30.11.2019 10:52 Uhr - 2. Bundesliga - Edte, Gohlke - PM Vereine

Red Sparrows der HSG Freiburg haben gegen den SV Union Halle-Neustadt "nichts zu verlieren"

Freiburg kann dank bereits vier Siegen in der Saison gegen den Spitzenreiter befreit aufspielenFreiburg kann dank bereits vier Siegen in der Saison gegen den Spitzenreiter befreit aufspielen
Quelle: Red Sparrows Freiburg
Mit einem spielfreien Wochenende im Rücken stehen die Red Sparrows vor dem zweiten Heimspiel in Folge und wollen den Ligaprimus ärgern. Denn der SV Union Halle-Neustadt ist aktuell das Maß aller Dinge in der 2. Handball Bundesliga: Mit 18:0 Punkten sind sie ungeschlagener Tabellenführer, mit 269 Treffern der beste Angriff und mit nur 216 zugelassenen Gegentreffern stellen sie eine der besten Defensiven der Liga. Allerdings sind die Freiburgerinnen in dieser Saison durchaus für Überraschungen gut.

Die geballte Offensivpower der Wildcats spiegelt sich auch in ihren beiden Topscorerinnen Sophie Lütke und Saskia Lang wieder. Beide sind in der Scorerliste der 2. Liga in den Top10 vertreten und mit der Lörracherin Saskia Lang, einer ehemaligen Nationalspielerin, gelang den Hallensern ein wahrer Transfer-Coup. Trainiert wird die Mannschaft aus Sachsen Anhalt von der Österreicherin Tatjana Logvin, die als Spielerin unter anderem die Champions League gewann.

Auf dem Papier herrscht in diesem Duell also ein klarer Klassenunterschied. Dementsprechend sehen sich die Red Sparrows in der Außenseiterrolle: "Das sind einfach großartige Namen, die da gegen uns stehen und von demher ist das auch eigentlich das einfachste Spiel bisher, denn kein Mensch rechnet mit irgendwas von uns", erzählt Ralf Wiggenhauser und fügt hinzu: "Wir müssen uns auf die offensive Abwehr einstellen und müssen mehr unsere Torchancen nutzen. Aber letztlich gehen wir locker in die Partie. Wir haben nichts zu verlieren!"

Es ist übrigens das erste Mal, dass sich die beiden Teams gegenüberstehen. Die bisherigen Punkte holte das Team von Trainer Ralf Wiggenhauser bisher zuhause gegen Waiblingen, Lintfort und Solingen-Gräfrath. Auswärts konnte man vor wenigen Wochen überraschend beim HC Leipzig punkten. Leistungsträgerin, auf welche die Hallenserinnen ein besonderes Auge haben müssen, ist Nadine Czok. Die Rückraumspielerin spielt seit 2014 bei der HSG und ist mit ihren 1,73 Meter zwar nicht groß aber dafür sehr schnell und dynamisch.

Der Tabellenführer aus Halle hat bereits am Freitag die Reise in das 630 Kilometer entfernte Freiburg angetreten. Tanja Logvin kann auf den kompletten Kader zurückgreifen, muss aber auch auf Unterstützung aus dem Juniorteam verzichten. Die zweite Mannschaft des SV Union Halle-Neustadt spielt ebenfalls am Samstag in der 3. Liga beim Thüringer HC II. Die Mannschaft der Wildcats, nutzte die späte Anwurfzeit um noch einen Bummel durch die Freiburger Innenstadt zumachen. Für Saskia Lang ist das Spiel eine Rückkehr in die Heimat. Die Rückraumspielerin, begann beim TV Grenzach mit Handball spielen und ist in der Region um Freiburg aufgewachsen.