02.12.2019 16:24 Uhr - 2. Bundesliga - PM HBF

HBF kompakt: Halle-Neustadt weiter mit weißer Weste, Spreefüxxe verlieren Topspiel

Vanessa Nagler und die Waiblinger Tigers siegten heute gegen RödertalVanessa Nagler und die Waiblinger Tigers siegten heute gegen Rödertal
Quelle: Michael Schmidt
Der SV Union Halle-Neustadt ist in der 2. Bundesliga der Frauen weiterhin nicht zu stoppen: Am Samstag setzte sich der Spitzenreiter ungefährdet mit 33:23 bei der HSG Freiburg durch und feierte somit den zehnten Sieg im zehnten Spiel. Erster Verfolger ist nun der BSV Sachsen Zwickau, der sich in einem packenden Duell bei den zuvor zweitplatzierten Füchsinnen mit 31:30 durchsetzte. Ebenfalls bei vier Minuspunkten steht Buchholz-Rosengarten, das aus Herrenberg zwei Punkte mit auf die Rückreise nahm.

Der SV Union Halle-Neustadt hatte anfangs noch etwas Mühe bei der HSG Freiburg, am Ende stand jedoch, auch bedingt durch eine Abwehrumstellung, ein klares 33:23 (13:11) zu Buche. "Wenn du in der zweiten Halbzeit 16 technischen Fehler machst, kannst du nicht gegen so eine Spitzenmannschaft wie Halle gewinnen", so fasste Freiburgs Trainer Ralf Wiggenhauser das Spiel am Ende zusammen und Halles Trainerin Tonja Logvin bilanzierte: "Wir haben trotz der Reisestrapazen deutlich gewonnen und das freut mich. Dennoch haben wir heute nicht unser bestes Spiel gemacht. Meine Mannschaft hat in der ersten Halbzeit zu viele Torchancen zugelassen und in der zweiten Halbzeit waren wir in der Offensive nicht immer konsequent genug."

Ärgster Verfolger ist derzeit der BSV Sachsen Zwickau, der das Spitzenspiel bei den Spreefüxxen Berlin knapp mit 31:30 (15:15) für sich entscheiden konnte. In einem von beiden Kontrahenten sehr intensiv geführten Spiel, lagen die Zwickauerinnen über weite Strecken zurück, blieben aber ihrem Spielkonzept treu und konnten sich am Ende hauchdünn durchsetzen.

Zwei Punkte hinter den Sächsinnen und gleichauf mit Berlin ist Vorjahresmeister HL Buchholz 08-Rosengarten, denen ein 37:29 (17:14) bei der SG H2Ku Herrenberg gelang. "Alles was wir uns für dieses schwere Auswärtsspiel vorgenommen haben, konnten die Spielerinnen weitgehend umsetzen. Wie immer lag bei uns der Schlüssel zum Sieg in der starken Abwehr, angefangen mit der tadellosen Leistung unserer Torhüterin Mareike Vogel", so Luchse-Trainer Dubravko Prelcec.

Einen Rückschlag erlitt hingegen der HC Rödertal, der sich beim VfL Waiblingen mit 27:29 (17:16) geschlagen geben musste. Zu den Sächsinnen aufgeschlossen hat unter anderem der TSV Nord Harrislee, der den HC Leipzig mit 34:30 (18:14) bezwingen konnte. Ebenfalls 12:8 Zähler wie Rödertal und Harrislee und einen Punkt vor Waiblingen und Herrenberg liegt der TuS Lintfort, der bei Schlusslicht HSV Solingen-Gräfrath am Ende klar mit 34:23 (14:12) gewinnen konnte. "Ab der 10. Minute haben wir das Spiel deutlich dominiert und eine starke Leistung abgerufen" freute sich Bettina Grenz-Klein, Trainerin beim TuS Lintfort.

