21.11.2019 13:12 Uhr - 2. Bundesliga - PM HCR, red

Rödertal gewinnt Derby gegen HC Leipzig überraschend deutlich

Der HC Rödertal feierte am Buß- und Bettag vor 739 Zuschauern einen 34:25 (19:12)-Erfolg im Sachsenderby gegen den HC Leipzig. HCR-Trainer Frank Mühlner freute sich: "Ich hätte selbst vor dem Spiel nicht daran geglaubt, dass wir so deutlich gewinnen."

Ann-Catrin Höbbel konnte aufgrund ihrer Fußverletzung nicht auflaufen; auch für Lisa Loehnig kam die Partie noch zu früh. Die Gastgeberinnen gingen hoch konzentriert in das Spiel. Zwar hatten die Gäste Anwurf, doch Torfrau Ann Rammer parierte den Wurf von Stefanie Hummel.

Auf der anderen Seite ließ der HCR-Rückraum den Ball gut durch die eigene Reihe laufen, ehe das Spielgerät zu Meret Ossenkopp kam, die souverän zum 1:0 verwandelte. Der HCL glich durch einen Strafwurf von Laura Majer aus. Rabea Pollakowski (11/2 Tore) vollendete einen Tempo-Gegenstoß zur erneuten Führung. Bis zur fünften Minute hatte sich der HCR bereits auf 4:1 abgesetzt.

Nach dem 4:2 wechselte der HCL die Deckungsformation und nahm Brigita Ivanauskaite gelegentlich in Pressdeckung. "Die Bienen fanden auf alles eine Antwort und starteten einen 4:0-Lauf", freuten sich die Gastgeberinnen in ihrem Spielbericht. "Auch ein Time-Out der Gäste konnte den HCR nicht beeindrucken."

Nach Wiederanpfiff ergatterte Thilde Boesen dank ihrer guten Deckungsarbeit den Ball. Über mehrere Stationen vollendete Ivanauskaite die erste Welle. Kurz darauf erhöhte Pollakowski nach einem Tempo-Gegenstoß auf 8:2. Der HCR wurde nun etwas fahrlässiger und prompt verkürzte der HCL auf 8:4. Pollakowski, nach einem klugen Pass der vorher eingewechselten Tammy Kreibich, und Ivanauskaite stellten mit zwei Treffern den alten Abstand wieder her (11:5 nach 14 Minuten).

Beide Mannschaften produzierten Treffer am Fließband. Jaqueline Hummel erzielte erst mit einem sehenswerten Rückhandwurf das elfte und dann auch noch das zwölfte Tor für den HC Leipzig (27.) Bis zur Halbzeitsirene enteilten die Gastgeberinnen aber wieder. Kreibich war zuerst mit einem Aufsetzer erfolgreich und netzte im Anschluss zum 19:12-Halbzeitstand ein.



Der HCR startete energisch in die zweite Hälfte und setzte sich bis zur 35. Minute auf 23:13 ab. Nun folgte die wohl schwächste Phase der Bienen im Spiel. Aufgrund des hohen Tempos schlichen sich vermehrt Fehler im Angriffsspiel ein. Auch in der Rückwärtsbewegung kam die Mühlner-Sieben nun einen Schritt zu spät. Die Gäste nutzten dies zu einem 6:2-Lauf und waren plötzlich wieder auf 25:19 herangerückt.

Der HCR bewahrte die Ruhe und setzte sich auf 27:19 (48.) ab, doch auch der HCL steckte nicht auf und verkürzte bis zur 52. Minute auf 25:30. Die letzten vier Treffer der Partie erzielten dann jedoch wieder die Bienen. Auch Torfrau Ronja Nühse, die in den letzten Minuten zwischen den Pfosten stand, konnte sich noch auszeichnen und leitete mit ihrer Parade das 32:25 durch Ossenkopp ein. Den Schlusspunkt zum 34:25 setzte Thilde Boesen.

"In der Chancenverwertung haben wir uns deutlich gesteigert, aber ich sehe immer noch Luft nach oben", bilanzierte Mühlner. "Ansonsten bin ich rundum zufrieden. Es war ein schnelles Spiel und da ist es ganz normal, dass irgendwann ein paar Fehler passieren. Trotzdem hat uns das nicht aus der Bahn geworfen. Auf jede taktische Maßnahme des HCL, egal ob 5:1- oder 3:3-Deckung hatten wir die passende Antwort parat."