16.11.2019 12:54 Uhr - EHF-Pokal - HaJo Steinbach, THC, red

Thüringer HC will Rückstand aufholen und in Gruppenphase des EHF-Pokals einziehen

Herbert Müller setzt auf die heimischen FansHerbert Müller setzt auf die heimischen Fans
Quelle: Mario Gentzel
In der Nordhäuser Wiedigsburghalle trifft der THC heute im Rückspiel auf die Russinnen von Astrakhanochka Astrachan - im wohl wichtigsten Spiel zum Abschluss dieser so strapaziösen englischen Wochen. "Das Ziel ist klar", sagt Herbert Müller: "Wir wollen die drei Minustore aus dem Hinspiel mit unseren treuen Fans im Rücken wettmachen, um im Januar 2020 in die Gruppenphase des EHF Cups einzuziehen."

Es war eine reiseintensive Woche für den Thüringer HC, der nach über 3.000 Kilometern auf dem Hin- und Rückweg in Flugzeug und Bus am vergangenen Wochenende am Mittwoch bei der HSG Blomberg Lippe zu Gast war und den Gastgebern die erste Niederlage der Saison hinzufügte. Damit geht die THC-Mannschaft nun mit 10:4 Punkten in die Herbstpause der Bundesliga.

Herbert Müller zeigt sich nicht enttäuscht, "sicher bin ich nicht zufrieden, aber haben wir nicht unglaublich viel in den letzten neun Jahren hier erreicht. Das Erreichte ist doch ein Wunder, und Wunder sind nicht selbstverständlich. Dass wir mal nicht ganz oben stehen, ist doch eigentlich das Normale. Wir müssen das Normale akzeptieren und das Positive sehen." Der Pressedienst des THC erläutert: "Im DHB-Pokal gegen den einzigen Zweitligisten TSV Nord Harrislee, sind wir nur noch einen kleinen Schritt vom Olymp FINAL4 entfernt, in der Liga halten wir Anschluss an die Spitze und im EHF Cup wollen wir jetzt den letzten Schritt tun, um in die Gruppenphase einzuziehen."

Das wird allerdings eine Herkulesaufgabe. Im Oktober waren 57 europäische Handballclubs in den EHF Cup gestartet. 12 werden am Sonntag noch übrig sein, die sich dann für die Gruppenphase des EHF Cups qualifizieren konnten. Das Feld wird komplettiert durch die vier Gruppenvierten aus den Champions League Gruppen. Der Thüringer HC will dazu gehören. "Wir wollen in die Gruppenphase, weiter international spielen", sagt Herbert Müller, "das ist unser eindeutiges Ziel und wir werden alles dafür tun, um unseren Fans auch im nächsten Jahr in Nordhausen internationalen Spitzenhandball zu präsentieren."

Dafür gibt es natürlich einen Matchplan. Die Abwehr muss stehen. "Es wäre schon wichtig, dass der Gegner weniger als 25 Tore wirft, dann brauchen wir nur plus drei", erklärt der diplomierte Mathematiker. Selbst das könnte am Ende entscheidend sein. Die verletzte Josephine Huber fällt weiter aus. "Vor dem Einsatz von Ina Großmann, die sich in der ersten Minute in Blomberg verletzte, steht noch ein Fragezeichen. Emily Bölk und Iveta Koresova sind weiter leicht angeschlagen, werden aber hoffentlich spielen können", berichtet der THC unterdessen über die personelle Situation.