Auf Platz 10 vorgearbeitet hat sich der TVB Wuppertal mit dem 31:24 (13:10) beim Tabellenvorletzten SV Werder Bremen. Für Werder-Trainer Dominic Buttig war es nach dem Schlusspfiff schwer die passenden Worte zu finden: "Es ist schwer zu sagen, woran es am Ende genau lag. Wir haben zu viele Fehlwürfe gehabt und Würfe wo wir die Torhüterin abwerfen, das macht es uns dann schwer so ein Spiel zu gewinnen." Leichter fiel ein Fazit dann schon bei Gästetrainerin Dagmara Kowalska: "Heute kann ich wirklich stolz und zufrieden sein, denn die Mädels haben eine ganz starke Teamleistung gezeigt. Das war ein großer Schritt nach vorne! Ein bisschen hervorheben muss ich jedoch noch Dana Centini, die heute grandios gehalten hat!"

Von den Hanseatinnen abgesetzt und auf Rang 12 vorgearbeitet hat sich die SG 09 Kirchhof, die das Duell gegen die TG Nürtingen mit 28:26 (16:13) für sich entschied. "Wir hatten das Spiel im Griff. Deswegen gab es keine Zweifel, dass wir nach Bremen auch diese wichtige Partie für uns entscheiden werden", betonte Spielmacherin Mariel Beugels, auch wenn Nürtingen zunächst noch vorlegte und TGN-Coach Stefan Eidt erklärte: "Wir hätten in Überzahl effektiver handeln müssen, ich kann meiner Mannschaft aber in kämpferischer Hinsicht keine Vorwürfe machen." Kirchhof ist nun punktgleich mit Leipzig und hat zwei Punkte Rückstand auf Wuppertal und Freiburg. Nürtingen bleibt mit 4:16 Punkten auf Rang 14, knapp vor Bremen (3:17) und Solingen-Gräfrath (1:19).

Aktueller Spieltag:


TSV Nord Harrislee 34:30
(18:14)
HC Leipzig
Solingen-Gräfrath 23:34
(12:14)
TuS Lintfort
VfL Waiblingen 29:27
(16:17)
HC Rödertal
Füchse Berlin 30:31
(15:15)
BSV Sachsen Zwickau
SV Werder Bremen 24:31
(10:13)
TVB Wuppertal
SG H2Ku Herrenberg 29:37
(14:17)
Buchholz-Rosengarten
HSG Freiburg 23:33
(11:13)
SVU Halle-Neustadt
SG 09 Kirchhof 28:26
(16:13)
TG Nürtingen

Tabelle 2. Bundesliga Frauen




Pl. Team Sp. TD Pkt.
1. SV Union Halle-Neustadt 10 63 20:0
2. BSV Sachsen Zwickau 10 33 16:4
3. HL Buchholz-Rosengarten 9 63 14:4
4. Füchse Berlin 9 19 14:4
5. TSV Nord Harrislee 10 28 12:8
6. HC Rödertal 10 12 12:8
7. TuS Lintfort 10 2 12:8
8. VfL Waiblingen 10 -1 11:9
9. SG H2Ku Herrenberg 10 -4 11:9
10. TVB Wuppertal 10 -18 8:12
11. HSG Freiburg 10 -33 8:12
12. SG 09 Kirchhof 10 -15 6:14
13. HC Leipzig 10 -28 6:14
14. TG Nürtingen 10 -22 4:16
15. SV Werder Bremen 10 -50 3:17
16. HSV Solingen-Gräfrath
10 -49 1:19

Nächste Spiele:




TG Nürtingen
06.12.19
 20:00h
SG H2Ku Herrenberg
BSV Sachsen Zwickau
07.12.19
 17:00h
HSG Freiburg
TuS Lintfort
07.12.19
 17:30h
SG 09 Kirchhof
HC Rödertal
07.12.19
 17:30h
SV Werder Bremen
TVB Wuppertal
07.12.19
 18:45h
Füchse Berlin
Buchholz-Rosengarten
07.12.19
 19:00h
TSV Nord Harrislee
SVU Halle-Neustadt
07.12.19
 19:00h
VfL Waiblingen
HC Leipzig
08.12.19
 16:00h
Solingen-Gräfrath


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