28.10.2019 13:49 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

BSV Sachsen Zwickau kann gegen den SV Nord Harrislee nicht punkten

BSV Sachsen ZwickauBSV Sachsen Zwickau
Quelle: BSV Sachsen Zwickau
Im Heimspiel der 2. Bundesliga Frauen unterlag der BSV Sachsen Zwickau, vor 500 Zuschauern, dem Team vom TSV Nord Harrislee mit 33:35 (14:17) Toren. Damit ist die Serie der erfolgreichen Spiele für das Rentsch-Team erst einmal gerissen und die Enttäuschung darüber war allen Beteiligten entsprechend anzumerken. "Ich bin stolz auf das was meine jungen Mannschaft hier heute geleistet hat", so Harrislee-Trainer Peer Linde in der anschließenden Pressekonferenz.

Die Gäste aus dem Norden wirkten von Beginn an bis in die Fingerspitzen fokussiert. Diese Tatsache wurde besonders in ihrer Körpersprache und im offensiven Abwehrverhalten für alle sicht- und spürbar. Die Zwickauerinnen hatten damit an diesem Tag allerding sichtbare Schwierigkeiten. Es fiel ihnen schwer ihr Angriffs- und Abwehrspiel druckvoll und effizient auf die Platte zu bringen.

So legten folgerichtig die "Nordfrauen" mit dem Anpfiff vor und die Muldestädterinnen mussten bis zum 7:7 (13.) nachziehen. In den folgenden Minuten mussten sie allerdings erstmals abreisen lassen 7:10 (15.), hatten beim 10:11 (20.) wieder dran um dann erneut durch einen 5:0 Lauf der Gäste (25.) das Nachsehen zu haben. Bis zum Pausentee sorgten Bolze und Kracht noch einmal für eine Resultatsverbesserung und hielten die Hoffnung auf eine Ergebnis-Wende am "kochen".

Mit Wiederanpfiff zerschlug sich dies allerdings relativ schnell. Harrislee erhöhte die Schlagzahl und setzte sich Tor um Tor weiter ab, zudem musste Nadja Bolze, nach einer roten Karte, dem Spiel zuschauen. In der 39. Minute lagen die BSV-Frauen erstmals mit sieben Toren hinten (18:25) und zwangen Trainer Rentsch zu seiner zweiten Auszeit (43.).

Nach dieser Ansprache lief das Spiel der Hausherrinnen etwas besser, zumindest vielen die Tore jetzt wieder wechselseitig, so dass der Rückstand nicht weiter anwuchs 27:33 (54.). Eine Zeitstrafe gegen Jenny Choinowski wirkte dann wie ein Wachmacher für ihre Mitspielerinnen. Danach "knapperten" die Zwickauerinnen am Vorsprung des Linde-Team.

Angetrieben von Lisa Felsberger, die mit sieben Toren erfolgreichste Werferin des BSV war, zeigten ihre Nebenleute was sie eigentlich von Beginn an zeigen wollten - unbedingten Willen. "Der Spielausgang brachte zwar keine Punkte, aber immerhin ein Ergebnis ohne Gesichtsverlust. Jetzt heißt es für die Frauen des BSV - Kopf frei und nach vorn schauen", so der Verein in seiner Pressemitteilung.

Die beiden Trainer hatten natürlich unterschiedliche Ansichten zu diesem Spiel: Linde-Junior: "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, wie sie unseren Plan durchgebracht hat". Norman Rentsch: "Glückwunsch an Harrislee, wir haben uns heute selbst ein Bein gestellt. Mit so vielen, nicht nur handballerischen Fehlern, kann man kein Spiel gewinnen."