29.11.2019 14:14 Uhr - Weltmeisterschaft - chs

Handball-Weltmeisterschaft der Frauen - Die Gruppe D im Kurzportrait

Topstar Russlands: Anna VyakhirevaTopstar Russlands: Anna Vyakhireva
Quelle: sporteye.de
Am Samstag beginnt die 24. Handball-Weltmeisterschaft der Frauen. Zeit für Handball-World in den kommenden Tagen einen ersten Blick auf die vier Vorrundengruppen zu geben, aus denen die ersten drei Mannschaften am Ende in die Hauptrunde einziehen. Zum Abschluss blicken wir auf die Gruppe D, wo neben Gastgeber Japan vor allem Rekordweltmeister Russland und Schweden die Hauptkandidaten auf die drei Hauptrundentickets sind.

Gastgeber Japan musste kurz vor dem Turnierbeginn noch den verletzungsbedingten Verlust von Kapitänin Nozomi Hara verkraften. Die Vorbereitung verlief jedoch durchwachsen, mit Niederlagen gegen Deutschlands Vorrundengegnern Frankreich und Brasilien sowie einem Remis gegen Slowenien konnte man kaum Selbstbewusstsein tanken. Mit Dortmunds Asuka Fujita und Ayaka Ikehara von NFH Nykøbing haben die Asiatinnen gleich zwei Topstars auf Rechtsaußen, ein verlässlicher Rückhalt ist zudem die ehemalige norwegische Nationalspielerin Sakura Kametani, die bei ESBF Besancon spielt.

Als Gruppenfavorit geht hingegen Russland ins Turnier. Der Olympiasieger kann auf viele etablierte Spielerinnen der russischen Superliga und mit Siegen beim Seoul Cup über Deutschlands Vorrundengegner Korea, Serbien und Ungarn hat man kräftig was für das Selbstvertrauen getan. Spitzenspielerin ist Anna Vyakhireva, die auch beim Vorbereitungsturnier zum MVP gewählt wurde.

China mit Ex-Bundestrainer auf der Bank




Hauptkonkurrent im Rennen um den Gruppensieg dürfte Schweden werden, wo mit THC-RÜckraumspielerin Mikaela Mässing auch eine Bundesligaspielerin im Kader steht. Ihr Comeback bei den Tre-Kronor gibt dabei Spielmacherin Isabella Gullden, die zuletzt schwangerschaftsbedingt pausierte. Mit den Torhüterinnen Martina Thörn und Jessica Ryde sowie Kreisläuferin Johanna Forsberg und den Rückraumspielerinnen Melissa Petren und Emma Lindqvist stehen gleich fünf Debütantinnen im Aufgebot.

Ein wenig Hoffnung auf die Hauptrunde, zumindest aber auf das beste Resultat der Verbandsgeschichte macht sich hingegen Argentinien. Dafür müsste man Platz 18 aus dem Jahr 2015 überbieten, mit Platz 4 in der Gruppe wäre dieses Ziel bereits erreicht. Für die Südamerikanerinnen ist es die zehnte WM-Teilnahme, davon die neunte in Serie. Aus dem 18-köpfigen Kader spielt der Großteil entweder in der heimischen oder der spanischen Liga. Ausnahmen sind vor allem Linkshänderin Luciana Mendoza (Achenheim-Truchtersheim, Frankreich), Macarena Gandulfo (Cluj-Napoca, Rumänien) und Spielmacherin Elke Karsten (DVSC Debrecen).

Chinas bekanntester Name sitzt hingegen auf der Bank. Ex-Bundestrainer Heine Jensen hat vor dem Turnierstart die Mannschaft von Jörn-Uwe Lommel übernommen. Bei Afrikavertreter DR Kongo hingegen ist mit Christianne Mwasesa auf dem Parkett aktiv, die Rückraumspielerin spielt beim angolanischen Spitzenverein Primeiro de Agosto und hat schon mehrfach die afrikanische Champions League gewonnen.

Der Spielplan der Gruppe




Japan 30.11.2019
07:00 Uhr
Argentinien
Russland 30.11.2019
10:00 Uhr
China
Schweden 30.11.2019
12:30 Uhr
DR Kongo
Argentinien 02.12.2019
07:00 Uhr
Russland
DR Kongo 02.12.2019
10:00 Uhr
Japan
China 02.12.2019
12:30 Uhr
Schweden
Russland 03.12.2019
06:30 Uhr
DR Kongo
China 03.12.2019
09:00 Uhr
Argentinien
Schweden 03.12.2019
11:30 Uhr
Japan
DR Kongo 05.12.2019
07:00 Uhr
China
Japan 05.12.2019
10:00 Uhr
Russland
Schweden 05.12.2019
12:30 Uhr
Argentinien
Japan 06.12.2019
07:00 Uhr
China
Argentinien 06.12.2019
10:00 Uhr
DR Kongo
Russland 06.12.2019
12:30 Uhr
Schweden




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