03.12.2019 18:56 Uhr - Weltmeisterschaft - Wieland Berkholz

Klavs Bruun Jörgensen: "Die deutsche Mannschaft hat uns nicht überrascht"

Sarah Iversen: "Wir haben das Spiel im Angriff verloren"Sarah Iversen: "Wir haben das Spiel im Angriff verloren"
Quelle: Marco Wolf
Die deutschen Frauen jubelten am Ende nicht nur über den 26:25-Erfolg gegen Dänemark sondern auch über das Ticket in die Hauptrunde. Die dänischen Hoffnungen auf diese erhielten unterdessen nach dem Remis gegen Korea einen weiteren Dämpfer. Dabei zeigte sich Klavs Bruun Jörgensen mit der Leistung seines Teams nicht unzufrieden, die Chancenverwertung und die Anzahl der technischen Fehler aber war das Manko. "Jetzt geht es nur darum die Hauptrunde zu erreichen, was in den verbleibenden Begegnungen gegen Brasilien und Frankreich eine schwere Aufgabe wird", so der Trainer der dänischen Auswahl.

"Der Beginn der Begegnung hat mir gut gefallen. Wir haben viele Chancen herausgespielt, doch diese nicht verwandeln können. Dadurch hat das Team aufgrund des hohen Rückstandes die Sicherheit verloren", haderte Klavs Bruun Jörgensen mit der Anfangsphase, nach einem schnellen 0:3 geriet sein Team mit 4:10 in Rückstand.

"Danach waren wir immer in der Aufholjagd", so der Trainer der Däninnnen, die noch im ersten Abschnitt auf ein Tor herankamen und beim 22:22 auf Augenhöhe lagen - dann aber die Chance auf die Führung nicht nutzten und sich am Ende geschlagen geben mussten.

"Obwohl ich eigentlich ein gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen habe fehlte in den entscheidenden Momenten die Konzentration, um das Spiel zu drehen. Wir haben weiterhin gute Chancen vergeben und auch in der zweiten Hälfte technische Fehler begangen", so Klavs Bruun Jörgensen, der allerdings auch einen starken Gegner erwartet hatte: "Die deutsche Mannschaft hat uns nicht überrascht", so der Däne.

Sarah Iversen: "Wir haben das Spiel im Angriff verloren"




"Dinah Eckerle machten einen sehr guten Job. Das war ein großes Problem in der ersten Hälfte", erklärte Anne Mette Hansen. "Normalerweise ist unsere Ausgeglichenheit unsere Stärke, doch heute hat es nicht wie gewünscht funktioniert. Die deutsche Mannschaft hat einige große und physisch starke Spielerinnen und wir waren eigentlich gut vorbereitet. Am Ende hat uns unsere Chancenverwertung um einen Erfolg gebracht."

Das sah auch Mie Höjlund so: "Nach den vielen verworfenen Chancen zu Beginn lief unser Angriffsspiel in der Folge nicht mehr richtig rund. In der zweiten Hälfte waren wir oft dran. Aber in den entscheidenden Momenten haben wir uns gegenseitig angeschaut und gehofft, dass irgendeine von uns die entscheidenden Würfe setzen würde, um das Spiel zu drehen."

"In der Abwehr standen wir gut mit einer guten Sandra Toft. Das Spiel haben wir im Angriff verloren", erklärte Kristina Jörgensen. Sarah Iversen stimmte zu: "Wir haben das Spiel im Angriff verloren. Wir haben nicht so viele Tore wie gewohnt erzielt und jeder dumme Fehler wurde vom Gegner auch prompt bestraft." Auf die Frage nach dem Vergleich zum Remis gegen Korea fügte sie an: "Es war eigentlich einfacher, da wir wussten was uns erwartet und das Spiel keine Überraschungen hatte. Am Ende haben sie ihre Chancen besser genutzt."

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