17.10.2019 09:49 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Kurpfalz Bären mit achtbarer Leistung in Leverkusen

Samira Brand erzielte drei Treffer gegen LeverkusenSamira Brand erzielte drei Treffer gegen Leverkusen
Quelle: Daniel Glaser
Nach dem überraschenden Heimsieg gegen die HSG Bad Wildungen Vipers waren die Kurpfalz Bären gut gelaunt nach Leverkusen gereist und wollten sich erneut so gut wie möglich verkaufen. Am Ende gab es zwar einen verdienten 31:23 (17:13)-Sieg für die Gastgeberinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen, aber das Team aus Ketsch bot lange Paroli und hatte in der 40. Minute beim 17:16 zweimal die Chance auf den Ausgleich.

Kate Schneider war nach Abpfiff in der Ostermann-Arena vom Auftritt ihrer Mannschaft entsprechend angetan: "Nach einem schwachen Start sind wir immer besser ins Spiel gekommen und haben es dem Gegner nicht leicht gemacht. Schade nur, dass wir in der Endphase des Spiels viele gute Angriffe nicht mit einem Tor abschließen konnten. Insgesamt aber haben wir ein gutes Spiel geboten, das uns weiterbringen wird."

Zunächst sah es ganz nach einer herben Niederlage aus. Das Team des holländischen Trainers Robert Nijdam nutzte die eklatante Unordnung in der Bären-Abwehr, und beim 8:2 war zu befürchten, dass die Bären in der Ostermann-Arena sang- und klanglos untergehen würden. Aber dann rissen sich die Gäste zusammen und "brachten ihre spielerischen und kämpferischen Qualitäten immer besser auf das Parkett", wie es im Spielbericht der Ketscherinnen hieß.

Carmen Moser, Lena Feiniler und Samira Brand sorgten dafür, dass das Spielgeschehen offengehalten werden konnte. Auch Saskia Fackel und Verena Oßwald trugen wesentlich dazu bei, dass der Klassenneuling aus Ketsch sich zunehmend Respekt verschaffte und bis zur Halbzeit (17:13) ein ausgeglichenes Spiel bieten konnte.

"Wir sind gut in die Partie gekommen bis zum 9:3. Dann haben wir uns in zu viele Einzelaktionen verstrickt und zu viele eigene Fehler produziert. Das fing schon gegen Ende der 1. Halbzeit an und setzte sich direkt nach dem Wechsel fort", so Elfentrainer Robert Nijdam

Nach dem 17:16-Anschlusstrefffer von Lena Feiniler wurde es unruhig auf der Bank der Gastgeberinnen. Robert Nijdam stellte sein Team neu ein, und er hatte mit Nele Kurzke eine Torhüterin, die viele gut herausgespielte Torchancen der Gäste zunichtemachte.

Am Ende gab es aus Bärensicht nach einer sehenswerten Leistung ein etwas zu hohes Endergebnis. Co-Trainer Tom Löbich nach dem Spiel: "Wir haben über weite Strecken des Spiels gut mithalten können, und ich freue mich über die vielen Komplimente, die es auch von Leverkusener Seite für unsere Mannschaft gab."

Robert Nijdam richtete seinen Blick direkt nach der Partie indes auf das Wochenende - auf das Rückspiel im EHF-Cup gegen DVSC Schaeffler. "Wer den Handball liebt, der muss in der Halle sein. Wir spielen gegen ein europäisches Spitzenteam", so der 48-jährige Niederländer, der mit seiner Mannschaft einen 27:35 Rückstand aufzuholen hat. Anwurf der Partie in der Ostermann Arena ist am Sonntag um 16.00 Uhr.