21.10.2019 16:51 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Meenzer Dynamites gegen Blomberg-Lippe "nah dran, etwas Zählbares mitzunehmen"

Larissa PlatenLarissa Platen
Quelle: Detlef Gottwald Fotografie, Mainz 05
In einem packenden Spiel mussten sich die Meenzer Dynamites am Ende gegen den jetzt Tabellen-Zweiten Blomberg mit 18:23 (9:12) geschlagen geben.

Trotz klarer Vorzeichen in einer Begegnung zwischen dem verlustpunktfreien Tabellendritten und dem noch punktlosen Aufsteigerteam gaben die Dynamites von Beginn an Gas und konnten sogar mit 2:0 in Führung gehen. Allerdings schlug der ungeschlagene Gast umgehend zurück und kehrte die Führung in eine eigene Zweitore Führung um.

Aber während der gesamten Spielzeit vermochte sich kein Team um mehr als 3 Tore abzusetzen. Die Dynamites blieben dran und hatten ein wenig Wurfpech, alleine Larissa Platen hatte drei Lattentreffer in Durchgang 1. Dafür zeigte sie aber auch den einen oder anderen Torknaller, nicht zuletzt mit einem platzierten Wurf über die Spielhälfte zum 9:12 Halbzeitstand.

Zwei Rote Karten für Mainz




Direkt nach der Halbzeit kamen die Mainzerinnen sehr gut ins Spiel und glichen innerhalb von vier Minuten aus. Es entwickelte sich bis zum Schluss ein spannendes Spiel, in dem beide Teams alles in die Waagschale warfen. Beim nochmaligen Ausgleich 17:17 (49.) hatten die Dynamites sogar die Möglichkeit, selbst in Führung zu gehen.

Leider konnte diese Gelegenheit nicht genutzt werden und die HSG Blomberg spielte - auch den Umständen geschuldet, dass Nina Reißberg mit 3 x 2 Minuten und Larissa Platen mit einer direkten roten Karte dem Team aus der Landeshauptstadt am Ende gefehlt haben - seine größere Erfahrung aus und gewann am Ende nicht unverdient aber vielleicht mit dem einen oder anderen Tor zu hoch mit 23:18.

Trainer Thomas Zeitz nach dem Spiel: "Ich bin sehr stolz auf mein Team. Wir haben heute wieder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht und waren nah dran, etwas Zählbares mitzunehmen. Am Ende haben ein paar Nuancen den Ausschlag gegeben und wir haben, was man auch nicht vergessen darf, gegen eine starke Mannschaft aus Blomberg gespielt. Außerdem haben uns nicht zuletzt durch die beiden roten Karten am Ende auch ein wenig die Körner gefehlt."

Birkner: "Sind weit davon entfernt, eine Spitzenmannschaft zu sein"




Dennoch betont er das Positive: "Neben der Auswertung der Dinge, die wir das nächste Mal besser machen können, überwiegt sicher das Positive. Das Team hat sich gegen alle Umstände über die gesamte Spielzeit tapfer gewehrt. Ordentliche Deckungsarbeit, gute Torhüterleistung und ein phasenweise sehr strukturierter und auf den Punkt spielender Angriff haben uns auf jeden Fall in dem Spiel gehalten und auch für die Zukunft nach vorne gebracht."

Das zeigte ihm auch die Reaktion auf der Tribüne: "Der Funke ist glaube ich auch auf das Publikum übergesprungen, welches die Mädels dann auch immer weiter getragen hat und für eine tolle Atmosphäre sorgte. Vielen Dank dafür, so macht Handball spielen und coachen Spaß! Viel Spannung, tolle Stimmung und zwei Mannschaften, die alles gegeben haben. Alles in allem hat einiges gepasst, bis auf die Punkte vielleicht. Aber wir werden weiter geduldig sein und die Leistung meiner Mannschaft macht mehr als nur Hoffnung darauf, bald die ersten Punkte in Liga 1 einzufahren. Die Mädels sind auf dem richtigen Weg!"

"Wir sind jetzt zwar weiter oben in der Tabelle, jedoch weit davon entfernt, eine Spitzenmannschaft zu sein. Das hat man auch heute wieder gesehen. Wir müssen uns jeden Punkt hart erkämpfen, das ist uns defintiv bewusst. Aber wir haben den Kampf heute angenommen und deshalb bin ich glücklich und froh als Sieger das Feld verlassen zu können?, so Blombergs Trainer Steffen Birkner nach Spielende.

Nun warten schwere Aufgaben auf die HSG: Am 2. November treffen die Lipperinnen im DHB-Pokal-Achtelfinale in der Halle an der Ulmenallee auf den amtierenden Pokalsieger, Thüringer HC. Nur eine Woche später, am 9. November, empfangen die Birkner-Schützlinge den VfL Oldenburg zum Heimspiel. Das Team um die ehemalige HSG-Spielerin Kathrin Pichlmeier konnte zuletzt mit einem 25:25-Unentschieden gegen Meister Bietigheim auf sich aufmerksam machen.