14.12.2019 09:51 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Meister ist zu Gast beim Schlusslicht: Solingen-Gräfrath will gegen Buchholz befreit aufspielen

Unterschiedlicher könnten die sportlichen Situationen beider Teams nicht sein, wenn Aufsteiger Solingen-Gräfrath am Samstag (18:15 Uhr) den amtierenden Zweitliga-Meister HL Buchholz 08-Rosengarten in der Klingenhalle empfängt. Während die Bergischen mit 1:21 Punkten derzeit im Tabellenkeller der Liga stehen, reisen die Gäste aus der Nordheide als aktuell Drittplatzierter (16:4 Zähler) zum Duell David gegen Goliath an.

Der Aufsteiger ist mit acht Niederlagen sehr unglücklich in das Abenteuer 2. Bundesliga gestartet und konnte erst am 9. Spieltag mit dem 27:27 gegen den Tabellenvorletzten SV Werder Bremen den ersten Punktgewinn verzeichnen. "Die `Red Diamonds` sind eine eingespielte Mannschaft, die bei etlichen Niederlagen lange mithalten konnte, aber am Ende der Begegnungen regelmäßig einbrachen oder wie beim Mitaufsteiger HSG Freiburg unglücklich 26:27 verloren, nachdem man lange deutlich geführt hatte. Sehr klare Niederlagen gab es nur gegen den TSV Nord Harrislee und im Derby beim TuS Lintfort", berichtet der Pressedienst der Luchse.

"Mit Rosengarten kommt ein Topteam zu uns nach Solingen. Kim Land, Johanna Heldmann oder auch Kim Berndt zählen zu den erfahrenen Spielerinnen der Gäste, die bereits auf reichlich Erstliga-Erfahrung zurückgreifen können", berichtet unterdessen HSV-Trainerin Kerstin Reckenthäler von den Gästen. "Die Handball-Luchse leben natürlich immer wieder von der Kooperation mit dem Erstligisten Buxtehuder SV und bekommen Jahr für Jahr gut ausgebildete, junge Spielerinnen dazu. Aus diesem Grund ist Rosengarten in dieser Saison erneut - gemeinsam mit Halle - zurecht Meisterschaftsfavorit", so die A-Lizenz-Inhaberin weiter.

Die Rollen sind am Sonnabend beim Weihnachtsspieltag also eindeutig verteilt. "Wir können eigentlich wieder einmal befreit aufspielen. Rosengarten muss sicherlich gegen uns gewinnen. Mein Team hat in dieser Situation nichts zu verlieren, dennoch möchten wir uns im letzten Saisonspiel des Jahres vor heimischem Publikum gut und vor allem in puncto Mentalität wie auch Körpersprache deutlich besser verkaufen als zuletzt gegen Lintfort", zeigt sich die 37-Jährige frohen Mutes. Beim HSV wird Linkshänderin Leonie Heinrichs - am vergangenen Sonntag aufgrund einer Fußverletzung in Leipzig inaktiv - aller Voraussicht nach wieder auflaufen können, Kreisläuferin Michalina Wasik und Linksaußen Franziska Penz verpassten dahingegen Trainingseinheiten krankheitsbedingt.

Die Luchse haben mit ihrem 36:20 Sieg gegen die hoch gehandelten "Nordfrauen" im Derby zuletzt ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und den 3. Platz mit 16:4 Punkten verteidigt. "Bei der Ausgeglichenheit der Liga werden wir unseren Gegner in keiner Sekunde unterschätzen oder glauben im Vorbeigehen die beiden Punkte aus der Klingenhalle Solingen in die Nordheide mitzunehmen. Wir werden uns seriös auf die Herausforderung vorbereiten und dem Team meiner Kollegin Kerstin Reckenthäler mit vollem Respekt begegnen", erklärt Luchse Trainer Dubravko Prelcec zu dem Auswärtsspiel in Nordrhein-Westfalen.

Die Luchse sind gut beraten nicht zu frühzeitig auf den 22.12.2019 zu schauen, denn dann kommt es im Nachholspiel in der NordHeideHalle zum Abschluss des Jahres zu dem Kracher gegen die Spreefüxxe aus Berlin, die hinter den Luchsen auf dem 4. Platz liegen, nur durch die schlechtere Tordifferenz getrennt. Deshalb warnt auch Matthias Steinkamp vom Trainer-Team der HL Buchholz 08-Rosengarten: "Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, konzentriert und fokussiert an die anstehende Aufgabe beim Tabellenschlusslicht aus Solingen herangehen. Es wird wichtig sein unsere Entwicklung weiter voranzutreiben und konstant das Tempo hoch zu halten. Unsere Abwehr gab uns in den letzten Spielen viel Stabilität und wird hoffentlich auch in Solingen ein Schlüssel zum Erfolg sein."