19.10.2019 10:06 Uhr - 1. Bundesliga - Andrea Müller, Flames HSG Bensheim/Auerbach

Hessen-Derby in Bad Wildungen: Flames der HSG Bensheim/Auerbach hoffen auf Punkte

Helen van BeurdenHelen van Beurden
Quelle: Andrea Müller, Flames
Nach dem erfolgreichen Wochenende mit dem Sieg gegen Göppingen (37:33) geht es für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach zum schweren Hessen-Derby nach Bad Wildungen (Samstag, 19.00 Uhr, Ense-Halle). "Seit dem Aufstieg vor zwei Jahren war die Ausgangslage der Flames noch nie so gut erstmals in Bad Wildungen zu punkten. Allerdings gingen die Flames in Bad Wildungen bisher immer leer aus", so der Pressedienst der Gäste.

Mit 4:4 Punkten liegen die Flames absolut im Soll. Für die Vipers der HSG Bad Wildungen , die nach dem 11. Platz letzte Saison, diese Saison wieder einen einstellen Tabellenplatz anstreben, verlief es bisher nicht ganz so, wie gewünscht: Mit 0:8 Punkten liegen die Vipers derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Grund dafür war vor allem die enttäuschende 30:27-Niederlage letztes Wochenende in Ketsch. Diese Niederlage war nicht eingeplant. Vor allem die knappen Niederlagen in Bietigheim (30:28) und gegen Blomberg (25:26) haben jedoch gezeigt, dass die Vipers besser sind, als es derzeit die Tabelle ausdrückt.

"Die Chance, am Samstag die ersten zwei Punkte zu holen, ist da. Wir müssen sie nur wahrnehmen und einen leidenschaftlichen Handball spielen", fordert Vipers-Trainerin Tessa Bremmer. Der Druck ist daher entsprechend groß. Dies weiß auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm. "Wir wissen, dass es ein hartes Spiel wird. Bad Wildungen steht mega unter Druck nach der Niederlage in Ketsch."

"Trotz der 0:8 Punkte dürfen wir sie aber nicht unterschätzen, denn bis auf das Spiel in Ketsch haben sie bisher keine schlechten Spiele gemacht. Sie hatten allerdings bisher auch Verletzungspech und jetzt kommt noch Marieke Blase dazu, die sich zum fünften Mal das Kreuzband gerissen hat und bisher die meisten Tore geworfen hat. Dies wird die Mannschaft aber jetzt noch mehr zusammenschweißen und sie werden noch mehr kämpfen. Außerdem ist es ein Hessen-Derby und da geht es immer zur Sache und sie werden alles dafür tun, um gegen uns zu gewinnen", ist sich Heike Ahlgrimm sicher, dass es durchaus hart zur Sache gehen wird und die Abwehrarbeit eine entscheidende Rolle spielen wird.

Eigentlich eine Stärke der Flames. Gegen Göppingen gelang es dem Team allerdings nicht so ganz dies umzusetzen, denn 33 Gegentore entsprechen normalerweise nicht den Ansprüchen der Flames und ihrer Trainerin. Gut, dass der Angriff daher umso erfolgreicher war. "Wir hatten gegen Göppingen etwas Probleme in der Abwehr. Aber wir haben 37 Tore gemacht und das war dann ausschlaggebend", erklärt Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm

Neben dem persönlichen Schicksal von Marieke Blase trifft es die Vipers auch sportlich hart. Mit 21/8 Toren war Blase diese Saison bisher die beste Torschützin der Vipers, die, wie auch die Flames, einen großen Umbruch vor der Saison hatten. Insgesamt sieben Neuzugänge hat Vipers-Coach Tessa Bremmer im Team.

Bremmer hat ähnlich, wie Heike Ahlgrimm , noch ein sehr junges Team. Mit 23,9 Jahren ist der Altersdurchschnitt nur minimal höher, als bei den Flames (22,5 Jahre). Die erfahrensten Spielerinnen und die einzigen über 30 sind Torfrau Manuela Brütsch, die auch schon das Trikot der Flames trug sowie die Halblinke Sabine Heusdens. Heusden belegt mit 18/11 Toren bisher Platz 2 der Torschützenliste bei den Vipers, gefolgt von Jana Scheib im rechten Rückraum (13 Tore) und der portugiesischen Nationalspielerin Maria Ines Da Silva Pereira (12) auf Rückraummitte.

Flames-Coach Heike Ahlgrimm kann in Bad Wildungen fast auf den kompletten Kader zurückgreifen. Verzichten muss sie nur auf die Langzeitverletzte Simone Spur Petersen und Carolline Dias Minto, die nach ihrem Bänderriss bereits die Krücken ablegen konnte, aber trotzdem noch einige Wochen ausfallen wird. "Bis auf die beiden Langzeitverletzten sind wir komplett und können mit voller Kapelle antreten. Wir werden alles in die Waagschale werfen, um erstmals dort punkten zu können", ist Heike Ahlgrimm optimistisch.