26.12.2019 11:35 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Meenzer Dynamites "auf einem guten Weg", TuS Metzingen muss sich "erst wiederfinden"

Metzinger Weltmeisterin: Bo van WeteringMetzinger Weltmeisterin: Bo van Wetering
Quelle: Tobias Baur, TuS
Pünktlich zu Weihnachten ist die WM-Pause beendet. Die Handball-Bundesliga der Frauen nimmt am zweiten Feiertag wieder den Spielbetrieb auf. So auch die TuS Metzingen, die zum Spiel gegen Aufsteiger 1. FSV Mainz 05 in die zweite Heimat nach Tübingen zieht.

Mainz tat sich zu Beginn in der neuen Umgebung schwer, kam zuletzt aber besser in Tritt, feierte gegen die Kurpfalz Bären gar den ersten Sieg. Angesichts der Tabellenkonstellation erübrigt sich die Frage nach dem Favoriten: Die TuS Metzingen ist mit 10:4 Punkten augenblicklich Fünfter, der Gast aus der Karneval-Hochburg Letzter (2:12).

Ein mehr als schweres Auswärtsspiel also für die immer noch nicht kompletten Mainzerinnen. Nina Reißberg und Anika Kilian fehlen weiterhin verletzt. Hanne van Rossum befindet sich wie Kasia Demianczuk noch im Aufbautraining und die Rückkehr der Beiden wird noch einige Zeit dauern. Hinzu kommt wahrscheinlich der Ausfall von Alicia Soffel, die vor ein paar Tagen einen entzündeten Weisheitszahn gezogen bekommen hat.

Lichtblicke sind dagegen die Rückkehr von Alexandra Tinti, die nach über einem Jahr wieder im Mannschaftstraining ist und sich wieder sehr gut zurück gekämpft hat, sowie von Denise Großheim, die nach einem kleinen Eingriff ebenfalls wieder im Training ist.

Weltmeisterin Amega noch nichti m Training




Dennoch ist Vorsicht geboten, betont man bei den Ermstälerinnen. "Man darf nicht vergessen, dass Mainz in der Pause mit dem ganzen Team trainieren konnte, wir bekanntlich nicht, weil vier Nationalspielerinnen fehlten. Da muss man sich erst wiederfinden", sagte TuS-Trainerin Edina Rott. Sehr spät hatte sie ihre Mannschaft wieder beisammen. Am Freitag trudelten die Nationalspielerinnen ein, mit Ausnahme von Weltmeisterin Delaila Amega, die aus privaten Gründen erst knapp vor dem Spiel zum Team stößt. Ihre niederländische Teamkollegin Bo van Wetering, Maren Weigel (Deutschland) und Marija Obradovic (Serbien) sind die weiteren Internationalen in Reihen der Pink Ladies.

Sie hatten keine "WM-Pause", würden vielleicht jetzt eine benötigen. Der Rest durfte kurz ausspannen, ehe Edina Rott eine zweite Vorbereitung startete. "Im athletischen und konditionellen Bereich haben wir gearbeitet", verriet die Trainerin. Und wie ist es bei den Spielerinnen angekommen? "Nur laufen macht nicht glücklich", so Torhüterin Nicole Roth mit breitem Grinsen. Nicht nur sie ist froh, dass es endlich wieder losgeht. Personell ist die TuS Metzingen vor der Partie gegen Mainz nicht gerade auf Rosen gebettet.

Mit den vier Nationalspielerinnen wird man noch etwas behutsam umgehen - Bo van Wetering ausgenommen. Die Linksaußen wird dringend gebraucht, weil sich Dorina Korsos beim Turnier in der Schweiz (13. bis 15. Dezember) verletzt hat. Sie hat sich die Bänder im Sprunggelenk gedehnt. "Es wird aber jeden Tag besser. es ist nicht ausgeschlossen, dass Dorina am Donnerstag spielen kann. Sie ist eine Kämpfernatur", sagte Edina Rott nach dem Test am Samstag gegen Göppingen. Sicher nicht dabei ist Lena Degenhardt. Deren Patellasehne schmerzt immer noch.

"Wir haben seit dem 02.12.2019 fast täglich ordentlich trainiert und sind auf einem guten Weg. Wenn die Verletzten nach und nach wieder zurückkommen, werden wir wieder ein paar mehr Alternativen haben. Bis dahin versuchen wir, aus den Möglichkeiten das Beste zu machen. Die Stimmung ist sehr gut und trotz des starken Gegners freuen wir uns auf das Spiel am Donnerstag!", beschreibt 05-Coach Thomas Zeitz die Situation seiner Mannschaft

Metzingen mit erfolgreichem Testsieg über Göppingen




Am Samstag konnten die TusSies vor 400 Zuschauern im Test gegen Frisch Auf Göppingen den Ernstfall proben. Ein Unterfangen, das man angesichts des 39:19 (18:7)-Sieges als durchaus gelungen bezeichnen kann - wobei der Gast mit sehr schmalem Aufgebot angereist war. "Wir haben viele Dinge gut gemacht", lobte WM-Fahrerin Marija Obradovic. Ihre Trainerin Edina Rott war ebenfalls zufrieden. "In der ersten Halbzeit haben wir richtig gut gedeckt und uns nur einen technischen Fehler erlaubt."

Testzweck war vor allem das Vorgehen gegen offensive Abwehrreihen - wie sie von Göppingen gepflegt werden. Da tat sich Simone Petersen hervor, die jede Lücke erspähte, die sich in einem 3:2:1-Verbund ergeben. Notgedrungen musste, weil Dorina Korsos ja fehlte, auf Linksaußen neues probiert werden, schließlich konnte Weltmeisterin Bo van Wetering ja nicht durchspielen.

Sämtliche WM-Fahrerinnen hinterließen einen positiven Eindruck, konnten sich ins TuS-Spiel sehr gut einbringen und werden das nun auch gegen Mainz am Donnerstag tun. "Die haben einen Rückraum, der wirft aus allen Lagen", stellt Edina Rott ihre Mädels auf ein unkonventionelles Angriffsverhalten ein. Trainiert wurde am Sonntagmorgen, dann trifft man sich wieder am Abend des 1. Weihnachtstages zu Übungszwecken. Dazwischen ist das pinke Weihnachten also recht kurz.

Die Partie im Livestream von Sportdeutschland.TV








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