22.11.2019 16:30 Uhr - Weltmeisterschaft - red mit Material DHB

DHB-Frauen nach Niederlage gegen Montenegro: "Noch mitten drin in einem Lernprozess"

Henk Groener bleibt gelassen: "Wenn wir alles könnten, wären wir schon Weltmeister."Henk Groener bleibt gelassen: "Wenn wir alles könnten, wären wir schon Weltmeister."
Quelle: Michael Schmidt
Wichtige Erkenntnisse und positive Ansätze trotz der Niederlage gegen Montenegro: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft gibt sich nach der Niederlage bei der WM-Generalprobe optimistisch. "Wir hatten einige Dinge schon sehr gut gemacht, aber es gibt eben auch noch einiges, woran wir arbeiten müssen", hielt Alicia Stolle gegenüber der Verbandswebsite fest. "Ich bin optimistisch, dass wir das noch schaffen."

Neun Tage vor dem Turnierauftakt gegen Brasilien (30. November) unterlag das DHB-Team am Donnerstagabend mit 29:33 (16:17) gegen Montenegro. "33 Gegentore sind einfach zu viel", kritisierte Stolle. "Deswegen wird unser Hauptaugenmerk bis zur WM auf der Abwehr liegen, wir müssen aggressiver werden."

Auch Julia Behnke sah in der Defensive das Problemfeld. "Mit der Abwehrleistung können wir nicht zufrieden sein, wir haben nicht den Körperkontakt gesucht. Das hatten wir uns anders vorgestellt", so die Kreisläuferin. "Zudem haben wir unser Tempospiel überhaupt nicht aufziehen können."

Sie hielt jedoch auch fest: "Zwischenzeitlich hatten wir eine gute Phase, als auch das Zusammenspiel mit Isabell Roch im Tor klappte." Linksaußen Ina Großmann stellte kurz und knapp fest: "Wir müssen eben mehr Konstanz über 60 Minuten in unser Spiel bekommen. Unser Ziel muss eine stabilere Abwehr sein, aus der wir zu mehr einfachen Toren kommen."

Kein Risiko bei Grijseels




Bundestrainer Henk Groener zeigte sich ebenfalls gelassen. "Wir sind deutlich weiter als wir vor einem Jahr vor der EM waren", betonte der Niederländer. "Wir haben am Schluss einige falsche Entscheidungen getroffen, aber wir sind ja auch noch mitten drin in einem Lernprozess.  Wenn wir alles könnten, wären wir schon Weltmeister."

Er bedauerte zudem den Ausfall von Alina Grijseels. "Schade, dass die heute sehr starke Alina Grijseels uns in der Schlussphase fehlte, aber wir wollten nach ihrem Cut am Auge kein Risiko eingehen", erklärte Groener. "Sie wäre vielleicht noch für ein paar Tore gut gewesen."

Sein Gegenüber Per Johannsson, der Trainer Montenegros, hielt zufrieden fest: "Ich bin froh, dass wir diese Chance zum Test gegen Deutschland hatten - wir wurden richtig gefordert. Deutschland ist mit uns auf Augenhöhe, wir werden beide um einen Platz bei der Olympiaqualifikation spielen. Die Mannschaft hat wirklich großes Potenzial."

Gleich nach der Partie gegen Montenegro reiste die deutsche Mannschaft nach Frankfurt, von wo man bereits am Freitag nach Japan abhob. Am 30. November startet die WM mit der Partie gegen Brasilien. Weitere Gegner sind Australien (1. Dezember), Dänemark (3. Dezember), Weltmeister Frankreich (4. Dezember) und Südkorea (6. Dezember).

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Im Video: Emoji-Fragestunde vor dem Abflug nach Japan






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