte in der Schlussphase in Torhüterin Valentyna Salamakha einen starken Rückhalt und in der Offensive in Karolina Kudlacz-Gloc einen sichere Torschützin. Am Ende stand ein ungefährdeter 36:27-Pflichtsieg für die Bietigheimerinnen im letzten Spiel des erfolgreichen Kalenderjahres 2019 fest.

Stimmen zum Spiel




SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen sagte nach dem siebten Saisonsieg in der HBF: "Buxtehude hat heute eine kämpferisch starke Leistung gezeigt. Wir haben schwer ins Spiel gefunden und uns dann gesteigert. Dieser Sieg nach der WM-Pause war wichtig. Nun fahren wir zuversichtlich zur Auswärtspartie nach Dortmund."

"Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme, ins Spiel zu finden. Wir hatten viele unpräzise Pässe und haben gebraucht, um die richtigen Mittel zu finden. Da hat uns nach der langen Pause die Spielpraxis gefehlt. In der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, mutig nach vorn zu spielen, weil das Rückzugsverhalten von Bietigheim nicht gut war", so Dirk Leun.

Und der Buxtehuder Trainer ergänzte: "Ich hätte mir gewünscht, dass das Ergebnis bei fünf Toren geblieben wäre, aber Bietigheim ist ein Gegner mit viel Erfahrung und hat am Ende die individuelle Qualität gezeigt. Es ist wichtig, dass Lea Rühter die erste Möglichkeit bekommen hat, Spielpraxis zu sammeln. Auch Annika Lott konnte ihre Zeit nutzen. Die Schulter ist in Ordnung."

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