17.11.2019 14:19 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Nürtingen kostet zehnminütige Schwächephase Chance auf Sieg in Zwickau

Klara SchlegelKlara Schlegel
Quelle: BSV Sachsen Zwickau
Eine zehnminütige Schwächephase brachte die TG Nürtingen beim Gastspiel in Zwickau auf die Verliererstraße. Zwanzig sehr starke Minuten in der ersten Halbzeit reichten nicht aus, um den BSV Zwickau zu besiegen. Mit dem entscheidenden Plus an Durchschlagskraft gleich nach dem Seitenwechsel sicherte sich Zwickau am Ende noch einen deutlichen 34:27-Erfolg.

Es sieht so aus als müsste das Team von Trainer Norman Rentsch erst wieder lernen in heimischer Halle, vor sehr gut gefüllten Rängen, von Anpfiff an sein Spiel durchzusetzen. So legte der BSV zwar durch Klara Schlegel das 1:0 vor, doch danach übernahmen die Gäste das Zepter.

Mit einer beweglichen und aufmerksamen Abwehr ließ die Turngemeinde die Angriffe des BSV Zwickau des Öfteren ins Leere laufen. Gleichzeitig überraschte die Turngemeinde die Gastgeberinnen mit hoher Effizienz im Angriff. Trotz einer ebenfalls starken Abwehrleistung musste Zwickau der TGN zunächst mit 3:6 (14.) den Vortritt lassen.

Eine Auszeit von Zwickaus Trainer Norman Rentsch und anschließend die Einwechslung von Katarina Pavlovic brachte dann aber eine kleine Wende zu Gunsten der Gastgeberinnen. Ab der 20.Minute legten die Zwickauerinnen den Schalter um und begannen mit der Aufholjagd. Beim Anschlusstreffer zum 9:10/23. nahm Nürtingen eine Auszeit um die Marschrichtung festzulegen, doch so richtig ging diese nicht mehr auf.

Mehr als den Ausgleich zum 12:12 (29.) gestattete ihr die äußerst gut postierte Abwehr der TG Nürtingen jedoch nicht. Etliche Zwickauer Zuschauer waren zu diesem Zeitpunkt glücklich über das Unentschieden und würdigten die Leistung der TG Nürtingen mit dem Kommentar, "dass doch jetzt schon gerne Schluss sein dürfte."

Aufgrund der hohen Beanspruchung nahm Eidt nach der Pause einige personelle Veränderungen vor. Gleichzeitig hatte Norman Rentsch in der Kabine wohl beste Arbeit geleistet, denn seine Spielerinnen agierten deutlich effizienter. Vor allem Rechtsaußen Fabienne Kracht nutzte ihre Chancen ohne zu zögern. Aber auch die Nebenleute von Pavlovic gewannen zunehmend an Sicherheit beim Torwurf. In der Abwehr arbeiteten jetzt Mannschaft und Torhüterin besser zusammen und endlich war die Aggressivität da um den Gegner weg von der Wurfzone zu halten.

Obwohl die TG Nürtingen noch einmal zurückkam, ließen die Gastgeberinnen keinen Zweifel daran, wer am Ende den Platz als Sieger verlassen sollte. Mit 34:27 gewann Zwickau schließlich deutlicher als es der Spielverlauf ahnen ließ.