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08.12.2019 11:29 Uhr - Weltmeisterschaft - chs

Eckerle-Show bringt Deutschlands Handballerinnen Derbysieg gegen Niederlande und Führung in WM-Hauptrunde

Kim Naidzinavicius und Dinah EckerleKim Naidzinavicius und Dinah Eckerle
Quelle: Marco Wolf
Eine herausragende Dinah Eckerle, die am Ende 19 Paraden zu Buche stehen hatte, war Deutschlands Sieggarant für das 25:23 (11:12) gegen die Niederlande. Auch der EM-Dritte hatte mit Tess Wester eine Leistungsträgerin zwischen den Pfosten. Emily Bölk (6) und Kim Naidzinavicius (5) waren Toptorjägerinnen im DHB-Team, Kelly Dulfer traf viermal bei den Niederlanden.

"Ein schnelles und spannendes Spiel" hatte Dinah Eckerle im Vorfeld prognostiziert und die Torhüterin sollte mit ihren Paraden gleich für einen guten Start für ihr Team sorgen. Da machte es auch nichts, dass Kapitänin Kim Naidzinavicius erst im vierten Anlauf (4.) den Auftakttreffer setzen sollte.

Die Niederlande fanden nicht ihren Rhythmus, Trainer Emmanuel Mayonnade zog schon nach sieben Minuten und angesichts eines 4:1 aus deutscher Sicht die Notbremse mit einer Auszeit ziehen. Der EM-Dritte fing sich, war dann auch schnell in Schlagdistanz und im dritten Anlauf gelang Kelly Dulfer der 5:5-Ausgleich (12.).

Schwache Chancenverwertung verhindert größeren Vorsprung




Das Manko des DHB-Teams war auch schon beim guten Start die schwache Chancenverwertung, die eine höhere Führung verhinderte und auch den Vorsprung schnell abschmelzen ließ. Positiv waren die Abwehr und auch ein schnelles Umschalten, die Deutschland auch wieder ermöglichten die Vorlage zu halten. Allerdings stellte die frühere Oldenburgerin Tess Wester mit ihren bis zum Seitenwechsel bereits zehn Paraden immer wieder ihre Klasse unter Beweis, hielt ihr Team so im Spiel.

Ein Rückschlag für die Niederlande war die frühe zweite Zeitstrafe gegen Danick Snelder (18.), doch wieschon bei den ersten beiden Überzahlsituationen verpasste es Deutschland daraus Kapital zu schlagen und so war es dann sogar in Unterzahl Debbie Bont, die das dritte niederländische Tor in Serie beim 7:8 zur ersten Führung erzielte. Als daraufhin Estavana Polman vor den Augen ihres Lebensgefährten Rafael van der Vaart zum 8:9 (22. ) stellte, musste auch Henk Groener die erste Auszeit nehmen.

Beim DHB-Team kassierste wenig später Shenia Minevskaja die erste Zeitstrafe und der EM-Dritte nutzte die Überzahl um auf drei Tore (8:11) wegzuziehen. Das DHB-Team zeigte aber die richtige Reaktion, hatte sogar nach drei starken Paraden von Dinah Eckerle zweimal den Ausgleich auf der Hand - Amelie Berger und Ina Großmann ließen aber frei von außen die Würfe liegen. Doch auch die Niederlande agierten nicht immer mit der nötigen Ruhe und schlossen überhastet ab. Am Ende nahm das DHB-Team ein knappes 11:12 in die Pause.

Eckerle nicht zu überwinden




Die Angriffseffektivität war bei beiden Teams ausbaufähig, insgesamt 33 Angriffe hatten beide Mannschaften in den ersten dreißig Minuten gefahren und in Halbzeit zwei übernahm nun vor allem Emily Bölk im deutschen Team die Verantwortung und und sorgte mit zwei Toren für das 13:13 (33.) Hinten war es Dinah Eckerle, die mit weiteren Paraden dafür sorgte, dass Amelie Berger im Konter zum 14:13 (35.) die Führung wieder zum DHB-Team holte.

Es war ein Spiel auf Augenhöhe, wo die französischen Spitzenschiedsrichterinnen Julie und Charlotte Bonaventura beim Stand von 14:14 eine durchaus unglückliche Figur machten. Während die Torschiedsrichterin nach ienem Durchbruch von Kim Naidzinavicius gegen Vereinskolleging Laura van der Heijden schon auf Siebenmeter entschieden hatte, überstimmte die Feldschiedsrichterin ihre Zwillingsschwester - eine klare Fehlentscheidung, wenngleich folgenlos aus deutscher Sicht.

Dinah Eckerle war in den Köpfen der Niederländerinnen angekommen, zudem gelang es in Überzahl eine Zeitstrafe gegen Laura van der Heijden auszunutzen, um sich dann zum 16:14 (40.) zu lösen. Es wäre durchaus noch mehr drin gewesen, wenn auf der Gegenseite nicht Tess Wester weiterhin auch Topparaden zeigte. So blieb es weiterhin ein Krimi, wo Deutschland leichte Vorteile besaß und Alicia Stolle sich zum 19:16 (44.) durchtankte.

Lauenroths Kempator entscheidet spannende Partie




Zeit für den niederländischen Bondscoach Emmanuel Mayonnade, um seine zweite Auszeit zu nehmen. Aber gegen Dinah Eckerle hatte auch der Franzose kein Patentrezept griffbereit, auf der Gegenseite stellte Amelie Berger erstmals auf vier Tore Vorsprung. Antje Lauenroth hatte sogar mit einem Gegenstoß eine noch höhere Führung auf der Hand, Wester war jedoch zur Stelle.

Die U20-Weltmeisterin von 2008 auf der linken Außenbahn gewann wenig später aber das Duell gegen ihre ehemalige Teamkollegin und netzte ein und als Alicia Stolle auf 22:17 (48.) stellte, musste Emmanuel Mayonnade seine letzte Auszeit nehmen. Mit zwei schnellen Gegentoren der Dortmunderinnen Merel Freriks und Kelly Dulfer setzte der EM-Dritte ein kleines Signal, auch Henk Groener nahm noch einmal eine Auszeit um Ruhe ins deutsche Spiel reinzubringen.

Mit einer starken Finte konnte Kim Naidzinavicius dann in die niederländische Deckungslücke stoßen und mit dem 23:19 das DHB-Team auf Kurs halten. Die Zeit lief den Niederländerinnen immer mehr davon, Deutschland ließ aber die Chance auf eine erneute Fünf-Tore-Führung dreimal verstreichen. Als sich Kramer danach auf halbrechts zum 24:21 durchtankte und die Niederländerinnen auf eine 5:1-Abwehr mit Kelly Dulfer auf der Spitze umstellte, nahm Henk Groener seine letzte Auszeit.

Die Niederländerinnen agierten in der Endphase mit eine 3:2:1-Formation und bereiteten dem deutschen Team Probleme. Kim Naidzinavicius und Alina Grijseels unterliefen zwei technische Fehler. Glück für das DHB-Team war, dass auch die Niederländerinnen nur eine Chance von Kramer nutzen konnten. Mit einem spektakulären Tor wurde dann die Partie entschieden, nachdem unter Passivvorwarnzeichen Alicia Stolle einen Einwurf erkämpft hatte. Amelie Berger gelang der Geniestreich mit dem Kempaanspiel auf Antje Lauenroth, die den erlösenden Treffer zum 25:22 setzte. Mehr als ein Siebenmetertor durch Angela Malestein gegen Isabell Roch sollte Oranje nicht mehr gelingen.

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