17.10.2019 10:58 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, dpa

"Lehrstunde kam nicht überraschend": Buxtehude kassiert deutliche Niederlage beim Thüringer HC

Der THC setzte sich deutlich gegen den BSV durchDer THC setzte sich deutlich gegen den BSV durch
Quelle: Franziska Braun / THC
Der Thüringer HC feierte am Mittwoch auch in der Handball-Bundesliga ein Erfolgserlebnis gefeiert, nachdem man sich zuletzt im Topspiel gegen Dortmund geschlagen geben musste. Gegen den Buxtehuder SV setzte sich der Vizemeister souverän mit 36:21 (17:8) durch und klettert auf den dritten Tabellenplatz. Kapitänin Iveta Koresova war mit neun Toren erfolgreichste THC-Werferin.

Der Thüringer HC startet schnell in der Partie, das erste Tor von Friederike Gubernatis war dem BSV vorbehalten. Die Thüringerinnen begannen eine Serie von vier Treffern in Folge. Ina Großmann, Emily Bölk und zweimal Iveta Koresova waren erfolgreich. Torhüterin Ann-Cathrin Giegerich entschärfte gleich mehrere Bälle in der Anfangsphase der Begegnung.

Den ersten Strafwurf für den Thüringer HC verwandelte Iveta Koresova in der  zehnten Minute zum 7:2. Selbst in Überzahl fiel es den Gästen schwer, die starke THC-Abwehr zu überwinden. Abwehrchefin Alicia Stolle hielt ihre Mannschaft gut zusammen und erkämpfte selbst in der Deckung die  Bälle. Einige überhastete Aktionen im Angriffsspiel verhinderten eine höhere Führung der Gastgeber.

Ann-Cathrin Giegerich parierte in der 15. Minute den ersten Gästestrafwurf von Lisa Prior. Kurz darauf gelang Mieke Düvel der Anschlusstreffer zum 3:8. Fast 12 Minuten waren die Frauen des Thüringer HCs ohne Gegentreffer geblieben. Knapp acht Minuten vor dem Halbzeitpfiff nahm Trainer Herbert Müller seine erste Auszeit (11:4). Er wechselte bereits jetzt ordentlich durch - eine wichtige Maßnahme in den englischen Wochen, die Wirkung zeigte. Ina Großmann netzte von Rechtsaußen kurz vor dem Pausenpfiff zum 17:8 ein.



In die zweite Spielhälfte schlossen die Thüringerinnen nahtlos an die erste Spielhälfte an., Alexandra Mazzucco zeigte auf der Rechtsaußenposition, wie zuvor Lydia Jakubisova eine starke Leistung. Mit einem Doppelschlag sorgte sie für die 20:9 Führung ihrer Mannschaft. Die Gäste verzweifelten weiterhin an der stark agierenden Ann-Cathrin Giegerich im THC-Gehäuse. Diese krönte ihre Leistung mit einem direkten Wurf ins gegnerische Tor.

Trainer Herbert Müller nutzte die hohe Führung und brachte als taktische Variante die siebte Feldspielerin. Diese Umstellung brachte den THC weiter in Front. Der BSV gab sich nicht geschlagen und war bemüht, zu weiteren Torerfolgen zu kommen. Sie versuchten das vor allem über die schnelle Mitte. Beim Stand von 29:15 musste Ina Großmann mit einer Ellenbogenverletzung ausgewechselt werden (46.).

Das Spiel hatte etwas an Fahrt verloren, im Angriff ergaben sich für Buxtehude mehr Räume. Trotzdem versuchten die Thüringerinnen, die Führung weiter auszubauen. Im Meisterschaftsrennen kann jeder Treffer zählen, wie der der Thüringer HC im Finale um die Deutsche Meisterschaft der letzten Saison schmerzlich erfahren musste. Am Ende setze sich der Vizemeister verdient mit 36:21 in heimischer Halle durch. Den Schlusstreffer erzielte Mieke Düvel mit dem Abpfiff für die Gäste aus Norddeutschland.



"Es sind zwei Mannschaften mit unterschiedlichen sportlichen Möglichkeiten aufeinander getroffen. Die Lehrstunde kam nicht überraschend", bilanzierte Gäste-Trainer Dirk Leun. "Wir hatten in der ersten Halbzeit zu viel Respekt vor dem Gegner. Wir haben mit zu wenig Druck in die Tiefe gespielt und nicht schnell genug, um die Abwehr in Nöte zu bringen."

Der BSV-Coach weiter: "Als wir den Respekt abgelegt hatten, haben wir über weite Strecken den richtigen Weg eingeschlagen und eine ordentliche zweite Halbzeit gespielt. Ich habe einige Sachen wie die 5:1-Deckung ausprobieren können. Außerdem haben alle Spielerinnen gespielt und konnte gegen eine Top-Mannschaft dazulernen."

Sein Trainerkollege Herbert Müller bilanzierte: "Wir haben in der 1. Halbzeit eine gute Deckung gespielt. Cathrin Giegerich hat uns mit einigen Paraden gegen Hunderprozentige sehr geholfen. Auch wenn die Kräfte etwas ungleich verteilt waren, haben die Jungen aus Buxtehude haben in keiner Sekunde nachgelassen."