17.11.2019 15:39 Uhr - 2. Bundesliga - PM Lintfort und Erdinc Özcan Schulz - Westdeutsche Zeitung, red

TuS Lintfort hat in Wuppertal "dieses Mal die Ruhe bewahrt"

Jana WillingJana Willing
Quelle: TuS Lintfort
Einen 23:20 Auswärtserfolg feierten die Lintforter Handballerinnen im Derby des Handballverbandes Niederrhein beim TVB Wuppertal in der 2. Bundesliga.

Dabei zeigten sich die Wuppertaler Handballgirls wesentlich bissiger als in der letzten Woche. Die Aussprache, den die Mannschaft unter der Woche mit ihrer Trainerin führte, schien Wirkung zu zeigen. Mit ihren defensiven 6:0-Deckungsformationen schenkten sich beide Teams nichts. Während auf Beyeröhder Seite Torhüterin Dana Centini in Bestform zeigte und alleine in der ersten Hälfte sieben klare Chancen vereitelte, scheiterten ihre Vorderleute immer wieder am Torgebälk.

Lintfort hatte zunächst deutliche Abstimmungsprobleme und fand im Angriff nicht zu seinem Spiel. Die Wuppertalerinnen nutzen die Startphase dagegen konsequent und gingen mit 5:1 in Führung. "Da haben wir aber dieses Mal die Ruhe bewahrt und unsere Chancenauswertung verbessert. So sind wir besser ins Spiel gekommen", erklärte TuS Trainerin Bettina Grenz-Klein nachher.

Ihre Mannschaft fand die Linie, deckte fortan besser und übernahm die Initiative. Zunächst wurde der Rückstand auf 4:5 verkürzt, dann gelang es den Gästen bis zur Pause sogar eine 11:10-Führung zu behaupten. "Nach dem Wechsel hatten wir dann eine ganz starke Phase und haben die Führung bis auf 18:13 ausgebaut. Vor allem unsere Abwehr stand gut und wir haben auch in schwierigen Phasen unsere Tore gemacht", freute sich Grenz-Klein über die zweite starke Leistung innerhalb einer Woche. "Das wir Beyeröhde so deutlich dominieren könnten, hätte ich nicht gedacht. Leider hatten wir dann aber auch einen Einbruch, wie in der Vorwoche gegen Waiblingen", verglich die Trainerin die beiden Spiele.

Die Verletzung von Melina Fabisch zu Beginn der zweiten Hälfte (33.) dürfte als Knackpunkt der Partie bezeichnet werden. Die gut aufgelegte Linkshänderin, die bis dahin vier Treffer erzielte verletzte sich erneut am Daumen und dürfte wenn sich die ersten Befürchtungen bewahrheiten einige Wochen ausfallen. "Meine Mannschaft hat heute gezeigt, dass sie es können und hätten den Punkt verdient gehabt", so TVB-Trainerin Dagmara Kowalska, die lediglich einige hektische Aktionen bemängelte. Jetzt hat die Polin durch das kommende freie Spielwochenende 14 Tage Zeit ihre Mannschaft aufzubauen, bevor es zum Tabellenvorletzten Werder Bremen geht.

Aber auch dieses Mal behielt ihr Team die Nerven und ließ sich nicht vom einem Zwischenspurt des BTV zum 18:19 beeindrucken. Schnell wurde die Führung wieder auf 21:18 erhöht und am Ende stand der wichtige Auswärtssieg. "Damit sind wir jetzt tatsächlich die Besten im Westen, denn von allen HVN Teams stehen wir im Moment in der Tabelle am besten. Das können wir jetzt in der Pause auch mal genießen", freut sich Bettina Grenz-Klein über den Erfolg ihrer Mannschaft.