16.11.2019 12:10 Uhr - 1. Bundesliga - Frank Höhmann, FA Frauen und PM Vipers

Kellerduell: Göppingen reist personell geschwächt zu den Vipers

Annika Blanke zog sich einen Nasenbeinbruch zuAnnika Blanke zog sich einen Nasenbeinbruch zu
Quelle: Michael Schmidt
Mit großen personllen Sorgen reist Frisch Auf Göppingen zu den Vipers nach Bad Wildungen, mit Annika Blanke fehlt Trainer Aleksandar Knezevic eine weitere Rückraumspielerin. Die letzte Partie vor der WM-Pause ist dabei für beide Teams richtungsweisend: Göppingen hat erst zwei Punkte zu Buche stehen, liegt damit aber auf dem elften Tabellenplatz. Die bislang punktlosen Vipers könnten mit dem ersten Erfolg der Saison mit Göppingen, den Kurpfalz Bären und Mainz gleichziehen.

Was die Personalsituation betrifft, hellt es sich bei den Göppinger Bundesliga-Handballerinnen schon seit einigen Monaten nicht wirklich auf. Kaum ist die eine Spielerin wieder halbwegs fit, fällt die nächste aus. Jüngstes Beispiel: Annika Blanke. Und so wollte am Montag trotz des Geburtstags von Iris Guberinic keine große Feierlaune aufkommen. Blankes bei der 20:32-Niederlage in Dortmund erlittener Nasenbeinbruch setzt die wochenlang anhaltenden Verletzungsmisere fort, die schon vor der Saison bei Iris Guberinic und Johanna Schindler begann, sich über Michaela Hrbkova, Anja Brugger und Ana Petrinja erstreckte.

Somit steht dem Team von Trainer Aleksandar Knezevic beim letzten Auswärtsspiel vor der WM-Pause bei den Giftschlangen der HSG Bad Wildungen am Samstag um 19 Uhr eine weitere Rückraumspielerin nicht zur Verfügung. "Das ist bitter. Annika war gerade richtig gut drauf und eine wichtige Stütze", sagt der Coach der Frisch Auf Frauen, dem nun fast der komplette Rückraum fehlt. Denn neben Blanke kann Knezevic auch auf Roxana Ioneac und Johanna Schindler nicht zurückgreifen.

Bei der am Sprunggelenk verletzten Schindler ginge es, wenn überhaupt, allenfalls ein paar Minuten, um ihre Mitspielerinnen zumindest kurze Zeit zu entlasten. Angesichts des Gesundheitszustands des Teams - es waren unter der Woche noch ein, zwei Spielerinnen nicht hundertprozentig fit und konnten nur eingeschränkt trainieren - relativiert sich die Wichtigkeit der Partie beim noch sieg- und punktlosen Schlusslicht.

Bei Frisch Auf sehnt man vielmehr die Spielpause herbei und hofft, nach der Weltmeisterschaft mit wieder komplettem und gesundem Kader in den verbleibenden 19 Partien die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. "So schlimm war es wirklich noch nie. Es kommt gerade sehr viel zusammen, das ist alles andere als leicht für uns, aber da müssen wir jetzt durch", sagt der Coach der Göppinger Frauen. Zwar könnten die Voraussetzungen deutlich besser sein, Knezevic hofft aber, dass seine Mannschaft bei den Vipers ein Stück weit mit Wut im Bauch antritt und trotz der personellen Schwächung etwas Zählbares mit unter den Hohenstaufen nimmt.

Auch bei den Vipers gibt es mit Anna-Maria Spielvogel einen Ausfall. Nichtsdestotrotz traut Vipers-Trainerin Tessa Bremmer ihrer Mannschaft den ersten Sieg zu: "Göppingen hatte einen ähnlich schweren Saisonstart wie wir. Am Samstag wird die Tagesform entscheidend sein. Wir müssen wieder eine aggressive Abwehr stellen und im Angriff mit viel Bewegung spielen. FrischAuf verfügt über mehrere Abwehrformationen, unter anderem auch eine offensive 3:2:1. Da müssen wir voll in die Lücken gehen, um erfolgreich zu sein." Des Weiteren hofft die Niederländerin auf die Unterstützung der Zuschauer in einer vollen Ense-Halle: "Nur mit unseren lautstarken Fans im Rücken können wir gemeinsam den ersten Heimsieg feiern!"

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