18.11.2019 10:26 Uhr - 1. Bundesliga - PM Leverkusen, TuS, red

"Eine starke Leistung" bringt TuS Metzingen einen hauchdünnen Sieg in Leverkusen

Robert NijdamRobert Nijdam
Quelle: Andrea Müller, Flames
Die Handball-Frauen des TSV Bayer 04 Leverkusen haben ihr letztes Spiel in der Handball-Bundesliga vor der WM-Pause hauchdünn verloren. Gegen die TusSies aus Metzingen verloren die Werkselfen das Duell der punktegleichen Teams hauchdünn mit 24:25 (12:14).

Für die Gäste vom Fuße der schwäbischen Alb war dies das zweite Erfolgserlebnis an diesem Nachmittag in der Leverkusener Ostermann Arena. Die 25:27-Niederlage der Juniorelfen in der A-Jugend-Bundesliga gegen die Metzinger Konkurrenz dürfte man aber auf Seiten der Leverkusenerinnen eher verschmerzen können, schließlich waren beide Teams bereits vor der Partie für die Zwischenrunde qualifiziert.

Die Niederlage in der HBF schmerzt dagegen umso mehr, war doch für das Bayer-Team durchaus mehr drin. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, schließlich gewinnt man nicht alle Tage in Leverkusen. Es waren ein paar Kleinigkeiten, die mir nicht gefallen haben, ansonsten war das eine starke Leitung. Wir haben weiterhin Anschluss nach oben", freute sich Metzingens Trainerin Edina Rott nach der spannenden Partie.

Nijdam: "Am Ende fehlte nicht viel""




Kleinigkeiten waren es auch, die einen Punkt oder sogar mehr für die Gastgeberinnen verhinderten. "Ich kann den Mädels keinen Vorwurf machen. Spielerisch und kämpferisch war das gut. Am Ende fehlte nicht viel, schade", so Elfencoach Robert Nijdam.

In der Tat war es von Beginn bis zum Ende ein Ritt auf der Rasierklinge. Die 850 Zuschauer bekamen ein packendes Frauenhandballspiel bis zur buchstäblich letzten Sekunde geboten.

Von einem schnellen 0:2-Rückstand erholten sich die Werkselfen schnell und gingen ihrerseits in der 15. Minute durch Svenja Huber beim 8:7 erstmals in Führung. Die Führung wechselte diverse Male und beim Halbzeitpfiff führten die Gäste aus Metzingen nicht unverdient mit 14:12.

Den Torreigen in Hälfte zwei eröffnete wieder Huber. Die ehemalige Nationalspielerin war am Ende mit elf Treffern, davon fünf Siebenmeter, die erfolgreichste Torschützin des TSV Bayer 04. Mit dem 16:16 in der 36. Minute war der Halbzeitrückstand aufgeholt, sieben Minuten später traf Hildigunnur Einarsdottir mit dem Tor zum 17:16 sogar zur ersten Elfenführung nach der Pause.

Nachdem Huber ihren fünften Siebenmeter zum 23:21 (53.) verwandeln konnte, war sogar ein Heimsieg im Bereich des Möglichen. Doch wie erwähnt waren es Kleinigkeiten, die das Pendel am Ende in die Richtung der Gäste ausschlagen ließ.

Als Huber erneut per Strafwurf zum 24:23 traf, sollte dies aber der letzte Treffer der Heimmannschaft bleiben. Eine sich anschließende Zeitstrafe gegen Annefleur Bruggemann nutzten die TusSies konsequent zu zwei Treffern und verteidigten die knappe Führung bis ins Ziel. Ein letzter Bayer-Freiwurf mit der Schlusssekunde durch Jennifer Rohde blieb unter dem Jubel der Gästefans im Block hängen.

"Für den weiteren Saisonverlauf war es ein immens wichtiges Spiel. Wir haben sicher nicht überragend gespielt, teilweise aber gut verteidigt. Aus dem Rückraum wollten wir gefährlich werden, das ist nur Maren auf der rechten Seite gelungen. Am Ende zählte aber nur der Sieg. Wir brauchten das Erfolgserlebnis, das uns viel Schub gibt", sagte Manager Ferenc Rott.

Torhüterin Nicole Roth: "Aufgrund der Tabellensituation wussten wir, was auf uns zukommt. In einem Duell auf Augenhöhe kommt es auf Kleinigkeiten an. In der zweiten Halbzeit haben wir uns nicht vom Abschlusspech verrückt machen lassen, sondern mit einer starken Abwehr geantwortet. Das machte es natürlich auch für mich leichter, die Bälle zu parieren. Wir freuen uns über den Sieg vor der WM-Pause und bedanken uns bei den vielen mitgereisten Fans für die Unterstützung."