17.11.2019 12:21 Uhr - 1. Bundesliga - PM Buxtehude, red

Borussia Dortmund legt sich mit Sieg in Buxtehude "ein besonderes Geschenk unter den Weihnachtsbaum"

Torhüterin Katharina Filter wurde Spielerin des TagesTorhüterin Katharina Filter wurde Spielerin des Tages
Quelle: Iso Jürgens, BSV
Der Buxtehuder SV hat das letzte Spiel vor der Weltmeisterschafts-Pause mit 25:31 (11:14) gegen Borussia Dortmund verloren. Dabei hat der BSV dem ungeschlagenen Tabellenführer einen aufopferungsvollen Kampf geboten. Sechs Minuten vor Schluss lag der BSV lediglich 25:26 zurück.

Buxtehude steigerte sich deutlich im Vergleich zur 29:33-Niederlage gegen die Neckarsulmer Sport-Union. In der Deckung agierte die Mannschaft aggressiv und mit Leidenschaft. So forderte es BSV-Trainer Dirk Leun im Vorfeld. Es entwickelte sich ein intensives Spiel. Nach zwölf Minuten hatten beide Teams bereits jeweils zwei Zeitstrafen erhalten.

Sportlich legten die Dortmunderinnen vor. Buxtehude zog nach. Maike Schirmer glich zum 6:6 aus. Nach einem verworfenen Siebenmeter von Lisa Prior setzten sich die Gäste dank des Tores von Inger Smits auf 9:6 ab. Als es fünf Minuten später 13:7 für den Favoriten stand, drohte es eine einseitige Partie zu werden. Der BSV ließ sich jedoch nicht hängen und spielte weiter mutig.

Kurz vor der Pause folgte der Aufreger des ersten Durchgangs. Bei einem Tempogegenstoß foulte Dortmunds Alina Grijseels BSV-Kreisläuferin Lynn Schneider. Die 1.096 Zuschauer forderten Rot für die Nationalspielerin. Das Schiedsrichtergespann entschied sich allerdings für eine Zeitstrafe. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Lone Fischer zum 11:14-Pausenstand.

Buxtehude muss erst am Ende abreißen lassen




Nach dem Seitenwechsel verteidigten die Gastgeberinnen noch energischer. Dortmund hatte Probleme, Torchancen zu erspielen. In der 39. Minute sorgte Friederike Gubernatis für den 17:18 Anschluss. Die Partie nahm nun von Minute zu Minute an Dramatik zu. Als Lone Fischer Mitte der zweiten Hälfte den 21:21-Ausgleich erzielte, glaubten die Fans in der "Hölle Nord" an einen überraschenden Punktgewinn.

Buxtehude hatte die Gelegenheit in Führung zu gehen, doch Mieke Düvel warf am Tor vorbei. Eine anschließende Überzahlsituation nutzte der BVB, um sich wieder auf drei Tore abzusetzen - 26:23. Lisa Prior und Lone Fischer verkürzten nochmal (55.). In der Schlussphase drehte der Tabellenführer auf. In der Deckung stand die Mannschaft auf einmal stabil und im Angriff sorgte ein 5:0-Lauf für die Entscheidung zum 31:25-Endstand.

Nach der dritten Bundesliga-Niederlage in Serie verbringt der BSV die WM-Pause auf Rang acht. Am zweiten Weihnachtstag geht es mit dem schweren Auswärtsspiel beim Titelverteidiger SG BBM Bietigheim, ehe am 29. Dezember die HSG Blomberg-Lippe in der Halle Nord zu Gast ist. Dortmund verbringt die Adventszeit ohne Punktverlust als Tabellenführer.

Stimmen zum Spiel




BVB-Trainer André Fuhr: "Nach dem Spiel gegen Neckarsulm wusste ich, dass es schwer für uns wird. Wir haben uns sehr gequält. Wir waren vielleicht auch nicht hundertprozentig bei der Sache. Der Sieg ist vielleicht zwei bis drei Tore zu hoch ausgefallen. Für uns ist es besonders, in Buxtehude zu gewinnen. Das war zuletzt neunmal nicht der Fall. Mit der Tabellenführung haben wir uns ein besonderes Geschenk unter den Weihnachtsbaum gelegt."

BSV-Trainer Dirk Leun: "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Sie hat die Reaktion gezeigt, die wir uns vorgenommen haben und den Willen und die Aggressivität umgesetzt. Ich muss ihr für den Kampf ein großes Lob aussprechen. Am Ende waren es ein paar Fehler zu viel. Dennoch können wir mit einem guten Gefühl in die Weltmeisterschafts-Pause gehen. Wir können analysieren, wo wir uns steigern können und daran arbeiten."

BSV-Torfrau Katharina Filter: "Wir haben echt gut gespielt und gezeigt, was wir können, sodass wir erhobenen Hauptes vom Feld gehen können. Beim Unentschieden habe ich natürlich an mehr geglaubt. Allerdings war die individuelle Klasse von Dortmund besser."