09.12.2019 13:29 Uhr - 2. Bundesliga - PM Halle-Neustadt, red

SV Union Halle-Neustadt gibt klare Führung gegen VfL Waiblingen aus der Hand

Das Abwehrzentrum von Halle-Neustadt stand kompaktDas Abwehrzentrum von Halle-Neustadt stand kompakt
Quelle: Michael Vogel, SVUH
Der SV Union Halle-Neustadt hat am Samstagabend gegen den VfL Waiblingen die ersten Punkte in der 2. Bundesliga abgegeben. Gejubelt hat am Ende nur eine Mannschaft und das waren die Gäste. In der 51. Minute lag der Favorit aus Halle noch mit 27:22 in Führung. Am Ende kann man aber auch über das 28:28 glücklich sein, denn ein Sieg wäre für den VfL Waiblingen möglich gewesen. Die Gäste führten nur in der Anfangsphase und in der Schlussphase der Partie. Die Wildcats hatten das Spiel über weite Strecken im Griff. Erfolgreichste Spielerinnen beim Gastgeber waren Sophie Lütke und Saskia Lang mit 6 Toren. Bei Waiblingen war Tanja Padutsch und Simona Nikolovska mit 7 Treffen die besten Torschützen.

Es läuft die 51. Spielminute und 481 Zuschauer sehen, wie Tanja Logvin für ihr Team eine Auszeit einberuft. Auf der Anzeigentafel steht eine 27:22-Führung für den Tabellenführer und die meisten rechnen mit einem weiteren Sieg für den SV Union Halle-Neustadt. Gästetrainer, Nicolaj Andersson nutzt das Team-Out effizienter und schickte sein Team in einen fulminanten Endspurt.

Der Gast aus Baden-Württemberg war gut auf den Favoriten aus Halle eingestellt. Eine offensiv ausgerichtete Abwehrformation forderte die Wildcats im gesamten Spielverlauf. Die torgefährliche Achse mit Sophie Lütke und Saskia Lang kam nicht richtig ins Spiel. Als sich dann auch immer mehr ungewohnte technische Fehler bei den Hallenserinnen einschlichen, witterten die Gäste noch mal ihre Chance und arbeitet sich Tor um Tor ran.

Logvin: "Nur auf dem Papier Tabellenführer"




In der 57. Minute brachte Ann Kynast per Siebenmeter Waiblingen sogar mit einem Tor (27:28) in Führung. Danique Boonkamp konnte dann zwei Minuten vor der Schlusssirene den Endstand zum 28:28 erzielen.

Während Waiblingen den einen Punkt feierte, sah man lange Gesichter bei den Wildcats. Die Schwachstellen waren offensichtlich und zogen sich wie ein roter Faden durch das Spiel. Wie bereits in Freiburg war der SV Union Halle-Neustadt vor allem über die Außenpositionen verwundbar. Insgesamt 14 Tore konnten die Flügelspielerinnen des VfL Waiblingen erzielen.

"Ich bin unglaublich frustriert über das Ergebnis. Keiner meiner Spielerinnen hat heute 100- prozentige Leistung erbracht. Wir waren nur auf dem Papier Tabellenführer aber nicht im Kopf", bilanzierte Union-Trainerin Tanja Logvin.