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18.11.2019 12:22 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

"Haben alles versucht": SG 09 Kirchhof unterliegt Spreefüxxen Berlin

Iva van der Linden tankt sich durchIva van der Linden tankt sich durch
Quelle: SG 09 Kirchhof
Diesmal war Berlin keine Reise wert. Nach drei (teils deutlichen) Siegen und einem Remis aus vier Partien in Folge unterlagen die Zweitliga-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof bei Füchse Berlin mit 23:28 (11:13). Die Haupstädterinnen erzielen den sechsten Sieg in Folge und klettern in der Tabelle auf Platz 2.

Und ein Rückschlag, der aus Kirchhofer Sicht zu befürchten war. Trotz des jüngsten 34:24 gegen Werder Bremen, der folglich nicht als Befreiungsschlag herhalten kann. "Wir haben alles versucht, aber es muss aktuell alles passen, um zu punkten. Und dafür hatten wir zu viele Fehlwürfe, waren zu statisch und hatten in der Deckung besonders auf den Halben keinen Körperkontakt", betonte SG-Coach Christian Denk. Da konnten auch die erneut gut aufgelegte Torfrau Frederikke Siggaard und ihre ebenso überzeugende Kollegin Nela Zuzic (ab der 40. Minute) wenig helfen. Acht Siebenmeter kassierte Kirchhof und ließ daneben Spielmacherin Simona Kolosove sowie der Halblinken Anna Blödorn zu viel Raum.

Spreefüxxe-Trainerin Susann Müller hatte sich zu Beginn der Partie für eine Manndeckung gegen SG-Tortorschützin Sabljak entschieden. Zunächst schien die SG davon überrascht. Die Spreefüxxe nutzten die Ballgewinne mit gewohntem Tempospiel und erzielten schnelle Treffer über die Außen. Nach fünf Spielminuten lag man mit 4:2 in Front. Dafür rückte die Unerfahrenste im Kader ins Rampenlicht. Lea Immelnkämper nämlich, die auf Linksaußen ihre ersten drei Chancen verwertete und maßgeblichen Anteil am 7:5 (13.) sowie mit geschickten Balleroberungen und Mut am 9:6 (17.) sowie 11:9 besaß (24.).

Allerdings fehlten Kirchhof erneut auf der rechten Seite und eben besonders in der Deckung Kräfte in Normalform. Da war Anouk van de Wiel erkrankt geschwächt und da leisteten sich Greta Kavaliauskaite sowie auf Außen Iva van der Linden und in den letzten zehn Minuten Andra Lucas massig Fahrkarten. Die Spreefüxxe packten im 6:0-Verband nun hinten deutlich besser zu und vorne wurden Chancen nun eingenetzt, sodass man zur Halbzeitpause verdient mit 13:11 in Führung lag.

Rote Karten nach dritten Zeitstrafen




In der zweiten Hälfte wurde das Spiel zunehmend robuster. Das Schiedsrichtergespann hatte alle Hände voll zutun und es gab kaum mehr Angriffe die nicht mit einem Strafwurf oder einer Zeitstrafe geahndet wurden. So überstanden beide Spielerinnen der Teams mit Rückennummer 4 das Spiel nicht bis zum Ende und mussten nach jeweils drei Zeitstrafen die letzten Minuten auf der Tribüne verbringen. Nach dem 17:15 (37.) durch die Ex-Kirchhoferin Leona Svirakova ließen die Spreefüxxe nichts mehr anbrennen und gingen in der kampfbetonten Partie bis zum Schluss keinem Duell aus dem Weg.

Kirchhof fiel vorne nicht mehr viel ein und wenn doch war die an diesem Tag stark aufgelegte Spreefüxxe-Torfrau Chantal Pagel zur Stelle, die ihre Leistung mit einem eigenen Treffer zum 22:17 belohnte. Die Berlinerinnen hingegen trafen vorne gute Entscheidungen und fanden stets Lücken in der SG-Abwehr und hätten bei einer besseren Chancenverwertung den Sack durchaus früher zumachen können.

"Wir haben keine Zeit, die Köpfe hängen zu lassen. Der Fokus liegt voll auf den nächsten Heimspielen", sagte Denk. Nach einem spielfreien Wochenende steht der SG 09 das Kellerduell mit der TG Nürtingen (1. Dezember) und zwei Wochen später der nicht minder wichtige Vergleich mit dem HC Leipzig bevor. Bei diesen Partien ist auch Sina Ritter an Bord, die in Berlin angeschlagen zum Zuschauen verdammt war.

Mit dem derzeitigen Selbstbewusstsein und dieser Spielfreude gilt es sich nun auf die nächste Aufgabe vorzubereiten. Am 30. November empfängt man im heimischen Fuxxbau den Tabellendritten vom BSV Sachen Zwickau zum Top-Spiel im Fuxxbau. Nach der Niederlage im DHB-Pokal zu Saisonbeginn hat man mit den Sächsinnen noch eine Rechnung offen und hofft auf eine tatkräftige Unterstützung auf den Rängen.



cs