28.10.2019 13:30 Uhr - 2. Bundesliga - PM HSV, red

Dank starker zweiter Hälfte: Solingen-Gräfrath ärgert den Favoriten

Kerstin ReckenthälerKerstin Reckenthäler
Quelle: Thomas Hergarten
Eine Niederlage, die Mut macht? "Auf jeden Fall", resümierte Gräfraths Coach Kerstin Reckenthäler unmittelbar nach dem überzeugenden Auftritt ihrer Schützlinge beim 27:33 gegen Tabellenführer SV Union Halle-Neustadt am Samstagabend. "Wir haben vor allem eine starke zweite Hälfte gespielt, diesen Durchgang sogar mit 17:16 für uns entscheiden können." Für den Gastgeber aus Sachsen-Anhalt war Spielmacherin Sophie Lütke mit 13 Treffer Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel, während Mandy Reinarz auf Solinger Seiten mit 11/5 Toren erneut zur Topscorerin avancierte. Am 8. Spieltag (9. November) empfängt der Liga-Neuling dann den HC Rödertal in der heimischen Klingenhalle.

Bis zum 10:9 (20.) durch Linksaußen Franziska Penz sahen die rund 460 Zuschauer in der ERDGAS-Sportarena eine ausgeglichene Partie, dann allerdings mussten die Gäste aus dem Bergischen Land ? ohne die erkrankte Anna Bergschneider - einen Bruch im Spiel verkraften: Bis zur Pause lief die frisch eingewechselte Julia Redder für die Wildcats zur Bestform auf, erzielte vier ihrer fünf Treffer sehenswert aus der zweiten Reihe.

Halle-Neustadt startete den Turbo, Solingen hingegen blieb beinahe zehn Minuten ohne Torerfolg. Mit 17:10 ging es für beide Teams schließlich in die Kabinen, nachdem sich Vanessa Brandt bei ihrem Comeback nach Knieverletzung zuvor in der 30. Spielminute mit einem Rückraumtor belohnen konnte.

Das Blatt sollte sich in den zweiten 30 Minuten jedoch wenden: Immer wieder fasste sich Franziska Penz ein Herz auf der Außenbahn, glänzte sowohl im Gegenstoß als auch im gebundenen Spiel über den linken Flügel. Eben jene entschlossene Gräfrather Akteurin ließ beim 22:18-Anschlusstreffer in Unterzahl (44.) letzte Hoffnung für die Rot-Weißen aufrechterhalten.

Der HSV, nun mit Lisa Fahnenbruck zwischen den Pfosten, zeigte wieder eine kämpferische Leistung, hatte dem Willen und Zug zum Tor von Sophie Lütke aber zu selten etwas entgegen zu setzen. Fünfmal konnte die besagte Schlüsselspielerin in der Crunchtime erfolgreich einnetzen und somit erheblich zum verdienten 33:27 des Tabellenführers gegen das Schlusslicht beitragen.

"Wir haben den großen Favoriten im Duell David gegen Goliath lange geärgert. Spielerin des Spiels ist für mich zum wiederholten Mal Mandy Reinarz", sagt eine zufriedene Gästetrainerin. "Ich bin mir sicher, dass wir mit dieser Leistung bis Weihnachten Punkte einfahren werden", so die A-Lizenz-Inhaberin weiter.