08.12.2019 13:19 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

"Phasenweise eine Katastrophe": Rödertalbienen mit Arbeitssieg über Werder Bremen

Pavlina Novotna erzielte ihr PremierentorPavlina Novotna erzielte ihr Premierentor
Quelle: Stefan Michaelis, HCR
Die Handballerinnen des SV Werder Bremen warten weiterhin auf den zweiten Saisonsieg. Beim HC Rödertal verlieren die Bremerinnen am Ende mit 27:34. Nachdem es für Werder in der ersten Halbzeit beim Pausenstand von 15:15 noch ganz gut ausschaute, reichten am Ende aber auch die 11 Tore von Denise Engelke nicht für einen Punktgewinn.

Werder fand zunächst gut in das Spiel und ging mit 4:2 (5.) in Führung. Bei Rödertal, das bis auf Thilde Boesen (anhaltende Rückenprobleme) war es vor allem Ivanauskaite, die ihr Team im Spiel hielt und beim 4:5 (10.) die Führung erzielte.

Werder steckte aber nicht auf und holte sich die Führung zurück, eine Minute vor dem Pausenpfiff lagen die Grün-Weißen beim 15:13 mit zwei Toren vorne. Doch zur Pause hieß es dann doch nur 15:15. "Wir müssen die Führung mit in die Pause nehmen", ärgerte sich Werder-Coach Dominic Buttig nach dem Spiel, wo die fünffache Torschützin Rabea Pollakowski den Sächsinnen mit einem Doppelpack noch das Remis gerettet hatte.

Buttig: "Spiegelt nicht den Spielverlauf wider"




Nach der Pause geriet Bremen dann wieder in Rückstand, ließ die Gastgeberinnen aber nicht davonziehen. Ein Doppelschlag von Denise Engelke brachte Werder beim 21:20 (40.) wieder in Führung. Bienen-Coach Mühlner nahm sein zweites Time-Out und brachte die flinke Pavlina Novotná für den Rückraum. Eine doppelte Zeitstrafe gegen Bremen nutzten die "Rödertalbienen" aber um sich die Führung zurückzuholen.

Nach einem weiteren verwandelten Strafwurf von Höbbel konnte Ivanauskaite den Platz in Überzahl nutzen und traf zur 22:21-Führung. Nun waren es die Bremerinnen, die sich zu viele Fehler erlaubten. So schloss Ossenkopp von außen zum 23:21 ab. In der Schlussviertelstunde schaffte es Bremen nicht mehr das Blatt zu wenden.

Zwar versuchen die Bremerinnen mit wechselnden Abwehrformationen nochmal alles, doch Rödertal baut die Führung weiter aus. Beim 26:22 war Mauksch im Glück, als ihr Ball vom Pfosten noch ins Tor prallte. Beim 23:28 betrug der Rückstand fünf Tore und den Bremerinnen schwanden die Kräfte, sodass es nicht mehr zu einer Aufholjagd kam.

Mühlner: "Haben uns wirklich schwergetan"




"Am Ende ist die 27:34-Niederlage aus meiner Sicht zu deutlich und spiegelt nicht den Spielverlauf wider", so Werder-Trainer Buttig nach dem Spiel, der bei seiner Mannschaft viele gute Momente gesehen hat, aber auch einsehen muss, dass es mit der dünnen Personaldecke gegen einen gestandenen Zweitligisten wie Rödertal am Ende nicht zum Punktgewinn reicht: "In der ersten Halbzeit haben wir gut verteidigt, doch es hat auch viel Kraft gekostet. Da sind es dann am Ende Kleinigkeiten, die so ein Spiel kippen lassen."

"Wir haben uns heute wirklich schwergetan und nicht so ins Spiel gefunden, wie wir uns das vorgestellt hatten. Da haben wir im Angriff einige 100%ige Chancen liegen gelassen. Über die Spieldauer wurden wir dann souveräner und konnten zum Ende unsere Möglichkeiten ausnutzen. Phasenweise war es jedoch eine Katastrophe, da gibt es nichts zu beschönigen. Trotzdem freuen wir uns natürlich darüber, dass die beiden Punkte bei uns bleiben", bilanzierte HCR-Trainer Frank Mühlner.



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