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03.12.2019 16:26 Uhr - Weltmeisterschaft - dpa, HP DHB und Wieland Berkholz

"Herz, Leib und Seele": Deutsche Handballerinnen feiern vorzeitigen Einzug in die WM-Hauptrunde

Kim Naidzinavicius: "Haben es geschafft, immer wieder einen draufzusetzen, wenn es einmal eng wurde."Kim Naidzinavicius: "Haben es geschafft, immer wieder einen draufzusetzen, wenn es einmal eng wurde."
Quelle: Marco Wolf
Den vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde der WM in Japan feierten die deutschen Handballerinnen mit einem kurzen Freudentanz auf dem Spielfeld. Sogar ein paar wenige deutsche Fans jubelten der DHB-Auswahl nach dem 26:25 (13:11)-Erfolg in Kumamoto gegen Dänemark zu. Aber nicht lange nach dem ersten Pflichtspielsieg gegen den Rekord-Olympiasieger seit 19 Jahren ging es am Dienstagabend (Ortszeit) schon wieder in die Betten - mit dem Haken hinter dem ersten Ziel. "Ich bin unglaublich froh und unglaublich stolz auf die Mannschaft", sagte Kapitänin Kim Naidzinavicius.

Nach dem knappen aber verdienten Erfolg gegen Dänemark brauchte die deutsche Mannschaft ihren Schlaf, weil es schon am Mittwoch (11.00 Uhr/MESZ) gegen Welt- und Europameister Frankreich weitergeht. "Wir haben bewiesen, wozu wir fähig sind. Ich glaube, dass auch die Franzosen ihren besten Handball spielen müssen, um uns zu schlagen", sagte Naidzinavicius.

Mit einer makellosen Bilanz von nun 6:0 Punkten kann Tabellenführer Deutschland nicht mehr von einem der ersten drei Plätze der Gruppe B verdrängt werden - der Einzug in die Hauptrunde ist somit perfekt. Doch auch wenn selbst zwei Niederlagen das Ticket nicht mehr gefährden, für die deutschen Frauen geht es gegen Frankreich und insbesondere gegen Korea, das morgen mit einem Sieg gegen Außenseiter Australien ebenfalls den Einzug in die nächste Runde vorzeitig perfekt machen kann, um eine optimale Ausgangslage für die Hauptrunde, in die die untereinander erzielten Ergebnisse mitgenommen werden.

Ruft die DHB-Auswahl eine Leistung wie gegen Dänemark ab, ist eine weitere Überraschung möglich. Während der gesamten Partie lagen die Däninnen nicht einmal in Führung. Die deutsche Mannschaft legte genauso los, wie Bundestrainer Henk Groener es sich erhofft hatte: Mit einer starken Abwehr - und einer überragenden Torhüterin Eckerle.

"Alle Spielerinnen sind mit Herz, Leib und Seele in der Abwehr an die Sache rangegangen, alle haben die Absprachen eingehalten und auf jeder Position top gearbeitet", lobte Bundestrainer Henk Groener seine Defensive. Nach dem zwischenzeitlichen 10:4 kam Dänemark wieder auf, doch die deutschen Frauen blieben stabil und ließen sich auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich nicht aus dem Tritt bringen. Ein Doppelschlag zum 24:22 ebnete den Weg zum 26:25-Erfolg.

Stolle: "So gut sind wir noch nie in ein Spiel gestartet"




"Wir hatten einen Super-Start, und wir hatten die Dänen in der Abwehr voll im Griff. Danach haben wir uns aber schon vor der Pause eine hektische Phase geleistet, in der wir durch leichte Fehler Dänemark wieder ins Spiel bringen. Das haben wir aber wieder in den Griff bekommen, haben mit Ausnahme des 22:22 immer geführt. Und zum Glück machen wir am Schluss die wichtigen Tore, nachdem wir uns nach der Pause an der dänischen Torfrau die Zähne ausgebissen hatten", ließ Groener die Partie noch einmal Revue passieren.

