14.11.2019 08:49 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Unfassbar viel Tempo und Dynamik": Blomberg mit erster Saisonniederlage

Meike SchmelzerMeike Schmelzer
Quelle: Wieking, HSG Blomberg-Lippe
Im letzten Meisterschaftsspiel vor der Weltmeisterschafts-Pause hat die HSG Blomberg-Lippe gegen den Thüringer HC die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Nach sechs gewonnenen Partien zum Serien-Auftakt stand am Ende ein knappes 32:34 (17:16) zu Buche. Beste Werferinnen waren Kamila Kordovska für die HSG Blomberg-Lippe mit 12/3 Toren und für den Thüringer HC, Iveta Koresova mit 13/4 Treffern.

HSG-Coach Steffen Birkner hatte im Vorfeld dieser Spitzenpartie nicht zu viel versprochen. Von der ersten Minute an lieferten die Gastgeberinnen dem siebenmaligen Deutschen Meister einen tollen Kampf, in dem aber Talent Emelyn van Wingerden bei einem Gegenstoß dann Ina Großmann von hinten schob und bereits nach 57 Sekunden die Rote Karte kassierte. Iveta Koresova markierte den ersten Treffer im Spiel von der Strafwurflinie.

Selbst von Zwei-Tore-Rückständen (4:6, 7:9) ließen sich die Blombergerinnen nicht beirren. Mit großem Einsatz und viel Herz boten die Lipperinnen dem amtierenden Pokalsieger Paroli. Die HSG bekam ihre Abwehr in dieser Phase besser geordnet und zwang so THC-Coach Herbert Müller zur ersten Auszeit.

Der Thüringer HC hatte Mühe, die Abwehr stabil zu bekommen. Die letzten zwei Wochen zeigten beim EHF-Cup-Teilnehmer Wirkung. Nach Kordovskas 14:14 war es dann Laura Rüffieux, die beim 15:14 die Hausherrinnen nach vorne warf. Zur Pause lag die Heimmannschaft zum großen Jubel des begeisterten Publikums sogar mit 17:16 in Führung. Eine Überraschung lag in der Luft.

Müller: "Haben auf unsere Chance gewartet"




Nach dem Seitenwechsel blieb es bis zum 22:22 ein Spiel auf des Messers Schneide. Über 22:24 und 23:27 (48.) konnte sich der Thüringer HC dann aber absetzen. Als der amtierende Pokalsieger acht Minuten vor dem Ende das 25:30 erzielte, war die Vorentscheidung gefallen. Trotzdem resignierte der Außenseiter nicht und verkürzte noch einmal auf 32:34.

"Wir hatten uns für dieses Spiel viel vorgenommen und wie meine Mannschaft es dann gemacht, verdient großen Respekt. Wir haben vor allen Dingen in der ersten Hälfte sehr viel gut gemacht, konnten unser Niveau in der zweiten Halbzeit aber nicht mehr ganz halten. Trotzdem können wir stolz auf unsere Leistung sein", resümierte Steffen Birkner nach dem Spiel.

Der 39-Jährige zog angesichts von nunmehr 12:2 Punkten den Hut vor seiner Mannschaft und zollte seinen Schützlingen höchste Anerkennung für den bisher überragenden Saisonverlauf. Birkner wies aber auch darauf hin, dass die Spielzeit noch lang ist und es nach Weihnachten gilt, an die tolle Form anzuknüpfen.

"Kompliment an beide Mannschaften. Es war ein Spiel mit unfassbar viel Tempo und Dynamik. wir hatten Glück, dass wir mitgehalten haben. Wir hatten kaum Zugriff erhalten", kommentierte THC-Coach Herbert Müller und ergänzt: "Ich habe meinen Mädels gesagt, dass sie ruhig bleiben müssen. Blomberg kann so ein Tempo unmöglich über die gesamte Zeit halten. Wir haben auf unsere Chance gewartet und wurden am Ende belohnt."

In der Bundesliga geht es für die HSG Blomberg-Lippe nach einer etwas längeren Pause erst am Freitag, 27. Dezember, weiter. Vor heimischer Kulisse treffen die Birkner-Frauen dann um 19 Uhr auf die Neckarsulmer Sport-Union. Die Blomberger Spielerinnen dürfen sich nach den ersten sieben Meisterschaftsspielen zunächst einmal über eine neuntägige Erholungsphase freuen, ehe am Samstag, 23. November, das Charity-Spiel "Handball macht stark" mit vielen bekannten Handballgrößen sowie dem ehemaligen Fußball-Profi Ansgar Brinkmann in der Sporthalle an der Ulmenallee auf dem Programm steht. Der Anwurf hierzu erfolgt um 18 Uhr.

Video-Interview und Pressekonferenz








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