20.10.2019 14:03 Uhr - EHF-Pokal - PM Buxtehude

Buxtehuder SV hat sich in Astrachan "schon früh um ein mögliches Weiterkommen gebracht"

Klare WortE: Isabelle DölleKlare WortE: Isabelle Dölle
Quelle: Dieter Lange / BSV
Das Kapitel EHF-Cup ist für den Buxtehuder SV beendet. Nach dem 25:30 im Hinspiel unterlag der BSV auch im Rückspiel der 2. Runde bei Astrakhanochka Astrachan mit 15:23 (3:9). Eine desolate Angriffsleistung in Durchgang eins mit lediglich drei Toren leitete die Niederlage ein.

In der ersten Halbzeit leisteten sich beide Teams im Angriff reihenweise Fehler und Fehlwürfe. Das erste Tor aus dem Spiel heraus erzielte Astrakhanochkas Karina Sabirova nach fast sieben Minuten zum 2:0. Zuvor hatte nur Anna Kochetova per Siebenmeter getroffen. Auf der Gegenseite traf der BSV allerdings nicht mal per Siebenmeter. Lynn Schneiders Aufsetzer beim Strafwurf ging über das Tor. Im gesamten Spiel waren es 27 Fehlwürfe plus zwei vergebene Siebenmeter. Erstmals jubeln durften die Gäste nach rund zwölf Minuten. Die eingerückte Maike Schirmer traf zum 1:3.

Überragende Spielerinnen auf dem Feld waren zu diesem Zeitpunkt die Torhüterinnen Katharina Filter beim BSV und Kira Trusova bei den Gastgeberinnen. Während es auf der Anzeigetafel nach 20 Minuten nur 2:5 stand, stand es im Duell der Keeperinnen bereits 6:7.

Dem BSV brachten auch zwei Überzahlsituationen keine Sicherheit. Stattdessen warf Lisa Prior einen weiteren Siebenmeter über das Tor. Zuvor hatte auch Kochetova einen Siebenmeter verworfen. Obwohl auch bei den Russinnen nur wenig funktionierte, versuchte das Team spielerische Höhepunkte zu setzen. Ein erster versuchter Kempa scheiterte, während der zweite Versuch von Kristina Tarasova zur 9:3-Pausenführung verwandelt wurde.

Golla mit Roter Karte




Im zweiten Abschnitt dauerte es zwar erneut drei Minuten bis der BSV durch Lynn Schneider das erste Tor erzielte, doch im Anschluss fanden die Gäste immer besser in die Partie. Isabelle Dölle traf per Dreher und ließ zwei weitere Tore aus dem Rückraum folgen. Paulina Golla verkürzte schließlich auf 11:13.

Doch die Aufholjagd des BSV wurde jäh gestoppt. Astrakhanochka traf zweimal. Anschließend musste Paulina Golla für zwei Minuten vom Feld. Die Russinnen erhöhten auf 19:13. Golla war keine 60 Sekunden wieder auf dem Feld, da unterband sie einen Gegenstoß von Kristina Tarasova. Die 18-Jährige erhielt ihre dritte Zeitstrafe und sah folglich die Rote Karte.

Nach den Fehlwürfen von Christina Haurum um Mieke Düvel war die Gegenwehr des BSV gebrochen. Astrakhanochka setzte sich auf 23:13 ab. Ekaterina Zelenkova traf per Siebenmeter. Das Spiel war entschieden. Die Gastgeberinnen nahmen einen Gang raus. Buxtehude konnte bis zum Schlusspfiff auf 15:23 verkürzen.

Stimmen und Statistik




BSV-Trainer Dirk Leun: "Beide Teams waren in der Defensive gut aufeinander eingestellt. Astrakhanochka hat im Mittelblock deutlich aggressiver verteidigt als im Hinspiel. Wir haben uns davon beeindrucken lassen. 15 Fehlwürfe in der ersten Halbzeit sagen alles. Dadurch haben wir uns schon früh um ein mögliches Weiterkommen gebracht. Wir haben uns leider nicht für unsere gute Defensive belohnt. Astrachan ist verdient weiter."

Isabelle Dölle: "Das Ergebnis ist nicht zufriedenstellend für uns. Unsere Abwehr war wirklich gut. Im Angriff haben wir zu viele Chancen liegen lassen. Das ging auf keine Kuhhaut und hatte auch nichts mit der Reise zu tun."

Astrachan: Riabtseva, Trusova, Kochetova 3/1, Pontes Nunes, Antonova 1, Sabirova 5/3, Zelenkova 1/1, Izmailova, Bogdanova, Malashenko 5/2, Ignatovich, Shichkina 2, Yezhykava 2, Kainarova, Gafonova, Tarasova 4

Buxtehude: Ludwig, Filter, Luschnat 2, Fischer, Düvel, Haurum 1, Süchting, Dölle 4, Scherer, Gubernatis 1, Schirmer 1, Antl, Schneider 2, Golla 3, Prior 1

Schiedsrichter: Marija Illieva und Silvana Karbeska (Nordmazedonien)
Zuschauer: 3.112
Siebenmeter: 7/9 ; 0/2
Strafminuten: 8/6
Disqualifikation: Golla (3. Zeitstrafe)