17.11.2019 11:35 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HC Leipzig überrascht die Tigers aus Waiblingen

Caren Hammer brachte Waiblingen ins SpielCaren Hammer brachte Waiblingen ins Spiel
Quelle: Heiko Potthoff
Nach nur 15 Minuten lagen die Waiblingen Tigers gegen das junge Team des HC Leipzig aufgrund einer gruseligen Leistung bereits zurück. Dennoch hätte es nach der anschließenden Aufholjagd noch zu einem Sieg für den VfL reichen können Doch kurz vor Schluss bei eigener 25:24-Führung und Ballbesitz in Überzahl versäumte es Waiblingen, den Deckel draufzumachen. Leipzig nutzte die Gelegenheit und jubelte über den überraschenden 27:26-(13:10)-Auswärtserfolg.

Wie schon eine Woche zuvor in Lintfort lief bei den Waiblingerinnen nach zunächst noch passablen Anfangsminuten (2:2) eine knappe Viertelstunde rein gar nichts zusammen. Im Angriff wurden die klarsten Chancen ausgelassen und eine VfL-Abwehr fand nicht statt. Dem jungen Leipziger Team reichten einige Wechsel im Rückraum, um den Waiblinger Abwehrverband auszuhebeln. Tigers-Torhüterin Laura Pavic wehrte noch einige Bälle ab. Doch auch da waren die Gäste reaktionsschneller, schnappten sich die Abpraller und erzielten Tor um Tor. Mit acht Treffern in Folge zog der HCL auf 10:2 davon.

Erst mit der Einwechslung von Waiblingens Kapitänin Caren Hammer wurde es ein anderes Spiel. Die VfL-Abwehr zeigte nun eine ganz andere Körpersprache und verteidigte mit der notwendigen Entschlossenheit. Leipzig hingegen leistete sich einige Unkonzentriertheiten. Im Angriff fand der VfL, allen voran die zwölffache Torschützin Ann Kynast, seine Treffsicherheit wieder. In der 26. Minute war Waiblingen wieder auf 10:12 herangerückt. Erst nach zwei überhastet vorgetragenen und somit erfolglosen Waiblinger Angriffen, konnte sich Leipzig wieder etwas befreien und mit der 13:10-Führung zum Pausentee gehen.

Der zweite Durchgang wurde zum offenen Schlagabtausch. Die Tigers erzielten den ersten Treffer nach Wiederbeginn, doch auch Leipzig war wieder im Spiel. Der HCL schrammte im Angriff mehrmals nur knapp am Zeitspiel vorbei, brachte dann aber doch noch mit Entschlossenheit den Ball im Waiblinger Gehäuse unter und hielt dem gegnerischen Druck stand. Daher dauerte es noch bis zur 42. Minute, ehe die nun deutlich besser aufspielende Heimmannschaft erstmals seit dem 2:2 wieder den Ausgleich erzielte (18:18). Dann ließ der VfL jedoch wieder einige Chancen aus. In der Folge sollte sich keiner der beiden Teams entscheidend absetzen können.

Nach dem Treffer von Leipzigs Jacqueline Hummel zum 24:22 sechs Minuten vor dem Schlusspfiff lagen die besseren Karten wieder beim HCL. Doch Waiblingen kämpftn sich zurück und schaffte mit entschlossenem Einsatz und drei Treffern in Folge das 25:24 - die erste VfL-Führung in der Partie überhaupt. Und die Tigers hatten das Happy End selbst in der Hand: doch trotz Ballbesitz und Überzahlsituation gelang es dem VfL nicht, die Führung auszubauen. Stattdessen holte sich Leipzig 23 Sekunden vor dem Ende mit einem haltbaren Treffer die 27:26-Führung zurück und wehrte den letzten Waiblinger Angriff erfolgreich ab.