10.12.2019 18:24 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HSV Solingen-Gräfrath verschläft in Leipzig den Start

9 Tore: Laura Majer9 Tore: Laura Majer
Quelle: Robby Kunze, HCL
Auch nach dem 11. Spieltag bleibt Schlusslicht HSV Solingen-Gräfrath in der 2. Bundesliga sieglos. Beim 25:33 auswärts im Aufsteigerduell mit dem HC Leipzig mussten die Bergischen in puncto Hoffnung auf den Klassenerhalt sogar eine ganz bittere Pille schlucken.

"Unser Auftritt gegen eine der schnellsten Mannschaften der Liga war in Ordnung", wird Trainerin Kerstin Reckenthäler im Solinger Tageblatt zitiert. Während Laura Majer (9/9) für den Gastgeber aus der Messestadt am häufigsten einnetzen konnte, erzielte Vanessa Brandt mit 12/5 Treffern auf Gräfrather Seiten die meisten Tore und wurde deshalb intern auch zur Spielerin des Spiels gekürt. Für den Tabellenletzten endet das aufregende Handballjahr 2019 nun am kommenden Samstag mit einem Heimspiel gegen den amtierenden Unterhaus-Meister HL Buchholz 08-Rosengarten. Anpfiff der besagten Partie ist - wie gewohnt - um 18:15 Uhr in der heimischen Klingenhalle.

Bereits nach acht Minuten sah sich Kerstin Reckenthäler beim Spielstand von 2:7 aus Solinger Sicht gezwungen, die erste Auszeit in der Partie zu nehmen. Bis dato wussten die Leipzigerinnen mit Tempohandball und druckvollem Spiel in der Offensive vor rund 500 Zuschauern zu überzeugen. Vor allem Julia Weise sowie die Schwestern Jaqueline und Stefanie Hummel hatten ihre Führungsrolle eingenommen. "Leider haben wir den Start in die Begegnung verschlafen", so die A-Lizenz-Inhaberin, deren Worte im Timeout nachfolgend ihre Wirkung gezeigt haben.

Leipzig mit neuem Präsidium




Die Klingenstädterinnen brachten Vanessa Brandt im Angriff immer wieder in aussichtsreiche Wurfpositionen, auch Rechtsaußen Merit Müller erwies sich als abschlussstarke Schützin und erzielte vor der Pause gleich vier sehenswerte Treffer. Der HSV raffte sich nach holprigem Start auf, bündelte alle Kräfte und zeigte eine kämpferische Leistung, die Sandra Münch per Siebenmeter mit dem 14:17-Halbzeitstand veredelte.

In der Halbzeitpause wurde Seitens der Vereinsführung das neu gewählte Präsidium um Präsident Thomas Conrad sowie seine Vertreter Jochen Holz, Andreas Kuther und Thomas Röpcke vorgestellt. Ebenfalls vorgestellt wurde der Vorsitzende des neu gegründeten Aufsichtsrates Herr Torsten Brunnquell.

Nachdem Carina Senel in Durchgang zwei für Solingen zum 18:20 (35.) verkürzen konnte, zückten die Sachsen diesmal die grüne Karte. Ein 4:0-Lauf des HCL bis zur 43. Spielminute brachte die Vorentscheidung in der torreichen Partie. Reckenthäler hatte ihrerseits also Redebedarf, nahm die Auszeit und spornte ihre Mannschaft nochmals zum couragierten Kampf an. Was sich in den verbleibenden Minuten ereignete, lässt sich unter dem Stichwort eines offenen Schlagabtauschs zusammenfassen: bei dem der Gastgeber allerdings dennoch die Nase entscheidend vorn hatte. Leipzigs Laura Wedrich netzte schließlich Sekunden vor dem Ende zum 25:33 ein.

Reckenthäler: "Erfahrungen, die für uns trotzdem sehr wichtig sind"




Ein Endstand, der das Kräftemessen beider Aufsteiger in der Höhe an diesem Tag eindeutig verdient widerspiegelt. "Wir müssen leider einfach anerkennen, dass der Gegner am Sonntag überlegen war. Das sind Erfahrungen, die für uns trotzdem sehr wichtig sind, die wir immer ins Training und nächste Spiel mitnehmen, aus denen wir lernen können und lernen werden", resümiert die 37-Jährige, die den Fokus jetzt auf das nächste Duell David gegen Goliath am Sonnabend richtet.

Für den HC Leipzig geht es am kommenden Wochenende noch zur SG 09 Kirchhof, welche sich aktuell auf einem direkten Abstiegsplatz befindet und somit am kommenden Samstag in eigener Halle alles versuchen wird, die zwei zu vergebenden Punkte zu Hause zu behalten. In der Tabelle trennen Platz 10 (TVB Wuppertal) bis Platz 14 (SG Kirchhof) nur 2 Punkte. Die Sächsinnen können bei einem Sieg am kommenden Wochenende auch noch das Tabellenmittelfeld in dieser Hinrunde ins Blickfeld nehmen. Daher darf man auf die kommenden Wochen gespannt sein, denn schon am 05.01.2020 geht es dann zu Hause gegen die SG H2Ku Herrenberg weiter.