04.11.2019 16:00 Uhr - 1. Bundesliga - HBF

HBF kompakt: Harrislee letzter Zweitligist im Pokal, Bietigheim international sieglos

Die HSG Bensheim/Auerbach setzte sich beim SV Union Halle-Neustadt durch.Die HSG Bensheim/Auerbach setzte sich beim SV Union Halle-Neustadt durch.
Quelle: SV Union Halle-Neustadt
Im DHB-Pokal der Frauen wurde in der vergangenen Woche das Achtelfinale gespielt - neben sieben Erstligisten darf auch der TSV Nord Harrislee als einziger Verein aus der zweiten Lliga vom Einzug in das OLYMP Final4 träumen. Als Spieltermin für die Viertelfinals sind der 11./12. Januar 2020 vorgesehen. Die Sieger dieser Runde sichern sich die Teilnahme am OLYMP Final4 am 23. und 24. Mai 2020 in der Stuttgarter Porsche-Arena.

Bereits am Mittwoch hatte die SG BBM Bietigheim mit einem klaren 41:15 (23:4) bei der SG 09 Kirchhof den Sprung unter die besten Acht geschafft. In der EHF Champions League setzte es für die Enztälerinnen allerdings mit dem 32:35 (18:17) bei Brest Bretagne die vierte Niederlage. ?Wir standen heute nicht gut in der Abwehr und haben unser Champions League-Niveau vermissen lassen. Brest hat eine sehr gute Leistung gezeigt. Unser Fokus gilt jetzt dem Spiel am Mittwoch gegen den Thüringer HC, wo ich eine deutliche Steigerung meines Teams erwarte?, so BBM-Coach Martin Albertsen. Bietigheim könnte allerdings noch die Hauptrunde erreichen, wenn man am kommenden Wochenende einen hohen Sieg über Ramnicu Valcea einfährt.

Insgesamt vier Erstligaduelle hielt das Achtelfinale im Pokal bereit. Am Freitag qualifizierte sich Borussia Dortmund mit einem knappen 26:24 (14:10) über den TSV Bayer 04 Leverkusen für das Viertelfinale. "Das hat Nerven gekostet. Ich bin nicht zufrieden mit unserer Leistung. Wir kamen zu nachlässig aus der Halbzeit und haben Leverkusen am Leben gehalten. Am Ende haben wir auch etwas Glück gehabt", so ein erleichterter BVB-Coach André Fuhr und Leverkusens Geschäftsführerin Renate Wolf bilanzierte: "Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie nicht untergegangen ist nach der Pause. Wir haben eine ordentliche Abwehr gespielt, im Angriff war es am Ende allerdings zu einseitig und wir haben dann entscheidende Fehler gemacht."

Von Beginn an einem großen Rückstand hinterhergelaufen ist der Buxtehuder SV, der sich der TuS Metzingen letztlich mit 19:26 (6:14) geschlagen geben musste. "Die bessere Mannschaft hat klar gewonnen", gestand BSV-Trainer Dirk Leun ein. "Mit einer besseren ersten Halbzeit wäre vielleicht mehr drin gewesen." Freude hingegen bei Metzingens Trainerin Edina Rott: "Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt. Gegen die 6:0-Deckung haben wir gute Lösungen gefunden. Gegen die offensive Abwehr von Buxtehude hatten wir Probleme. Aber wir haben deutlich geführt und haben sicher gestanden."

Der Thüringer HC löste hingegen souverän sein Ticket für die nächste Runde, konnte das Spitzenduell gegen die HSG Blomberg-Lippe mit 30:22 (17:8) für sich entscheiden. "Wir haben insbesondere in der ersten Hälfte keinen Zugriff bekommen. Unsere Fehlerquote war einfach zu hoch, wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben keine Torgefahr ausgestrahlt", bilanzierte HSG-Trainer Steffen Birkner und THC-Torhüterin Ann-Cathrin Giegerich betonte mit Blick auf den Spielverlauf, der Blomberg noch mal bis auf zwei Tore heranführte. "Die Viertelstunde nach der Halbzeit können wir gerne rausnehmen. Mit dem Rest können wir sehr zufrieden sein. Gerade in der ersten Halbzeit standen wir sehr gut in der Abwehr und der Angriff lief sehr gut."

Hauchdünn konnte sich hingegen die Neckarsulmer Sport-Union mit einem 27:26 (14:16) gegen die Kurpfalz Bären durchsetzen. "Es war über 60 Minuten ein sehr spannendes Spiel und ich bin erstmal froh, dass wir als Sieger raus gehen", so NSU-Coach Pascal Morgant und ergänzt: "Wir waren in der ersten Halbzeit eigentlich bereits gut dran, aber der letzte Schritt hat in unseren Aktionen einfach gefehlt. Es war dann die klare Ansage, das Tempospiel von Ketsch zu unterbinden und das Tempo raus zu nehmen." Erleichtert war auch NSU-Kapitänin Louisa Wolf: "Wir wussten aber, dass es in Ketsch und im Pokal auf jeden Fall ein Kampfspiel wird und es nicht unbedingt auf eine bestimmte Taktik ankommen wird. So war es dann auch und wir haben das Spiel über den Kampf gewonnen."

