20.10.2019 15:53 Uhr - 1. Bundesliga - PM Neckarsulm, red

"Das Endergebnis stört uns": Borussia Dortmund bestraft Neckarsulms Schwächephasen konsequent

4 Tore: Nathalie Hendrikse4 Tore: Nathalie Hendrikse
Quelle: Larissa Eisele, NSU
Auch im zweiten Heimspiel in Folge verlor die Neckarsulmer Sport-Union in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gegen Borussia Dortmund deutlich mit 26:39 (14:21). Kurz vor der Halbzeitpause setzte sich die enorm hohe Qualität des BVB gegen eine stark kämpfende Neckarsulmer Mannschaft durch und erspielte sich eine 7-Tore-Führung zur Pause. Im zweiten Abschnitt drohte der NSU wie zuletzt gegen den Thüringer HC eine extrem hohe Niederlage. Am Samstagabend konnte sich die Mannschaft von Trainer Morgant aber deutlich besser wehren, auch wenn die Partie am Ende nicht mit einer hohen Differenz von 13 Toren hätte enden müssen.

"Das Endergebnis stört uns, da wir uns heute besser präsentiert haben und ein anderes Ergebnis aus unserer Sicht auf jeden Fall noch möglich gewesen wäre. Wir haben gesehen, dass Dortmund eine wahnsinnig hohe Qualität besitzt und das Spiel dadurch in zwei entscheidenden Phasen für sich entschieden hat", so Pascal Morgant.

Der Coach der Neckarsulmerinnen erläutert: "Vor der Pause können sie sich bereits absetzen und auch nachdem wir gut aus der Kabine kommen und verkürzen, kann Dortmund wieder eine Schippe drauf legen und die Führung auf über zehn Tore ausbauen. Das nervt uns natürlich, denn wir lassen uns in diesen Phasen hauptsächlich auskontern."

"Die Art und Weise hat mir heute dennoch besser gefallen als im letzten Heimspiel und wir haben gezeigt, dass wir kämpferisch voll dagegen gehalten. Spielerisch sind wir im Angriff in den beiden deutlichen Phasen an unsere Grenzen gekommen und Dortmund kann im Gegenstoß zum deutlichen Auswärtssieg sprinten", sagte Morgant nach Spielende.

Angeführt von der stark spielenden Kapitänin Louisa Wolf startete Neckarsulm bestens in das Spiel gegen die verlustpunktfreie Mannschaft des BVB. Sarah Wachter im NSU-Tor parierte früh die ersten Würfe der Borussinnen und im Angriff gelang durch Wolf, Irene Espinola Perez sowie Nathalie Hendrikse eine 5:2-Führung gegen den Favoriten aus Dortmund.

Zwei schwache Phasen bei Neckarsulm




Gäste-Trainer Andre Fuhr musste bereits nach sieben Minuten reagieren und bringt seine Mannschaft durch eine Auszeit besser in Spur. Nach dem Ausgleich in der 11. Minute gestaltete sich lange ein offenes, extrem schnelles Spiel. Neckarsulm wehrte sich lange gegen die Borussia und begeisterte die 1.167 Zuschauer in der heimischen Ballei. Es folgte die erste von zwei dominierenden und letztendlich spielentscheidenden Phasen des BVB. Aus dem 12:12 geriet Neckarsulm bis zum 14:17 erstmals ins Hintertreffen und bekam noch vor der Halbzeitsirene vier weitere Gegentreffer zum 14:21-Pausenstand.

Doch auch am Samstagabend kamen die Gastgeberinnen wieder einmal gut aus der Kabine und konnten durch Nele Reimer nochmals verkürzen. Das 17:22 blieb aber für rund acht Minuten der einzige Treffer für die Sport-Union und Dortmund sprintete eiskalt mit einem 8:0-Lauf zur Dreizehn-Tore-Führung (17:30). Ähnlich wie im vergangenen Heimspiel gegen den Thüringer HC drohte Neckarsulm eine Klatsche gegen das nächste Top-Team der Liga, doch dieses Mal fanden Sie zurück in das Spiel. Zwischenzeitlich gelang es, den Rückstand weiter zu verkürzen, doch am Ende feierten die Gäste einen deutlichen 39:26-Sieg und die Tabellenführung der HBF.

"Mit ein bisschen mehr Abgezocktheit hätten wir den Torlauf von Dortmund eventuell etwas kleiner halten können. Keine Mannschaft verliert gerne mit 26:39, aber unsere Mannschaft lebt und wir können größtenteils auf diese Leistung aufbauen um die wichtigen, kommenden Aufgaben anzugehen. Ein großes Dankeschön geht an unsere Zuschauer und Fans, die uns heute von der ersten Sekunde an wieder unterstützt und hier für eine super Kulisse gesorgt haben", so Morgant weiter. Nach einer Woche Pause reist die Sport-Union zunächst im DHB-Pokal Achtelfinale zum Ligakonkurrenten Ketsch (02.11. / 18 Uhr) und trifft am 10. November auswärts auf den Buxtehuder SV.