17.10.2019 13:13 Uhr - 1. Bundesliga - PM TuS, red

Metzingen entscheidet Derby gegen Göppingen für sich

Simone PetersenSimone Petersen
Quelle: Michael Schmidt
Die TuS Metzingen gewann am Mittwochabend bei Frisch Auf Göppingen mit 31:25 (14:11). "Wir haben den Schwung vom Wochenende mitgenommen, Zusammenspiel und Spielverständnis werden immer besser", freute sich Patricia Kovacs. Auch Bo van Wetering fand den Auftritt ganz in Ordnung: "Wir haben gut strukturierte Angriffe gespielt und das Tempo bis zum Schluss hochgehalten."

Es war jedoch ein hartes Stück Arbeit, das die TuS Metzingen in der EWS-Arena zu erledigen hatte. "Anders konnte man es gegen die kampfstarken Frauen von Frisch Auf Göppingen aber auch nicht erwarten", betonen die Gäste in ihrem Spielbericht. Die FAG-Frauen mussten auf Michaela Hrbkova verzichten, bei den TusSies musste Lena Degenhardt passen, die von frühen Grippeviren heimgesucht wurde.

Im ersten Abschnitt ließ Metzingen noch Luft nach oben, dabei begann die Partie vielversprechend für die Gäste: Bis zum 3:8 (16.) hatten sowohl Anika Niederwieser als auch Marlene Zapf jeweils drei Mal getroffen, Zapf gar per Hattrick. Frisch Auf wurde ab dem 3:3 (8.) klein gehalten.

Nachdem Madita Kohorst den zweiten Siebenmeter von Iris Guberinic gehalten hatte, kam jedoch ein kleiner Bruch ins Spiel der TusSies. Sie agierten in der EWS- Arena nicht fehlerfrei, mussten sich dann auch mit einer 5:1-Deckung auseinandersetzen, außerdem tauchten die Göppingerinnen in doppelter Besetzung am Kreis auf. Frisch Auf kam heran: Das 9:10 (27.) durch Guberinic war das Ergebnis elf schwacher Minuten der Gäste. Die TuS-Abwehr ließ sich des öfteren überrumpeln. In die Halbzeitpause nahm man aber immerhin eine 14:11-Führung mit, kräftig mitgeholfen hat Simone Petersen mit ihren ersten drei Siebenmetern.

Bo van Wetering nahm den Schwung mit in die zweite Hälfte, die ähnlich verlief wie der erste Durchgang. Zunächst war die TuS weg beim 13:18 (Tamara Haggerty, 35.), Frisch Auf ließ aber nicht locker (15:18, 37.). Pech war auch im Spiel, Delaila Amega und Anika Niederwieser malträtierten das Torgebälk, Madita Kohorst rutschten zwei Bälle durch die Hosenträger.

Dann wurde es jedoch deutlich: Die TuS Metzingen marschierte zielstrebig davon. Von 20:24 (48.) ging es hoch auf 20:28 (53.). Simone Petersen traf vom Strich immer, versenkte jeden ruhenden Ball, Maren Weigel war für die Kunststücke zuständig, zauberte ihre Bälle rein.

Es war die Phase, in der bei Göppingen ein Nachlassen der Kräfte unübersehbar war, obwohl die Grün-Weißen hinten raus das Ergebnis noch erträglicher gestalten konnten. Der finale 31:25-Sieg entsprach dann auch den Kräfteverhältnissen. Trainerin Edina Rott resümierte: "Wir haben nie lockergelassen und den Sack dann rechtzeitig zugemacht."