Mit einem letztlich klaren 31:21 (14:11) beim Zweitliga-Topteam SV Union Halle-Neustadt konnte auch die HSG Bensheim/Auerbach den Sprung in die nächste Runde schaffen. "Das hätten wir nicht gedacht, dass es so deutlich wird. Wir sind schwer ins Spiel reingekommen, weil wir gemerkt haben, dass wir schon aufgeregt waren. Wir sind dann aber schon mit einer Drei-Tore-Führung in die Halbzeit gegangen, das uns die nötige Sicherheit gegeben hat. In der 2. Halbzeit war es egal was wir gemacht haben. Wir haben viel ausprobiert und es war einfach für uns", so Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm und Wildcats-Vizepräsident Thomas Wagner bilanzierte: "Vielleicht kommt dieser Dämpfer zum richtigen Zeitpunkt vor den zwei wichtigen Ligaspielen gegen Harrislee und Rosengarten. Die ersten Minuten haben gezeigt, zu was wir in der Lage sind, wenn wir mit Tempo und Druck spielen. Sobald wir nicht unsere Schnelligkeit oder die gute zweite Welle ausspielen können wird es schwer für uns."

Von der Qualifikation für das OLYMP Final4 träumen kann hingegen noch der TSV Nord Harrislee, der in einem Zweitligaduell den VfL Waiblingen mit 29:25 (12:14) besiegen konnte. "Ich bin stolz auf diese junge Mannschaft", so Nord-Teammanager Rainer Feddersen, dessen Team sich Mitte der zweiten Halbzeit vom 17:15 zum 25:18 (46.) vorentscheidend löste. Am Sonntag konnte sich zudem Frisch Auf Göppingen mit einem 38:22 (18:11) bei der HSG DJK Marpingen-SC Alsweiler für die Runde der besten Acht qualifizieren. "Alles in Ordnung. Die Mädels haben das gut gemacht", war der frühere Nationalspieler Jürgen Hartz durchaus zufrieden mit der Leistung seiner Drittligamannschaft.

DHB-Pokal Frauen - Achtelfinale:


SG 09 Kirchhof 15:41
(4:23)
SG BBM Bietigheim
Borussia Dortmund  26:24
(14:10)
Bayer 04 Leverkusen
Buxtehuder SV  19:26
(6:14)
TuS Metzingen
Blomberg-Lippe  22:30
(8:17)
Thüringer HC
Kurpfalz Bären  26:27
(16:14)
Neckarsulmer S-U
Union Halle-Neustadt  21:31
(11:14)
Bensheim/Auerbach
TSV Nord Harrislee  29:25
(14:12)
VfL Waiblingen
DJK Marpingen-A.
22:38
(11:18)
FA Göppingen

2. Runde DHB-Pokal Frauen:




1. FSV Mainz 05 20:35
(8:17)
SG BBM Bietigheim
Buchholz-Rosengarten 27:32
(18:17)
Thüringer HC
Sachsen Zwickau 39:45
(13:16)
Neckarsulmer SU
HC Rödertal 23:36
(12:20)
Frisch Auf Göppingen
SV Werder Bremen 23:38
(13:19)
Borussia Dortmund
Neudorf/Döbeln 07:53
(3:26)
TuS Metzingen
Owschlag-Kropp-T. 18:37
(8:20)
Buxtehuder SV
Bad Wildungen Vipers 21:25
(12:11)
Bayer Leverkusen
Kurpfalz Bären 26:25
(11:12)
HSG Gedern/Nidda
Alstertal-Langenhorn 25:27
(13:13)
SVU Halle-Neustadt
TSV Nord Harrislee 33:31
(16:17)
VfL Oldenburg
TSG Oberursel 11:43
(4:22)
Bensheim/Auerbach
VfL Waiblingen 29:21
(11:12)
TG Nürtingen
TuS Lintfort 19:32
(10:16)
HSG Blomberg-Lippe
BSV Phönix Sinzheim 21:30
(5:14)
Marpingen-Alsweiler
TVE Netphen 18:22
(12:16)
SG 09 Kirchhof

Ergebnisse DHB-Pokal Frauen, 1. Runde




TSG Friesenheim 
22:36
(11:17)
TG Nürtingen
Ibbenbüren
20:43
(11:18)
TSV Nord Harrislee
Thüringer HC II 
21:35
(10:19)
SVU Halle-Neustadt
MTV Jahn Peine 
24:33
(13:18)
Owschlag-Kropp-T.
TSG Ketsch II 
19:28
(11:14)
VfL Waiblingen
TB Wülfrath 
21:34
(11:17)
HSG Gedern/Nidda
Leinfelden-Echterdingen 
18:45
(10:23)
Kurpfalz Bären
Füchse Berlin 
26:30
(13:18)
Sachsen Zwickau
SG H2Ku Herrenberg 
25:35
(12:15)
Neckarsulmer SU
HC Gelpe/Strombach 
14:17
(7:7)
TVE Netphen
HSG Hunsrück 
18:28
(12:12)
1. FSV Mainz 05
SG 09 Kirchhof 
32:28
(16:13)
TVB Wuppertal
Grün-Weiß Schwerin 
13:34
(4:21)
Buchholz-Rosengarten
Marpingen-Alsweiler 
26:24
(14:11)
ASV Dachau
Gräfenhainichen 
15:51
(5:25)
HC Rödertal
TSG Oberursel 
24:22
(12:8)
TV Nellingen
Hannoverscher SC 
25:30
(17:16)
Alstertal-Langenhorn
Friedrichsfehn/Petersf. 
15:35
(6:14)
SV Werder Bremen
HSG Döbeln/Neudorf 
19:16
(9:7)
ASC/VfV Spandau