22.11.2019 19:15 Uhr - Weltmeisterschaft - Björn Pazen, dpa

Deutschlands Handball-Frauen nach Japan aufgebrochen - Entwarnung bei Grijseels

Bundestrainer Henk Groener gab Entwarnung bei Alina Grijseels. Bundestrainer Henk Groener gab Entwarnung bei Alina Grijseels.
Quelle: Michael Schmidt
Die deutschen Handballerinnen sind zur Weltmeisterschaft nach Japan aufgebrochen. Für den langen Flug hat Bundestrainer Henk Groener viel Schlaf verordnet. Aber gleichzeitig sollen sich die deutschen Handballerinnen auf dem Weg nach Japan noch ein paar Gedanken zur anstehenden WM und der Niederlage im letzten Test machen.

"Wir haben den Freitagvormittag genutzt, um die Partie noch einmal zu analysieren und die Baustellen zu besprechen", sagte Groener kurz vor dem Abflug am Freitagnachmittag von Frankfurt nach Tokio.

Am Abend zuvor hatte die Auswahl des Deutschen Handballbunds von Montenegro die Grenzen aufgezeigt bekommen, vor rund 1.800 Fans in Stuttgart setzte es eine 29:33 (16:17)-Niederlage.

Nach sieben ungeschlagenen Spielen war die WM-Generalprobe vom Ergebnis her ein Dämpfer, Groener aber sieht dies anders: "Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, haben aber auch noch viel Arbeit vor uns", sagte der Niederländer, der seine erste WM als Bundestrainer vor sich hat.

Entwarnung bei Grijseels




Eine Schrecksekunde mussten die deutschen Spielerinnen zudem Mitte der zweiten Halbzeit überstehen, als Spielmacherin Alina Grijseels von einer Gegenspielerin im Gesicht getroffen wurde. Während die Gästespielerin mit Rot vom Feld musste, wurde Grijseels minutenlang behandelt, es gab es aber Entwarnung: "Ihr WM-Einsatz ist aber nicht gefährdet", sagte Groener.

Ab Samstag schlägt die deutsche Mannschaft ihr Quartier in Tokushima auf, wo die DHB-Männer im Sommer 2018 bereits ein Trainingslager auf ihrer Japan-Reise absolviert hatten. Am 28. November zieht das Team um Kapitänin Kim Naidzinavicius dann um in den Spielort Kumamoto, wo am 30. November (07.00 Uhr/MESZ) der WM-Auftakt gegen Panamerikameister und Ex-Weltmeister Brasilien ansteht.

Weitere WM-Gegner sind Außenseiter Australien, Rekord-Olympiasieger Dänemark, Welt- und Europameister Frankreich und Asienmeister Südkorea. Nur die drei besten Mannschaften dieser starken Gruppe ziehen in die Hauptrunde ein. Das große Ziel der jungen deutschen Mannschaft ist ein Platz unter den besten Sieben bei der WM. Das wäre gleichbedeutend mit einem Ticket zu einem Olympia-Qualifikationsturnier im März 2020.

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