"So gut sind wir noch nie in ein Spiel gestartet und haben über das ganze Spiel gesehen weniger Fehler gemacht. Von daher freuen wir uns über einen verdienten Sieg", atmete Alicia Stolle auf und führte aus: "Zu Beginn hat die Abwehr mit der überragenden Dinah im Tor hervorragend funktioniert. Ich bin froh, dass ich am Ende noch den letzten Treffer machen konnte, nachdem zuvor der Ball nicht ins Tor ging."

"Wir sind super ins Spiel gekommen, haben eine tolle Abwehr gespielt und Dinah hat die freien Bälle abgewehrt. Wir haben das Spiel über den Kampf und die Abwehr gewonnen", konstatierte Alina Grijseels, die anfügte: "Wir hatten schon in der Vorbereitung den kompletten Fokus auf die Abwehr gelegt - und wie sich heute jede reingeschmissen hat, war einfach wahnsinnig gut."

Naidzinavicius: "Gute Abwehr hat viel mit Selbstbewusstsein zu tun"




"Ich bin unglaublich froh und unglaublich stolz auf die ganze Mannschaft. Der Anfang war überragend und hat uns bis zum Ende auch das ganze Spiel gerettet, weil die Dänen immer diesen Vorsprung aufholen mussten", so Kapitänin Kim Naidzinavicius auf der Homepage des DHB.

"Es war klar, dass wir dieses Niveau nicht über 60 Minuten halten konnten. Wir haben es aber geschafft, immer wieder einen draufzusetzen, wenn es einmal eng wurde, egal, ob durch eine Parade von Dinah oder ein wichtiges Tor", strahlte Naidzinavicius nach dem wichtigen Erfolg.

"Unsere derzeit so gute Abwehr hat viel mit Selbstbewusstsein zu tun. Auch daher war der gute Start so wichtig, weil wir uns selbst bewiesen haben, wie gut die Abwehr stehen kann. Zudem haben wir in allen drei Spielen gesehen, dass - egal wer reinkommt - jeder seinen Teil zum Erfolg beiträgt. Es wird sich im Verlauf des Turniers hoffentlich noch auszahlen, dass wir uns die Kräfte so gut einteilen können", so Naidzinavicius weiter.

"Das war ein Spiel zum verrückt werden, einfach nur mit Mega-Emotionen. Jede hat jede unterstützt, egal, ob auf dem Feld oder auf der Bank. Die Spannung war zum Greifen, und man hat gesehen, dass wir diesen Sieg absolut wollten. Jetzt sind wir so glücklich, dass wir das geschafft haben", sprudelte es aus Maren Weigel.

"Man hat am Ende einfach nur noch von Angriff zu Angriff gedacht, in der Abwehr die Bälle zu holen, aber am besten war es, erst gar nicht so viel drüber nachzudenken. Entscheidend waren die Aggressivität in der Abwehr und natürlich die starke Torhüterleistung", so die Metzingerin.

Gegen Frankreich "befreit und locker aufspielen"




"Unser nächster Gegner Frankreich ist nicht so ins Turnier gestartet, wie sie es wollten, sie werden daher alles in die Waagschale werfen und sehr aggressiv aufspielen. Sie werden versuchen, ihre Schnelligkeit zu nutzen, aber wir werden alles dagegensetzen, was wir haben. Schauen wir, was rauskommt", blickte Weigel nach vorne.

"Jetzt müssen wir vor dem Frankreich-Spiel so schnell wie möglich regenerieren. Wir können befreit und locker in diese Partie gehen, denn wir haben bewiesen, zu was wir fähig sind. Die Franzosen müssen ihren besten Handball spielen, um uns zu schlagen", betonte Naidzinavicius.

"Gegen Frankreich wird es ein anderes Spiel, Frankreich steht etwas unter Druck, dennoch erwarten wir eine starke französische Mannschaft. Aber wir können selbstbewusst auftreten, denn was wir bis jetzt gezeigt haben, ist einfach nur gut", so Grijseels.

Video: Highlights und gesamtes Spiel relive




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