16.12.2019 16:00 Uhr - 2. Bundesliga - HBF

HBF kompakt: Zwickau und Berlin sieglos, wichtige Punkte für Wuppertal und Leipzig

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Quelle: HC Leipzig
Das Unterhaus der Handball Bundesliga Frauen geht weitestgehend in die Weihnachtspause. Lediglich die beiden Topteams HL Buchholz 08-Rosengarten und Füchse Berlin holen am kommenden Sonntag noch ihre Partie vom 3. Spieltag nach.

Der SV Union Halle-Neustadt hat seine Spitzenposition weiter gefestigt. Die Wildcats gewannen beim Vorletzten SV Werder Bremen deutlich mit 34:19 (17:8). "Wir hatten im gesamten Spiel zu viele Fehlwürfe und kassieren dadurch viele einfache Gegentore", war das erste Fazit von Werder-Coach Dominic Buttig nach dem Spiel. Wildcats-Trainerin Tanja Logvin freute sich vor allem über die Abwehrleistung ihrer Mannschaft: "Wir standen gut in der Deckung, das zeigen die 19 Gegentore. Die Mannschaft hat ihre Hausaufgaben gemacht."

Der Tabellenzweite BSV Sachsen Zwickau musste sich hingegen mit einem 23:23-Unentschieden beim VfL Waiblingen begnügen. Die heimischen Tigers dominierten den ersten Durchgang, führten zur Pause mit 14:8, ehe dann Gästecoach Norman Rentsch den Angriff neu justierte und sein Team mit sechs Toren in Serie zum 17:17 egalisierte.

Einen Punkt hinter Zwickau rangieren nun die HL Buchholz 08-Rosengarten. Der Vorjahresmeister hatte keine Mühe bei Schlusslicht HSV Solingen-Gräfrath, setzte sich klar mit 37:28 (20:14) durch. "Insgesamt bin ich aber nicht unzufrieden mit der Leistung meiner Mädels. Ich konnte viele positive Aspekte beobachten", bilanzierte Gräfraths Trainerin Kerstin Reckenthäler unmittelbar nach der besagten Heimpartie am Samstag.

Die Spreefüxxe Berlin verloren hingegen trotz des Comebacks von Ex-Nationalspielerin Nina Müller (geb. Wörz) mit 26:28 (13:10) gegen den HC Rödertal. "Wir haben uns den Sieg verdient, weil wir bis zum Ende tapfer gekämpft haben", freute sich HCR-Trainer Frank Mühlner und ergänzte: "In Unterzahl haben wir das Spiel gedreht, während den Berlinerinnen die Kraft ausging." Die Rödertalbienen schlossen nach Pluspunkten zum Hauptstadtclub auf.

Gleiches gilt für den TuS Lintfort, der mit dem 28:27 (14:13) bei der SG H2Ku Herrenberg nun den fünften Sieg in Folge feierte. "Was meine Mannschaft in Herrenberg geleistet hat, kann ich nicht so richtig erklären. Da sind wir deutlich über unsere Grenzen gegangen und haben in der Schlussphase einen Gegner besiegt, den ich für deutlich besser als uns halte", wunderte sich Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein über die Energieleistung ihrer Mannschaft.

Die Kuties sind weiterhin Neunter mit zwei Punkten Rückstand auf Waiblingen und einen Punkt hinter dem TSV Nord Harrislee, der sich der TG Nürtingen mit 31:32 (13:16) geschlagen geben musste. "Heute hat sich die Mannschaft offensiv wieder von ihrer besten Seite präsentiert, was man an der Verteilung der erzielten Tore erkennen kann", lobte Nürtingens Trainer Stefan Eidt seine Spielerinnen, die zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf feierten.

Weiterhin zwei Zähler vor der TGN sind der TVB Wuppertal und der HC Leipzig. Wuppertal setzte sich bei der vorher punktgleichen HSG Freiburg mit 28:26 (16:16) durch. "Hauptsache gewonnen! Jetzt gehen wir erst einmal in die Winterpause und regenerieren so gut wie möglich", äußerte sich eine nicht ganz zufriedene TVB-Trainerin Dagmara Kowalska nach dem Spiel.

Auf dem 14. Rang geht die SG 09 Kirchhof in die Weihnachtspause, die das Heimspiel gegen den HC Leipzig mit 23:27 (12:13) verlor. "Wir stecken jetzt tief unten drin", gab SG-Trainer Denk unumwunden zu und Rückraumspielerin Anouk van de Wiel resümierte: "Wir haben super gekämpft, aber Kleinigkeiten haben heute den Unterschied ausgemacht."

Leipzigs Trainer Jacob Dietrich war hingegen nach dem Sieg deutlich zufrieden: "Ich bin so stolz auf die gesamte Mannschaft. Wie wir hier heute aufgetreten sind, macht mich sehr glücklich. Alle Mädels haben zu diesem Erfolg beigetragen und wir haben es insbesondere in der Abwehr geschafft, uns im Zusammenspiel Abwehr und Torhüter zu stabilisieren und zu belohnen. Es war hoch emotional und ging hin und her und wir haben trotzdem einigermaßen die Nerven behalten."

Ergebnisse und Tabelle:




TSV Nord Harrislee 31:32
(13:16)
TG Nürtingen
SG 09 Kirchhof 23:27
(12:13)
HC Leipzig
HSV Solingen-Gräfrath 28:37
(14:20)
Buchholz-Rosengarten
SG H2Ku Herrenberg 27:28
(13:14)
TuS Lintfort
VfL Waiblingen 23:23
(14:8)
BSV Sachsen Zwickau
SV Werder Bremen 19:34
(8:17)
Union Halle-Neustadt
Füchse Berlin 26:28
(13:10)
HC Rödertal
HSG Freiburg 26:28
(16:16)
TVB Wuppertal


Pl. Team Sp. TD Pkt.
1. SV Union Halle-Neustadt 12 78 23:1
2. BSV Sachsen Zwickau 12 42 19:5
3. HL Buchholz-Rosengarten 11 88 18:4
4. Füchse Berlin 11 18 16:6
5. HC Rödertal 12 21 16:8
6. TuS Lintfort 12 6 16:8
7. VfL Waiblingen 12 -1 13:11
8. TSV Nord Harrislee 12 11 12:12
9. SG H2Ku Herrenberg 12 -10 11:13
10. HC Leipzig 12 -16 10:14
11. TVB Wuppertal 12 -17 10:14
12. TG Nürtingen 12 -16 8:16
13. HSG Freiburg 12 -44 8:16
14. SG 09 Kirchhof 12 -22 6:18
15. SV Werder Bremen 12 -72 3:21
16. HSV Solingen-Gräfrath
12 -66 1:23


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