03.11.2019 14:41 Uhr - DHB-Pokal - PM Waiblingen

Pokal-Aus für Waiblingen bei den Nordfrauen aus Harrislee

Hanna KlingenbergHanna Klingenberg
Quelle: SpeedPhotos.de, Harrislee
Wie schon in der letzten Saison war für die Waiblinger Tigers erneut im Achtelfinale um den DHB-Pokal Endstation. Der VfL verlor beim starken Liga-Konkurrenten TSV Nord Harrislee mit 25:29 (12:14). Waiblingen spielte ordentlich, ließ aber vor allem nach dem Seitenwechsel zu viele Chancen liegen. Die Gastgeberinnen von der dänischen Grenze nutzten dies zu zahlreichen Tempogegenstoßtoren, die Waiblingen letztlich als Verlierer vom Feld gingen ließen.

Nach der langen Anreise brauchte die Waiblinger Mannschaft einige Zeit, um ins Spiel zu finden. Erschwerend kam hinzu, dass der VfL schon in der fünften Minute die zweite Zeitstrafe kassierte. Harrislee hatte so den besseren Start, führte schnell mit 3:0 und nach knapp sechs Minuten mit 5:2. Doch die Waiblingerinnen fingen sich: Nach zwölf Minuten traf Altina Berisha zum 6:6-Ausgleich.

Auch wenn 30 Sekunden nach dem Ausgleich bereits die dritte VfL-Spielerin auf die Strafbank musste, war Waiblingen nun im Spiel. Tanja Padutsch von Rechtsaußen, Aaricia Smits per Strafwurf und Ann Kynast aus dem rechten Rückraum sorgten mit einem 3:0-Lauf für die Zwei-Tore-Führung des VfL nach zwanzig Minuten (8:10). Angefeuert von fast 500 Zuschauern kehrten jedoch auch die Gastgeberinnen schnell zurück und erzielten nun ihrerseits drei Treffer in Folge (11:10).

Harrislee kommt ins Tempospiel




Häufig konnte die VfL-Abwehr die flinken TSV-Angreiferinnen nur strafwurfreif stoppen. Harrislee war hier treffsicher: Janne Lotta Woch (5) und Madita Karlotta Jeß (3) verwandelten alle acht gegen Waiblingen verhängten Siebenmeter sicher. Zur Pause lagen die Nordfrauen wieder knapp mit 14:12 vorne.

Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs ließ Waiblingen durch den einzigen vergebenen Strafwurf der Partie die Möglichkeit zum Anschlusstreffer liegen. Dennoch blieb der VfL bis zum 17:15 in der 38. Minute dran. Dann aber häuften sich die Fehlwürfe im VfL-Angriff gegen eine immer stärker werdende TSV-Torhüterin Sophie Fasold.

Harrislee kam mit zahlreichen Tempogegenstößen zu einfachen Toren, die den VfL zunehmend zermürbten. Die Nordfrauen waren nun nicht mehr zu stoppen und zogen innerhalb von sechseinhalb Minuten vom 19:16-Zwischenstand zum bereits vorentscheidenden 25:18 in der 46. Minute davon. Beim 29:21 war die höchste TSV-Führung erreicht. Das VfL-Team zeigte jedoch trotz der nicht mehr abwendbaren Niederlage Charakter, erzielte die letzten vier Treffer der Begegnung als Ergebniskosmetik zum 29:25-Endstand.